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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Lesung: Er hat von starken Frauen gelernt

08.03.2019

Wiefelstede Für Hubertus Meyer-Burckhardt ist es nicht das erste Mal, dass er ausschließlich vor Frauen auftritt. „Ich lese jetzt zum zweiten Mal vor einem Landfrauenverein“, erzählt der 63-Jährige. „Für mich ist es nicht schwierig, sich auf ein unterschiedliches Publikum einzustellen. Der Feind des Erfolges ist die Routine.“

Über 200 Frauen füllen am Mittwochabend den Saal in „Rabe’s Gasthof“ in Wiefelstede, um an der Lesung von Hubertus Meyer-Burckhardt teilzunehmen. Eingeladen hat der Kreislandfrauenverband Ammerland/Friesland-Süd unter Leitung von Ilse Tietjen. „Wir führen jedes Jahr zeitnah zum Weltfrauentag eine entsprechende Veranstaltung durch. Solange es noch Missstände in der Gleichberechtigung gibt, werden wir uns für die Belange der Frauen einsetzen“, so die Vorsitzende in ihrer Begrüßungsrede.

Mit dem studierten Historiker Hubertus Meyer-Burckhardt, der in erster Linie als Produzent tätig ist, sich jedoch auch als Fernseh- und Radiomoderator, Journalist, Manager im Medienbereich und als Autor und Schriftsteller einen Namen gemacht hat, ist es dem Kreislandfrauenverband gelungen, jemandem einzuladen, der über die Stärken der Frauen ein Buch geschrieben hat. „Frauengeschichten – Was ich von starken Frauen gelernt habe“ heißt das Sachbuch, aus dem er Passagen vortrug. Darin gibt er Gespräche mit Frauen wieder, die er in seiner Radiosendung „Meyer-Burckhardts Frauengeschichten“ geführt hat, darunter Persönlichkeiten wie Elke Heidenreich, Doris Dörrie, Ina Müller, Marianne Sägebrecht oder auch Barbara Schöneberger, um nur einige zu nennen.

Es ist aber nicht nur eine Lesung, die an diesem Abend präsentiert wird. Die Besucherinnen erleben einen Mann, der auch viel aus seinem Leben erzählt und immer wieder beschreibt, wie sehr er von den Frauen aus seinen Sendungen fasziniert ist. Vier Themenfelder, die immer wieder ineinander übergehen, sind Schwerpunkte in dieser Veranstaltung. Dazu gehören Lebenszeit („Das Leben ist unheimlich kostbar. Wir gehen damit zu liederlich um.“), Heimat („Ein Begriff, der nicht in eine andere Sprache übersetzt werden kann. Es ist ein emotionaler Begriff.“), Gedichte und der jüdische Witz („Dieser ist im Angesicht der Tragödien gewachsen und findet immer auf eigene Kosten statt.“).

„Schön macht, was lebendig macht. Äußerlich sehe ich nicht mehr jung aus, innerlich bin ich aber jung geblieben“, wird Elke Heidenreich zitiert. Ein Satz von Erika Pluhar fasziniert Meyer-Burckhardt immer wieder: „Ich sehe das Leben als Geschenk, auch wenn einem nichts geschenkt wird.“ Die positive Einstellung zum Leben, trotz aller Widrigkeiten, die es gibt, seien eine besondere Stärke von Frauen. Sie lamentierten nicht so sehr wie viele Männer.

Diese kurzweilige und von viel Beifall begleitete Lesung, in der sich der Schriftsteller auch die Zeit nahm, in der Pause Bücher zu signieren, ist für die Vorsitzende Ilse Tietjen die letzte große Veranstaltung, die sie organisiert hat. Seit 17 Jahren in der Vorstandsarbeit tätig, davon die letzten neun Jahre als Vorsitzende, wird sie am 23. März auf der Jahreshauptversammlung des Kreislandfrauenverbandes dieses Amt niederlegen.

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