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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wirbel um Eintrittspreise ins Landerlebnis

13.04.2019

Westerstede 660 Kommentare in den sozialen Medien. Auf der Facebook-Seite vom Landerlebnis in Westerstede war in den vergangenen Tagen ordentlich was los. Der Grund: Die Attraktionen kosten seit dem 5. April Eintritt. Zuvor war der Park-Eintritt für alle Besucher kostenlos gewesen, für spezielle Attraktionen musste dann Geld in einen Münzautomaten gesteckt werden. 8,50 Euro zahlen Kinder ab drei Jahren sowie Erwachsene jetzt. Und das sorgt bei den Fans des Parks für heftige Kontroversen.

Große Investitionen

Wie kommt’s und wieso jetzt? Die NWZ hat mal nachgefragt. „Wir hatten das schon länger überlegt“, sagt dazu Rolf Bohlken, der den Park der Familie Janßen verwaltet. Ein Grund sei, dass gerade kräftig in den kleinen familiären Freizeitpark mit Streichelzoo investiert würde. In den nächsten Wochen und Monaten wird es drei Neuigkeiten geben: „Eine Riesenrutsche mit vier Bahnen, eine kleine Kinder-Achterbahn und eine Schienenbahn“, zählt Bohlken auf. Auch die Namen dürften den Parkbesuchern schon jetzt Lust auf den nächsten Ausflug machen: „Hoppel Gockel“, „Wilde Hilde“ und „Willy der Wurm“. Derzeit werden die Wege und Grünanlagen angelegt, wie die Leser der Landerlebnis-Internetseite erfahren.

Kommentar

Verständlicher

Schritt

Kommentar

Imke Harms

Brötchen beim Bäcker kosten Geld. Ein T-Shirt kostet Geld. Ein neuer Schreibtisch kostet – Überraschung – Geld. Würden Sie ihren Job umsonst verrichten?

Wer einen großen Spielplatz samt Streichelzoo und verschiedenen Attraktionen betreibt, kann nicht von Luft und Liebe seinen Lebensunterhalt bestreiten. Dass der Eintritt in den Freizeitpark früher frei war, lag an der Idee, die Kosten durch die Einnahmen aus der Gastronomie zu subventionieren. Dies hat offenbar so nicht gereicht.

Das Landerlebnis ist Anziehungspunkt für viele Familien, daher braucht der Freizeitpark nicht nur genügend Parkfläche, Servicekräfte, Strom und Wasser – auch die Tiere müssen gut untergebracht und versorgt, die Spielgeräte gewartet, die Anlage saubergehalten werden. Das kostet. Nirgends sind solche Parks kostenlos. Es ist absolut nachvollziehbar, dass die Betreiber nun auf Eintrittspreise nicht verzichten wollen.

Imke Harms über die Umstellung auf Eintritt

Trecker und Scheune inbegriffen

Es sei geplant gewesen, alles etwas früher fertig zu stellen, doch der nasse Boden habe da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei der Schienenbahn fehle nur noch der Stromanschluss, die Figuren seien schon da. Künftig können die Kids dann hier auf Pferden über die Metallschienen „reiten“. Und der Clou: „Diese Attraktionen sind dann alle im Eintrittspreis inbegriffen“, macht Bohlken deutlich.

Auch die umgedrehte Scheune und der Trecker seien dann so oft es beliebt, nutzbar. Zuvor hatten diese beiden Spielgeräte jeweils Gebühren gekostet. Im Laufe des Jahres soll außerdem die Indoor-Spielfläche ausgebaut werden. „Im Winter können die Besucher dann auf weiteren 1000 Quadratmetern spielen, wenn das Wetter draußen ungemütlich wird“, kündigt der Parkverwalter an.

Neu gestaltet wurden auch die Preise für die Frühstücksbuffets am Wochenende und an Feiertagen. Zwar wurde der Preis von 11,49 auf 14,99 Euro pro Person erhöht (Kinder bis 10 Jahre: 9,99 Euro), doch jetzt ist in dieser Summe der Parkeintritt schon enthalten. „So können Familien hier frühstücken und danach können die Kinder noch toben“, schlägt Bohlken vor.

Die Eintrittspreise seit dem 5. April

Alle ab drei Jahren zahlen pro Eintritt 8,50 Euro. Senioren ab 65 Jahren und Menschen mit Behinderungen (ab 80% mit Ausweis) sowie deren Begleitpersonen zahlen 6,50 Euro.

Schulklassen oder Kindergärten können als Gruppe ab 15 Personen kommen. Pro Person kostet der Eintritt dann 6,50 Euro.

Neu ist auch der Preis für das Frühstücksbuffet, das an Wochenenden und Feiertagen angeboten wird. Statt ehemals 11,49 Euro, kostet es jetzt 14,99 Euro, Kinder bis zehn Jahren zahlen 9,99 Euro. Mit enthalten ist dann auch der Parkeintritt.

Sollten Gäste nur nach einem Geschenk im Hofladen suchen, können sie sich an der Kasse melden und dürfen umsonst stöbern.

Bald ein Online-Shop

Außerdem in Planung: Ein Online-Shop. „Der wird in den nächsten Wochen eröffnet“, freut sich Bohlken. In diesem können Parkfreunde die Produkte des Hofladens kaufen. Künftig darf zudem eigene Verpflegung mitgebracht werden. „Das Café bleibt aber wie gehabt geöffnet“, so der Parkverwalter. Weiterhin bezahlt werden müssen die Münzgeräte.

Die Kommentarschreiber der Facebook-Seite sind geteilter Meinung. Einige können den Schritt nachvollziehen: „Ich finde es vollkommen in Ordnung. So kann jeder kalkulieren. Thüle ist auch nicht kostenlos oder der Tierpark in Jaderberg. Das Ganze muss auch irgendwie finanziert werden.“ Andere wiederum finden die Preise zu hoch: „Man kann es ja verstehen, dass Eintritt bezahlt werden muss. Aber gleich 8,50 Euro € finde ich wirklich zuviel. Wenn man eine Großfamilie ist, lohnt es sich nicht mehr, zu euch zu kommen. Fünf Euro wären angemessen.“

Kommentare bei Facebook

Doch auch die Gegner äußern sich: „Schade. Wir werden dann nicht mehr kommen. Kaffee und Kuchen kommen dann ja noch dazu. Ich glaube, damit schießt ihr euch ein Eigentor“, bis hin zu: „Hoffentlich ist das ein verspäteter Aprilscherz.“

Dass die Umstellung nicht bei allen auf Gegenliebe stoßen würde, das hatte Bohlken erwartet. „Wenn jemand fragt, erklären wir es in aller Ruhe. Es wird hier ja immer mehr Spielgeräte geben, da wurde es einfach nötig.“

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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