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Augustfehner Hat Besonderes Hobby: Mit Vollgas durch Europa

22.12.2018

Augustfehn I Oschersleben, Assen, Mettet, Cartagena, Rijeka, Sachsenring: Es sind Namen, die bei eingefleischten Motorsport-Fans den Puls höher schlagen lassen. Zu ihnen gehört auch Hilko Düpree. Mit seiner 118 PS starken Yamaha R6 RJ11 ist er regelmäßig auf diesen legendären Rundkursen unterwegs und jagt persönliche Bestzeiten. „Es ist das größte, wenn mein Laptimer (Rundenzähler) am Lenker rot aufblinkt und mir anzeigt, dass ich meine alte Bestzeit unterboten habe“, schwärmt er.

Seine Leidenschaft lebt der Augustfehner seit acht Jahren aus: „Mit 23 Jahren habe ich meinen Führerschein gemacht und mir eine Ducati 900SS gekauft“, erzählt Düpree. Die hatte „nur“ 78 PS. Durch einen Bekannten, Ahmed, der schon öfters auf Rennstrecken gefahren war, kam auch Hilko Düpree schließlich zum Rennsport. „Das macht richtig Spaß“, hatte ihm Ahmed gesagt. Und dann, vor drei Jahren, ging es für ihn zum ersten Mal auf den Sachsenring – eine der legendärsten Strecken des Motorsports.

Gemeinschaftsgedanke

Ein Erlebnis mit Tragweite – denn daraufhin beschloss der heute 31-Jährige, sein Motorrad von einer Straßenmaschine in einen Rennhobel zu verwandeln. „Einerseits ist mir der Straßenverkehr zu gefährlich geworden“, erklärt Düpree diesen Schritt. „Als leidenschaftlicher Spaziergänger mit meinem Labrador Bendix weiß ich, was für ein Mist auf der Straße herumliegt“, erklärt er und zählt auf: Steine, schmieriger Schmutz und andere Verunreinigungen. „Und andererseits“, führt er aus, „kann man das mit der Geschwindigkeit auf der Straße ja auch nicht richtig austesten“. Die Gefahr, der Führerschein, und damit der Job – „Ich bin Berufskraftfahrer und brauche den Führerschein.“

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Um die 270 Stundenkilometer ist sein Bike schnell. „Ausgefahren habe ich die aber nie“, sagt der Wahl-Deterner. Ihm geht es bei seinem Sport auch gar nicht darum, jegliche Vernunft über Bord zu werfen und um jeden Preis der Schnellste zu sein. Im Gegenteil: „Der Spaß steht im Vordergrund und man weiß, dass jeder, der mit auf der Strecke ist, nach dem Wochenende wieder zu seiner Familie und seinem Job möchte.“

Alles ausblenden

Hilko Düpree ist sehr reflektiert, wenn er über sein Hobby spricht. Für ihn steht der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund, wenn er sich zwischen März und Oktober mindestens einmal pro Monat mit seiner Clique auf den Weg zu einer Rennstrecke macht. „Man sitzt zusammen und grillt – der Sport ist eine sehr friedliche Geschichte, auch auf der Strecke.“ Denn gerade dort seien Respekt und der Sicherheitsaspekt besonders wichtig. Seine Ausrüstung, also Airbag-Overall, Helm und Schuhe, kostet 3500 Euro. Sie und die Vernunft sind seine Lebensversicherung.

Alkohol trinkt der gelernte Zweiradmechaniker nie, wenn er weiß, dass er am nächsten Tag auf die Strecke geht. „Alkohol und Motorradrennen? Es gibt kaum etwas, das sich mehr widerspricht.“

Wenn es dann soweit ist, der Start naht, fokussiert sich Düpree nur noch auf den Rundkurs. „Anziehen, Schwitzen, Nervosität, Helm aufsetzen, alles ausblenden...“ Kein Gedanke an die Arbeit, ans Privatleben, nichts. Nur die Strecke. „Die breite Strecke wird ganz schön schmal, je schneller man fährt“, weiß der Hobby-Rennfahrer. Dann heißt es nur noch: „Pokal oder Spital.“

Er sagt das mit einer Portion Ironie, denn er meint es keinesfalls so, wie es klingt. Eher mit einem Augenzwinkern. Düpree tut viel, um sein Bike unter Kontrolle zu halten und die Gefahr zu minimieren: Fitness, Strecken angucken, bei „Youtube die Ideallinie anschauen, Informationen über den Kurs sammeln, bereit sein, die Geschwindigkeit zu kontrollieren.“ Und eines: „Ich kenne die Grenzen des Ehrgeizes“, sagt der Augustfehner, „und ich will das letzte Prozent Sicherheit nicht ausschöpfen.“ Er weiß, wie es ist, wenn er die Zähne zusammenbeißt. „Da kommt nur Scheiße bei raus.“

Overall gerissen

So wie kürzlich, in der Hotelkurve in Oschersleben. „Ich hatte Schräglage, war viel zu schnell, so um die 120 Sachen, da ist mir das Vorderrad eingeklappt.“ Das Resultat: Overall gerissen, Hüfte blau. Sonst nichts. „Es geht um nichts, das muss man sich bewusst machen, es geht um die goldene Ananas“, erklärt Düpree, „obwohl man schon mal gerne einen Pokal gewinnen würde.“ Er nimmt es ernst, das schon, ist aber nicht verbissen. In Rijeka, Kroatien, ist er mal 13. geworden, von 46 Startern. Sein bisher größter Erfolg. „Aber für eine Karriere ist es eh zu spät.“

Im Frühjahr, in Cartagena (Spanien), wird auch seine Freundin erstmals auf die Rennstrecke gehen.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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