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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

130 Radler schweben durchs Ammerland

31.05.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-05-31T16:08:08Z 280 158

Hobby:
130 Radler schweben durchs Ammerland

Bad Zwischenahn Internationale Atmosphäre herrschte am Wochenende auf dem 17. Norddeutschen Pedersen- Treffen in Bad Zwischenahn. Mehr als 130 Freunde des nach dem dänischen Erfinder Mikael Pedersen benannten Pedersen-Fahrrades – auch „Hängematte“ genannt – aus sechs Nationen (Österreich, Belgien, Niederlande, Großbritannien, Deutschland und den USA) trafen sich zu einer dreitägigen Tour durch das Ammerland. Neben einer besonderen Konstruktion zeichnet das Pedersen-Fahrrad der Sattel aus, der zwischen dem Rahmen und dem Lenkrad an einem Gurt hängt.

Zum zweiten Mal, nach 2002, waren Sharry und Dave Ductor dabei. Sie leben in Monrovia, einem Stadtteil von Los Angeles und sind über Paris und Amsterdam nach Bad Zwischenahn gekommen. Eine Woche wohnten der frühere IT-Manager und die Friseurin im Kurort und bezeichnen das Ammerland als eine „peaceful surrounding“ (friedvolle Umgebung). Die Menschen finden sie „great“ (großartig). Beide sind inzwischen in Rente und widmen sich dem Vertrieb der Pedersen Fahrräder in Kalifornien. Für die Ammerland-Tour haben sie sich Fahrräder von Kalle Kalkhoff in Oldenburg geliehen.

Am Freitagabend haben sich die Radfahrer auf den Weg zum Rathaus von Bad Zwischenahn gemacht, um Bürgermeister Dr. Arno Schilling zu einer Spitztour um das Meer abzuholen. Im Fährkroog in Dreibergen wurde kurz unterbrochen, um von ihm mit dem legendären plattdeutschen „Ik seh di - dat freit mi……“ begrüßt zu werden. Es ging international her.

Am Sonnabend ging es auf eine 60 Kilometer lange Strecke in Richtung Augustfehn zum Wahrzeichen des Ortes, dem Kesselhaus mit Turm und seinen über 100 Jahre alten Sheddach-Klinkerbauten. Vom Bürgermeister Matthias Huber gab es fundierte Erläuterungen, warum sich in Augustfehn ein Eisenhüttenwerk seit 1856 erfolgreich halten konnte und warum es Silvester 1932 stillgelegt wurde. Heute beheimatet die Eisenhütte eine moderne Erlebnisgastronomie.

Im „Kräuterkörbchen“ von Yvette Kühl in Tange lernten die „Pedersens“, welche schmackhaften Gerichte man mit Giersch, Löwenzahn, Schafgarbe, Spitzwegerich und Co. zaubern kann.

Sander (10) kam mit seinem Vater Ruben de Sterck aus St. Niklaas (Belgien). Der jüngste Teilnehmer fuhr alle Strecken auf einem Kinder-Pedersen mit. „Es ist toll, mit so vielen Leuten zu fahren“, übersetzte Papa sein Flämisch. Beide haben schon in den Niederlanden an einer Pedersen-Tour teilgenommen und dort Otto Renken, Cheforganisator des norddeutschen Treffens getroffen. Er hat die Tour erneut mit seiner Frau Traute und der Familie ausgerichtet. Sohn Drees Renken fuhr mit seiner Tochter Lotta Vibeke (6) den „Besenwagen“ und hätte „radlahme“ Mitfahrer eingesammelt. Aber: „Alle haben durchgehalten. Und die zwei Platten waren schnell repariert“, so der Zweiradmechaniker.

Birgit Issac sitzt seit über 20 Jahren auf einem Pedersen Fahrrad. „Es ist ein ganz anderes Gefühl, wie als wenn man schwebt“, schwärmte sie. Und Erhard Goldau war ganz stolz auf seine neueste Errungenschaft mit Elektroantrieb: „Ab einem gewissen Alter holt man sich halt ein bisschen technische Unterstützung“, meinte der Ostfriese und zeigte auf den Akku, der die Form einer großen Trinkflasche hat.

Beim Handwerkermarkt in Kayhausen erzählte Alfred Meyer vom Imkerverein Bad Zwischenahn/Westerstede den Zuhörern vom Leid und Sterben der Bienen. „Drei Viertel der Pflanzenkulturen, die die Menschheit ernähren, sind abhängig von der Bestäubung durch Bienen“, sagte der Experte und befürchtet: „Wenn die Bienen sterben, sterben auch die Menschen“.

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