• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Die Berge des Ötztals rufen

17.08.2019

Augustfehn /Apermarsch Für Thomas Tamke ist ein Hobby nicht automatisch ein Hobby. „Hobbys habe ich in dem Sinne nicht, sie sind für mich ein Gegenpol zur Ernsthaftigkeit des Berufslebens“, sagt der 63-Jährige. Dieses Gefühl des bitteren Ernstes habe der Rentner während seiner Berufsjahre nicht gehabt. Als Sozialpädagoge habe er immer Spaß gehabt. „Ich spreche deswegen lieber von Interessen.“

Zum einen gibt es da das Interesse an Selbstverteidigungssport. In der Freizeit gibt Thomas Tamke Unterricht im „F.I.S.T.“ (Freies Individuelles Selbstverteidigungstraining). Außerdem ist der Apermarscher Tai-Chi-Lehrer. Der chinesischen Kampfkunst und der Selbstverteidigung geht er beim TuS Augustfehn nach. Dabei kann der Sportler auf große Erfolge zurückblicken. Mehrmals wurde er Niedersachsenmeister (u.a. 2004) im Tai Chi. Jedoch trat der Ammerländer nicht gegen andere Kämpfer an, sondern war bei Formturnieren in den Disziplinen Waffen- und Selbstverteidigungsdemonstration bewertet worden.

Ein weiteres Interesse ist das Klettern. In der Sektion Oldenburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) fungiert Thomas Tamke als Kletterbeauftragter. „Dieses Interesse geht mit meinem früheren Beruf einher“, erklärt der Apermarscher. Der Rentner bot einst Kletterfahrten für Jugendliche in den Harz an. „Ich mache das sehr, sehr gern“, sagt Thomas Tamke. Drei, vier Mal im Jahr fahre er ins österreichische Ötztal. Früher konnte der 63-Jährige sich nur dort ausprobieren. Inzwischen gibt es aber das Kletterzentrum in Hundsmühlen, wo trainiert wird, ohne dafür weit fahren zu müssen.

Eine kleine Kletter-Kostprobe bekommen Gäste der Brücken-Abrissfete am Sonntag, 18. August, ab 14 Uhr in Augustfehn II. Dann will Thomas Tamke eine Seilbahn über den Augustfehn-Kanal spannen. An einem doppelten Seil wird dann ein Aufhänger mit zwei Rollen befestigt. An einem Klettergurt festgemacht, muss sich der Proband in zwei Metern Höhe mit eigener Kraft auf die andere Kanalseite ziehen. „Das wird ganz lustig.“

Zum Klettern kam Thomas Tamke übrigens als Kind. „Kletterexperten würden heute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie wüssten, wie schlecht wir damals gesichert waren“, sagt der Ammerländer lachend. Da er im Laufe der Zeit aber nicht mehr in die Berge kam, fiel die Affinität in einen Dornröschenschlaf. Als 2014 die Kletterhalle eröffnet wurde, erlebte Tamkes Interesse eine Art Renaissance.

Auf den Gletschern des Ötztals sind die Spuren des Klimawandels übrigens spürbar. „Die Gletscher schmelzen.“ Eine tragische Entwicklung. Kürzlich war Thomas Tamke mit einer Gruppe auf der Liebenerspitze. Dort bekamen die Kletterer einen großen Schreck: Sie fanden im Schnee einen Skier aus den 1930er Jahren. „Wir hatten erst Angst, dass ein Skifahrer im Schnee begraben ist.“ Es stellte sich glücklicherweise heraus, dass niemand begraben war. Die Erkenntnis, dass der schmelzende Gletscher Allerhand freigibt, war allerdings nicht viel beruhigender.

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.