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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Wilhelm Geiler: Heimatpoet und Eisenbahnfan

21.08.2019

Westerstede Wilhelm Geiler, wer ist denn das? Viele kennen zwar die nach ihm benannte Straße in Westerstede, können mit der Person aber nicht ganz so viel anfangen. Dabei war der Amtsauktionator seinerzeit eine einflussreiche Persönlichkeit – einer, der sich sehr mit seiner Heimat verbunden fühlte und vieles bewegte. Schon Dr. Hermann Ries hat ihm in seiner Chronik ein Kapitel gewidmet.

Geboren wurde Wilhelm Geiler am 21. August 1819. Nach seiner Lehre, die er bei einem Advokaten in Oldenburg absolvierte, ging er zurück nach Westerstede. Neben seiner Arbeit als Amtsauktionator setzte er sich rege für die Belange des Ortes ein, engagierte sich auch politisch und saß im Gemeinderat.

Verfechter der Schmalspurbahn Westerstede - Ocholt

Besonders am Herzen lag ihm die Eisenbahn als fortschrittliches Verkehrsmittel. Denn nur Ocholt profitierte von der 1869 gebauten Eisenbahnlinie Oldenburg – Leer. Auch darüber gibt es im Westersteder Stadtarchiv umfangreiche Informationen.

Wilhelm Geiler jedenfalls war ein großer Verfechter einer Schmalspurbahn, die Westerstede mit Ocholt verbinden sollte. Er wurde sogar Direktor der „Ocholt-Westersteder Eisenbahngesellschaft“. Viele schätzten an ihm auch seinen Humor, denn er bezeichnete sich gerne als „schmalspuriger Direktor“.

Persönlicher Dank von Reichskanzler Bismarck

Überliefert sind auch etliche Reime aus seiner Feder. Ein Gedicht ging sogar an Reichskanzler Bismarck. Anlässlich dessen Geburtstags schickten die Jeveraner Kiebitzeier mit einem Gratulationsspruch. Das nahmen die Westersteder zum Anlass, einen Ammerländer Schinken zu senden, zusammen mit dem Vers „Kiewitts-Eier schickt em de Jeversmann, doch bi de Eier hört Schinken in de Pann...“ Das Präsent kam offenkundig gut an, denn Bismarck bedankte sich in einem persönlichen Schreiben.

Ammerland-Lied als Vermächtnis

Besonders bekannt ist jedoch eine Hinterlassenschaft des Westersteders: das Ammerland-Lied. „Ick hang an di mien Läben lang, mien lewet Ammerland. Ik will di bringen mien Gesang, woll plattdütsch is mien Lederklang, doch tro mien Hart und Hand.“

Nach seinem Tod am 5. März 1895 vermachte er seinem Stammtisch im Hotel Busch einen silbernen Pokal, der später gestohlen wurde. Ein Gemälde von Wilhelm Geiler aus dem Jahr 1894 wurde später restauriert und hängt heute im Westersteder Rathaus.

Kerstin Schumann Redakteurin / Redaktion Westerstede
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