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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Auf Torejagd beim kleinen HSV

11.07.2017

Husbäke „Als ich 1953 in die Jugendmannschaft des Husbäker Sportvereins eingetreten bin, haben wir zunächst in Gummistiefeln gespielt“, erinnert sich Wilfried Kuhlmann aus Husbäke. „Die ersten Fußballschuhe, die dann einige Spieler hatten, waren hohe Schuhe, bei denen ein Teil der Sohle abgenommen wurde, um dann die Stollen aus Lederstücken selbst unterzuschlagen.“ Zwölf Jahre war Wilfried Kuhlmann alt, als er beim „kleinen HSV“ mit dem Fußballspielen begann.

64 Jahre sind seitdem vergangen, doch Wilfried Kuhlmann erinnert sich, als sei es gestern gewesen. Der Husbäker hat vieles über seinen Sportverein und die spätere Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) zu erzählen. Über 60 Jahre Sportentwicklung in der Edewechter Bauerschaft hat Wilfried Kuhmann selbst miterlebt, gut 30 Jahre als aktiver Sportler, danach noch in Funktion als stellvertretender Vorsitzender in den 1980er Jahren. Dabei hat er viel erlebt, was in seinen Anekdoten immer wieder deutlich wird.

„Zu Beginn waren die Fußbälle noch aus Lederhaut. Und wenn es dann geregnet hatte, saugte sich der Ball voll und wurde unheimlich schwer. Ein Kopfball war dann schon eine besondere Herausforderung. Und Trikots hatten wir auch nicht. Es wurde in Alltagsklamotten gespielt.“ Heute sei alles viel geregelter, einheitlicher. In den 1950er Jahren war bereits die Fahrt zum Gegner nach Dänikhorst ein Tagesausflug, weil man mit Pferdekutschen oder Treckeranhängern unterwegs war.

Die Geschichte der Husbäker Sportvereine wird am Sonnabend, 12. August, wieder lebendig, wenn ab 14.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus das 90-jährige Bestehen der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Husbäke gefeiert wird. 90 Jahre existiert sie als TSG jedoch noch nicht. Vielmehr nehmen die Husbäker Bezug auf das Jahr 1927, als der Husbäker Turnverein gegründet worden war.

Er war nach dem Zweiten Weltkrieg nicht der einzige Sportverein in der Bauerschaft. Als nach 1945 das Interesse am Fußball immer populärer wurde, der alteingesessenen Turnverein aber nicht bereit war, eine Fußballabteilung einzurichten, wurde kurzerhand der „kleine HSV“ (Husbäker Sportverein) gegründet. Am 15. Februar 1963 stimmten die Mitglieder des Husbäker Turnvereins und des Husbäker Sportvereins schließlich dafür, künftig gemeinsam unter dem Namen „Turn- und Sportgemeinschaft“ (TSG) zu fungieren.

Während Wilfried Kuhlmann bis in die 1980er Jahre hinein dem Fußball treu blieb, trat seine Frau Lisa in den 1970er Jahren in die TSG ein. Seit mehr als 40 Jahren gehört sie der Gymnastikgruppe an. Während früher zur Gymnastik auch noch Geräteturnen gehörte, ginge es jetzt „nur“ um Gymnastik. „Wir tun etwas für die Beweglichkeit und um fit zu bleiben“ erzählt die 76-Jährige.

Beide bedauern, dass der Gruppenzusammenhalt heute nicht mehr so stark sei wie früher. Damals ging man nach dem Training zusammen in die Gaststätte, wo es recht familiär zuging. Heute führe jeder nach dem Training nach Hause. „Ich finde das schade, weil ich ein geselliger Mensch bin“, sagt Lisa Kuhlmann, die auch Mitglied bei den Landfrauen und im Gesangsverein ist. Die Dorfvereine – und damit ist sie mit ihrem Mann Wilfried einig – seien für eine intakte Dorfgemeinschaft unverzichtbar. Schon aus diesem Grund sei es gut, dass es die TSG mit ihren Vorläufern bereits seit 90 Jahren gebe.

Einen Rat haben die beiden für die Zugezogenen der Ortschaft: Haltet eure Kinder wieder stärker dazu an, Sport zu treiben.

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