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Auch Nils (10) packt schon mit an

06.06.2016

Bad Zwischenahn Es wurde gesägt, herausgerissen, abtransportiert und vor allem viel geschwitzt. Beim Arbeitseinsatz der Mitglieder des Vereins für Heimatpflege Bad Zwischenahn im und am Scholjegerdes-Hof waren die freiwilligen Helfer nicht nur dem Staub und dem Dreck im Haus, sondern auch den sommerlichen Temperaturen ausgesetzt.

Insgesamt zwölf freiwillige Helfer, vom 10-jährigen Nils Meyerjürgens bis zum 78-jährigen Herbert Lücking, hatten sich am Sonnabendvormittag auf dem Gelände eingefunden, um das Haupthaus der Anlage aufzuräumen. „Alles, was nicht zum originalen Bestand des Hauses gehört, wird entfernt“, erklärte Vereinsvorsitzender Klaas Düring. Holzverkleidungen, Müll, nachträglich eingezogene Wände und Verkleidungen wurden abgetragen und in einem Container entsorgt. Materialien wie Türen wurden zwischengelagert, weil sie später wieder eingesetzt werden, um den Scholjegerdes-Hof so aussehen zu lassen wie vor mehr als 200 Jahren.

Auf dem Dachboden entdeckten die fleißigen Helfer auch eine Truhe mit der Inschrift „Gebke Margareta Renken Holwege Anno 1793“. Insgesamt noch gut erhalten, wird das Schmuckstück restauriert und im nächsten Jahr als Ausstellungsstück in diesem Haus zu sehen sein, wie Klaus Harms betonte. Er ist zurzeit dabei, eine Chronik über den Hof an der Oldenburger Straße in Bad Zwischenahn zu erstellen.

Für die anwesenden Kinder, Frauen und Männer war es selbstverständlich, sich an den Arbeitseinsatz zu beteiligen. Mit den selbst erbrachten Leistungen kann auch einiges an Geld eingespart werden. Immerhin mussten 800 000 Euro aufgenommen werden, um die Kosten für die Renovierung der gesamten Anlage tragen zu können. Herbert Lücking, seit 1952 Mitglied im Verein für Heimatpflege, sagte sofort zu, als es darum ging, freiwillige Helfer zu finden. „Es macht einfach Spaß, wenn man sieht, dass es vorangeht.“

Und auch Nils packte mit an. Seine Aufgabe war es, alle Fenster im Haus zu kontrollieren, ob sie sich auch öffnen lassen. Zwischendurch half er auch mit bei den Aufräumarbeiten. „Manchmal ist es doch etwas anstrengend.“ Was allerdings kein Grund war, zusätzliche Pausen zu machen.

Klaas Düring rechnet in den nächsten Monaten noch mit weiteren Arbeitseinsätzen. Ziel ist es, das Haupthaus des Schöljegerdes-Hofes bis zum Frühjahr nächsten Jahres für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Um die gesamte Anlage fertigzustellen, werden noch einige Jahre vergehen.

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