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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Aula wird zur Roboterarena

07.02.2015

Rastede /Oldenburg Mechanik, Elektrotechnik und Informatik sind für die 187 Schüler, die am RoboCup-Qualifikationsturnier am Herbartgymnasium Oldenburg (HGO) teilnehmen, keine Fremdwörter. Ein gutes Zusammenspiel dieser Disziplinen ist notwendig, damit die selbst entwickelten Roboter die gestellten Aufgaben meistern können.

Im Wettkampf wird dazu in der Oldenburger Schulaula ein Rettungsszenario nachgestellt. Die kleinen Maschinen müssen innerhalb von acht Minuten ihr „Opfer“ finden und retten. Mit einer Fernbedienung lenken die Schüler ihre selbstgebauten Rettungsroboter einen vorgegebenen Pfad entlang. Am Ende wartet eine Dose, die das Opfer darstellt, auf Rettung. Kann die Büchse nach vorgegebenen Richtlinien in Sicherheit gebracht werden, erhalten die Schüler Punkte. In kleinen Teams haben sich diese zusammengeschlossen und treten in drei Kategorien, je nach Alter, gegeneinander an.

Drei Schulen organisieren

Die Sieger qualifizieren sich für die 15. Deutsche RoboCup-Junior-Meisterschaft in Magdeburg im April. Bei dieser werden die Kandidaten für die Weltmeisterschaft in China ermittelt. Im Vorjahr errang ein HGO-Team den dritten Platz im WM-Finale in Brasilien.

Zur Organisation des Turniers in Oldenburg schlossen sich das Herbartgymnasium Oldenburg, das Gymnasium Bad Zwischenahn/Edewecht und die Kooperative Gesamtschule Rastede zusammen. Gefördert wurde die Veranstaltung von Nordmetall und zahlreichen Sponsoren.

Zum zweitägigen Wettkampf kamen Teilnehmer von zehn Schulen. Von der Küste bis zu den Dammer Bergen waren viele Regionen vertreten. In AGs oder im Informatik- und Technikunterricht hatten die Schüler sich auf den Wettkampf vorbereitet.

Ein Schuljahr lang hat Lea Habekost (Gymnasium Damm) an ihrem Roboter gearbeitet. Auch in ihrer Freizeit interessiere sie sich für Technik und Informatik. Daher war für sie schnell klar, dass sie an der AG teilnehmen wollte, um einen Roboter zu bauen, erzählt die Schülerin. Hoffnung auf den Sieg in ihrer Altersklasse mache sie sich aber nicht, „es gibt hier Roboter, deren Technik einfach viel besser funktioniert“. Die Anfänger verwenden das LEGO-Mindstorms-System, die Fortgeschrittenen handelsübliche Technikkomponenten und Eigenkonstruktionen.

Interesse an Technik

„Der RoboCup fördert das technische Interesse und die Teamfähigkeit“, sagt Günter Tillmann, Schulleiter des Herbartgymnasium. Besonders schön sei es aber, zu sehen, mit wie viel Engagement die Schüler am Wettkampf teilnehmen, so Tillmann weiter.

Dass es auch im nächsten Jahr wieder einen RoboCup geben wird, ist sich Stefan Laudien vom Organisationsteam sicher.