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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Spontan zusammen singen in zwei Stunden

17.04.2019

Westerstede Meike Bruns steht eine große Aufgabe bevor: Am Ostersamstag wird sie bereits zum 15. Mal einen Projektchor darauf einstimmen, am Ostersonntag im Frühgottesdienst aufzutreten. Das Besondere: Weder weiß sie, wie viele Menschen kommen, noch, wie fit diese im Singen sind. „Aber das macht nichts. Es macht sehr großen Spaß, sich da überraschen zu lassen und das stimmlich übereinzubringen“, sagt die Westersteder Chorleiterin.

Lediglich zwei Stunden hat sie, um den Anwesenden die eingängigen Melodien nahezubringen. „Chorerfahrung ist nicht notwendig“, beruhigt Bruns. Auch Notenlesen müssen die Spontanchor-Mitglieder nicht. „Es hilft vielmehr, sich die Musikstücke immer wieder anzuhören und nachzuahmen“, weiß sie. Erfahrungsgemäß seien immer einige Mitsinger aus den festen Chören der Gemeinde dabei und könnten helfen. „Wir schaffen es immer, dass es schön klingt“, ist sie zuversichtlich.

Für alle Menschen

Gesungen werden sollen sogenannte Taizé-Melodien, die ursprünglich aus einer Bruderschaft aus einem kleinen Ort in Südfrankreich stammen. Die ganze Gemeinde, die am frühen Ostersonntag in die St.-Petri-Kirche kommt, stimmt dann mit ein. „In den vergangenen Jahren waren meist so um die 70 Leute mit dabei. Zum Teil waren wir aber auch bis zu 100“, freut sich Bruns schon auf die diesjährige Ausgabe.

Obwohl die Taizé-Gesänge aus Frankreich kommen, sind sie laut Bruns für Menschen aus der ganzen Welt gedacht. In Westerstede werden an Ostern die meisten Stücke auf Deutsch gesungen, oder auf Latein, so wie zum Beispiel das „Laudatio omnes gentes“. „Da ist ein Lied, welches ganz viele schon aus Gottesdiensten kennen“, vermutet die Chorleiterin.

Auch Kinder seien bereits häufiger dabei gewesen und auch in diesem Jahr herzlich willkommen. „Es machen zum Teil ganze Familien mit“, ist Bruns dankbar.

Der Fokus der Feier liegt auf der Weitergabe des Osterlichtes, wie Bruns erklärt. „Daher starten wir schon um 5.30 Uhr – es ist wichtig, dass es einen Übergang gibt von Dunkelheit ins Licht.“ Die Kerze und der Sonnenaufgang seien Symbol für die Auferstehung Jesu. „Der Tag markiert auch die Wende vom Tod zum Leben und vom Fasten zum Feiern“, ergänzt Bruns. Im Zentrum des Gottesdienstes stehe der traditionelle Ruf „Christ ist erstanden!“ mit der dazu gehörigen Antwort der Gemeinde: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Und weil die Fastenzeit dann ja beendet ist, gibt es im Anschluss an den Gottesdienst auch ein üppiges gemeinsames Osterfrühstück im Evangelischen Haus.

Übergabe des Lichts

Die für die Zeremonie so wichtige, enorm große Osterkerze wurde extra angefertigt und löst dann diejenige aus 2018 während des Gottesdienstes ab. Die neue Kantorin der Gemeinde, Karin Gastell, wird die Orgel in der Osternacht spielen. Die Osternachtsgottesdienste werden auch in Ocholt und Halsbek angeboten.
 Interessierte am Projektchor kommen am Samstag, 20. April, um 10 Uhr in die St.-Petri-Kirche. Bis maximal 12 Uhr wird geprobt. Der Auftritt ist dann für den Osternachtsgottesdienst am Ostersonntag um 5.30 Uhr angesetzt. Anmeldungen nimmt Meike Bruns unter Telefon   04488/861170 oder per E-Mail unter meike_bruns@web.de. Sie erteilt auch weitere Informationen. Eine Anmeldung ist aber nicht unbedingt erforderlich. „Alle, die Lust haben, können einfach vorbeikommen“, sagt die Chorleiterin.

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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