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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Augenblicke einer stolzen Nomadenkultur

19.01.2019

Westerstede Die Frau trägt traditionelle Kleidung und ist barfuß. Sie wohnt in einer ärmlichen Lehmhütte, aber ihr Blick ist voller Stolz. Momente wie diese hat der Fotograf Sven Tiedemann eingefangen. Gleich zwei Mal hat er den einsamen Nordwesten Namibias bereist, um die dort lebenden Himbas, Hereros und Zembas in ihrem Umfeld, einer staubig-einsamen Wüstenlandschaft, zu fotografieren. Eine Auswahl der besten Motive zeigt er in einer Ausstellung im Westersteder Güterschuppen, Am Bahnhof 1. Sie wird an diesem Sonntag, 20. Januar, um 11.15 Uhr eröffnet.

Gerne erzählt der Wiefelsteder interessierten Besuchern Näheres über seine Erlebnisse. So durchquerte er die Landschaft mit einem Geländewagen, einem Zelt auf dem Dach und jeder Menge Gastgeschenke im Gepäck, darunter Maismehl, Äpfel und Spielzeug für die Kinder. Die Verständigung klappte mit Händen und Füßen. „Ich bin begeistert von den Völkern, die im Einklang mit der Natur leben, von ihrer Nacktheit, ihrem Stolz und ihrer Schönheit“, sagt der Fotograf.

Der Fotograf

Sven Tiedemann wurde 1962

in Wittstock geboren. Schon als Schüler interessierte er sich für Fotografie. Später verwirklichte er Fotoprojekte, bestückte Ausstellungen und unterrichtete als Dozent. Als freier Fotograf fand er Motive auf der iberischen Halbinsel, später führten ihn zwei Reisen nach Namibia. Mit seiner Familie lebt er seit 1993 in Wiefelstede.

Für seine Motive nahm er sich viel Zeit, um den richtigen Augenblick und die richtige Stimmung einzufangen. „Das sind keine Schnappschüsse“, erklärt er.

Seine erste Reise führte ihn 2011 in das afrikanische Land, 2017 war er wieder dort. Doch auch wenn nur wenige Jahre zwischen beiden Touren lagen, entdeckte er doch deutliche Veränderungen. „Es hat so gut wie gar nicht mehr geregnet. Früher hatten die Nomaden Rinderherden, doch dafür ist es heute viel zu trocken“, nennt er ein Beispiel für die drastischen Auswirkungen des Klimawandels. Viele Familien wurden sesshaft und werden in ihrem Lebensstil und ihrer Kleidung durch den Tourismus beeinflusst. Einige Fotos zeigen daher auch den Wandel sehr deutlich. Die eindrucksvolle Bildersammlung trägt den Titel „Schönheit und Zerfall einer Nomadenkultur“.

Im Anschluss an die Eröffnung ist die Ausstellung noch bis zum 10. Februar jeweils mittwochs von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt beträgt 1 Euro.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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