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NWZonline.de Region Ammerland Kultur

Autoren: Zeitreisen unter der Moorkuppel

11.10.2014

Husbäke „O schaurig ist’s übers Moor zu gehn“ beginnt Annette von Droste-Hülshoffs berühmte Ballade „Der Knabe im Moor“. Schaurig (-schön) ist auch jene Moorgeschichte, die der Husbäker Ralf Boldt schrieb: „Der Temporalanwalt“ heißt der (Zukunfts-)Roman des 52-Jährigen, der jetzt im Kleinverlag „p.machinery“ in Murnau erschienen ist.

Ein Sciene Fiction-Thriller ist es, den der gebürtige Norder mit seinem Erstling präsentiert. Mit Sciene Fiction (Englisch: „sciene“ = Natur-Wissenschaft; fiction = Prosa/Erzähliteratur) beschäftigt sich Boldt bereits seit Kindertagen. „Ich finde es einfach faszinierend, sich literarisch oder auch in anderen Medien wie Film, Theater, Fernsehen oder Bildender Kunst damit auseinanderzusetzen, welche Auswirkungen technische Entwicklungen und Erkenntnisse der Wissenschaft in der Zukunft haben könnten“, sagt er.

Schon als Jugendlicher trat Boldt, der nach dem Abitur Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Angewandte Informatik studierte und heute IT-Leiter der Klinikums Oldenburg ist, in den „Science Fiction Club Deutschland“ (SFCD) ein. Dort engagiert er sich sehr. Als Schriftführer gehört der Husbäker dem Vorstand an und ist obendrein Mitglied der 15-köpfigen Jury, die den deutschen Sciene Fiction-Preis vergibt. Zusammen mit Wolfgang Jeschke hat der Ammerländer die Sciene Fiction-Anthologie „Die Stille nach dem Ton“ herausgebracht. Das Buch enthält preisgekrönte Science Fiction-Kurzgeschichten des SFCD-Literaturpreises von 1985 bis 1998 und des Deutschen Science-Fiction-Preises von 1999 bis 2012. Dafür wurde das Duo Jeschke/Boldt sogar mit einem Ehrenpreis des Deutschen Fantastik-Preises 2013 ausgezeichnet.

„Etwas herausgeben ist das eine, einen Roman zu schreiben das andere“, sagt der Husbäker, der mit seiner Frau, mehreren Katzen und Hunden am Sonnentauweg lebt. Seit die drei Kinder flügge geworden sind, hat der Familienvater etwas mehr Zeit für sein Hobby Science Fiction. „Das Moor und eie Geschichte vom ,Mann im Husbäker Moor’, einer Moorleiche, die 1936 beim Torfstechen gefunden wurde und heute im Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg zu sehen ist, beschäftigen mich schon lange. Insofern lag es nahe, dass das Moor zum Schauplatz meines Romanes wurde“, berichtet Boldt. Der Titelheld seines Thrillers ist der Jurist Hans-Peter Grießau, der als Rechtsbeistand den Bau einer „Temporalkuppel“ im Husbäker Moor betreuen soll. Durch diese sind Reisen in die Vergangenheit möglich, das jedoch ahnt kaum jemand. Engagiert wurde Grießau von dem (aus der Zukunft stammenden) Konzernchef Harm Meesters, der über die Zeit herrschen will....

Es sei spannend gewesen, historische Fakten und Erfundenes in einem Manuskript so miteinander zu verweben, dass es eine kompakte, stimmige Zukunftsgeschichte wird, sagt Boldt. Anschließend wurde sein Erstling mit Hilfe des Verlages und einer Lektorin überarbeitet, jetzt liegt er druckfrisch vor. Das Titelbild und die im Buch enthaltenen Grafiken schuf der Saarländer Lothar Bauer.

Boldts Roman „Der Temporalanwalt“ ist im Buchhandel erhältlich.


     www.temporalanwalt.de 
Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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