35 Hektar Industrie zwischen Edewecht, Jeddeloh 1 und Portsloge? Hier würde ein neues Gewerbemonster zwischen zwei Siedlungsgebiet gequetscht, Natur geopfert – ohne Not.
Für jeden offensichtlich ist zu Beginn des unmittelbar benachbarten Industriegebietes „Im Brannen“ eine mehrere Hektar große Freifläche, für die sich trotz vollständiger Erschließung und bester Lage seit Jahren kein Kaufinteressent finden lässt. Wo ist hier also das von der Gemeinde vermeldete „große Interesse“?
Die NWZ berichtet weiterhin von Verfügungsflächen in der Größe von knapp 30 Fußballplätzen. Und auch „störende“ oder gering frequentierte Betriebe könnten hier ausgelagert werden. Sieht so dringender Handlungsbedarf für noch mehr Gewerbefläche aus?
Wie wäre es, erst einmal vorhandene Lücken zu schließen? Oder eine neue Ausrichtung, weg von flächen- und verkehrsintensiven Großbetrieben und hin zu vielen kleinen Dienstleistern, die dezentral und wohnortnah arbeiten können?
Dies wäre krisensicherer (man erinnere sich an die diskutierte Schließung des Milchwerkes vor einigen Jahren) und zum Vorteil z.B. der Bauerschaften.
Die Edewechter haben bald die (Kommunal)Wahl, selbst etwas gegen den Ausverkauf ihrer Interessen tun.
Bis dahin wäre es zu wünschen, dass die Verwaltung ihr veraltetes, wenig nachhaltiges und verkehrslastiges Konzept „Zentralisiertes Wachstum“ auf Eis legt, damit die frisch gewählten Repräsentanten einen unbelasteten Neuanfang machen können und sich nicht mit verfehlten Weichenstellungen befassen müssen.
