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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Auch Lenja (5) ein Star des Abends

07.05.2018

Wiefelstede Man kann darüber streiten, wer in der St. Johannes-Kirche in Wiefelstede beim Abend mit dem Gospel Chor „Soul Inside“ der Kirchengemeinde der Star des Abends war: Die fünfjährige Lenja Wagner oder Kathy Kelly, einstige „Frontfrau“ der „Kelly Family“. Lenja ging sicherlich total ins Herz. So jung und schon so professionell. Der Stuhl, auf dem sie stand, war notwendig, um sie überhaupt zu sehen. Um sie zu hören, dafür war er nicht notwendig.

Ihre glockenhelle Stimme übertönte teilweise noch den Gospelchor – nicht nur hörenswert, sondern auch eine Augenweide. Sie verließ die Bühne mit großem Applaus.

Natürlich brillierte Kathy Kelly von der ersten Sekunde ihres Auftritts mit ihrem breiten Repertoire. Die langjährige Produzentin und Frontfrau der weltbekannten Erfolgsband „The Kelly Family“, hat sich in ihrer über 30-jährigen Gesangskarriere erfolgreich als Solo-Künstlerin im internationalen Musikbusiness etabliert. Das zeigte sie auch in Wiefelstede. Die „Grande Dame of Voice” (Große Dame der Stimme) hatte problemlos den „Saal gefüllt“. Im Nu waren die Karten auch ohne Werbung verkauft – und 250 Personen hatten Platz in der Kirche gefunden. Einige Stühle standen direkt unter der Kanzel. Die Mezzosopranistin begleitete sich eindrucksvoll auf der Akustikgitarre, der Geige und dem Akkordeon. Immer unterstützt von dem renommierten Pianisten und Keyboarder Andreas Recktenwald. Unverkennbar ihr Stil, der von klassischen, spanischen, französischen und irischen Elementen geprägt ist. Besonders bei den spanischen Einlagen tobte das Publikum. Etwas, was sicherlich nicht alle Tage in der ehrwürdigen Kirche passiert.

„Ich liebe diese schöne alte Kirche“, erklärte Kelly. Sie müsste wohl über tausend Jahre alt sein, hatte sie geschätzt. Sie wusste wohl, dass sie nicht in Friesland sei, aber auf das Ammerland kam sie auch nicht. „Green Sleeves“, die irische Ballade, wurde von ihr grandios „in Szene gesetzt“. Sie hatte auch einige Stücke aus der „Kelly Family“-Zeit im Programm. Ihr Gesang riss die Massen von den Stühlen. Stimmlich ist sie in allen Höhen zu Hause. Im Laufe des Abends stand das Publikum mehr, als dass es an den Stühlen klebte. Und klatschte rhythmisch mit.

Mit Leonhard Cohens „Halleluja“ brachte Kelly die Kirche zum schwingen – eine wunderbare Modulation des „Halleluja“.

Auf den gemeinsamen Auftritt mit dem Gospelchor „Soul Inside“ musste man lange warten. Der Chor saß lange Zeit hinter dem Altar, zeigt sich aber ebenfalls begeistert von der Sängerin. Zwischendurch wurde man natürlich wunderbar von ihr mit Eric Claptons „Tears in Heaven“, „I’m on my way“ und anderen Klassikern unterhalten – und Heiko Tietjen, Sänger bei „Soul Inside“, beeindruckte wieder einmal mit seiner Stimme in „In the name oft he father“ und „What a wonderful World“. Aber dann war es soweit: Die Kelly „erlaubte“ den Auftritt des Gospelchores. Und es war wieder diese Frage, wer ist der Star? Das Zusammenspiel von Chor und Kelly überzeugte auch das Publikum und bei „Oh, when the saints go marching in“ war nicht mehr zu trennen zwischen Chor, Kelly und Publikum. „Soul Inside“ hat gezeigt, wie man mit Profis zusammenarbeitet. „Und dabei haben wir nur kurz geprobt, weil Kathy Kelly im Stau stand“, erklärte Chor-Sprecherin Susanne Wendler-Düßmann. Zum Schluss dann der glatte Wahnsinn: „Hey Man“ sangen alle stehend, applaudierend und laut. Ein wunderbares, gemeinsames Singen des Publikums mit Kathy Kelly und „Soul Inside“.

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