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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Hobby: Wo „alte Sachen“ neuen Sinn bekommen

31.01.2015

Spohle „Er ist einfach verliebt in alte Sachen“, sagt Lebensgefährtin Inge Gawandka. Richtig. Volker Bruns steigt in Spohle die Treppe hinab in seinen „Museumskeller“ – vorbei an Regalen mit Eingemachtem, die schnell von Unmengen alter Blechdosen und Modellautos abgelöst werden. Dann – in warmes Licht getaucht – der „Museumskeller“, in dem Volker Bruns seine wahren Schätze aufbewahrt: seine Sammlung alter Werkzeuge.

Gut ein Drittel davon hat er von seinem Großvater übernommen. Der war in Oldenburg Lehrlingsausbilder bei der Bahn, Volker Bruns wuchs bei ihm auf. „Er hat mir alles beigebracht, was ein Junge eben wissen musste – wie das Hühnerschlachten“, lacht der 67-Jährige, der später in Hamburg lebte und dort als Projektingenieur in der Anlagentechnik arbeitete. 2010 kam er nach Spohle – und sammelte auch hier weiter altes Werkzeug, kaufte es im Internet oder fand es bei den gemeinsamen Spaziergängen über die regionalen Flohmärkte. Sein Lieblingswerkzeug befindet sich in einem Lederetui: historische Schraubenzieher aller Größen – mit eingelegten Holzgriffen. „Handschmeichler“ sind für ihn die alten Werkzeuge – nicht vergleichbar mit denen aus dem Baumarkt. „Das schöne sind die Gebrauchsspuren, die Abnutzung. Wir haben ja auch im Laufe unseres Lebens Narben davongetragen“, sagt der 67-Jährige, der natürlich auch selbst handwerklich aktiv ist.

Dafür geht er dann allerdings nicht ins „Museum“, sondern in die Garage. Seit zwei Jahren gestaltet er dort ganz eigenwillige Lampen, nimmt Ausrangiertes und kombiniert es mit moderner Lichttechnik, gibt alten Handbohrern, ausrangierten Mikroskopen oder einer Kinderdampfmaschine neuen Sinn. Gut 50 solcher Lampen hat er schon zusammengesetzt, sich manchmal eines Spezialisten wie eines Drehers bedient, um Lücken in den eigenen handwerklichen Kenntnissen zu schließen. Da wurden indus­trielle Ventilräder zu Lampenfüßen – und sogar das Käsebrett der Lebensgefährtin war irgendwann verschwunden und kam als Fuß einer Lampe wieder zum Vorschein.

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Verkauft hat Volker Bruns einige seiner Werke auch schon: Er stellt sie bei ebay ein – unter der Rubrik „Steampunk“ – eine Art Retro-Look der Technik, der eben moderne Technik mit alten Materialien verbindet. Und weitere Ideen hat er immer noch, sagt Bruns: Derzeit warten noch zehn Lampen auf ihre Fertigstellung.

Klar, dass im Haus von Inge Gawandka und Volker Bruns kaum eine gekaufte, moderne Lampe existiert. Im Wohnzimmer sorgen auch alte „Jielde“-Lampen aus Frankreich für industrielles Flair – natürlich „veredelt“ von Volker Bruns. Und der Küche gibt heute jene alte Bahnlampe eine besondere Note, die Volker Bruns schon 1960 am Bahndamm in Oldenburg -Osternburg in einem Schrotthaufen gefunden hatte. „Er ist einfach verliebt in alte Sachen“, wiederholt die Lebensgefährtin. Dazu gehört auch sein Austin Healey 100-4, Baujahr 1954. Mit dem und einem „Werkzeugetui“ hatte er Inge Gawandka gleich zu Beginn betört. „Er wollte mir bei einer Ausfahrt zum Picknick seine Werkzeugtasche zeigen“, erinnert sich die Spohlerin: „Ich dachte zunächst, das macht man doch sonst mit der Briefmarkensammlung.“ Als er die Tasche öffnete, kamen Gläser und eine Flasche Rotwein zum Vorschein. „Da hatte er mich“, lacht Inge Gawandka.

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