• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Reha-Zentrum baut an seiner Zukunft

07.04.2018

Bad Zwischenahn Gleich zwei Redner bemühten am Freitagvormittag bei der Grundsteinlegung für die neue Onkologische Rehabilitation beim Reha-Zentrum am Meer den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe: Bernd Althusmann, Niedersächsischer Wirtschaftsminister und Architektin Eva-Maria Beische. „Am rechten Fleck solle ein Haus stehen, fest gegründet sein und vollkommen ausgeführt“ – so zitierten beide den Dichter und waren sich einig, dass all das auf den Bad Zwischenahner Neubau zutreffe.

neue Onkologie

Baubeginn: Oktober 2017, Fertigstellung voraussichtlich Herbst 2019

Volumen: Für 22 Millionen Euro entstehen auf 8500 Quadratmetern Bruttogrundfläche 70 neue Patientenzimmer, dazu Räume für Trainingstherapie, Besprechungsräume, Pflege- und Ärztezimmer, sowie eine Zentrale für die Verwaltung im Obergeschoss. Auch eine Sanierung der bestehenden Gebäude ist geplant.

Arbeitsplätze: Der Neubau soll rund 400 bestehende Arbeitsplätze langfristig sichern und 20 bis 30 neue Stellen schaffen.

Rund 200 geladene Gäste kamen zunächst ins Festzelt vor dem Strandcafé, wo sie von Gastgeber Norbert Hemken, Kurdirektor und Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft, empfangen wurden. „Mit 22 Millionen Euro ist der Neubau nicht nur ein Leuchtturmprojekt für die Region, sondern auch die größte Einzelinvestition der Kurbetriebsgesellschaft“, so Hemken. Möglich sei dies nur dank der Unterstützung der Gemeinde und des Aufsichtsrates der Gesellschaft – und dank der beteiligten Firmen.

Die besondere Bedeutung von Tourismus und Gesundheitswirtschaft für das Land hob Festredner Bernd Althusmann hervor. Die niedersächsischen Kurorte spielten in der ersten Bundesliga, und Bad Zwischenahn stelle ein besonderes Beispiel für die gelungene Verbindung von Gesundheit und Erholung dar. Dieser Erfolg sei natürlich Politik und Verwaltung zu verdanken, besonders aber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Reha-Zentrum und Kurbetriebsgesellschaft.

Bevor Hemken, Althusmann, Bürgermeister Arno Schilling und Aufsichtsratschef Wolfgang Mickelat eine mit vielen Erinnerungsstücken und einer aktuellen NWZ gefüllte Kupferrolle im Grundstein versenkten, gab es im Zelt noch eine kurzweilige Gesprächsrunde.

Ob Hemken angesichts der großen Investition noch ruhig schlafen könne, wollte Moderator und NWZ-Chefredakteur Lars Reckermann vom Kurdirektor wissen. Für ihn sei die Finanzierung ein Mittelstreckenlauf und kein Sprint, antwortete Sportler Hemken. Und angesichts der Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sei er sicher, die Kurbetriebsgesellschaft könne die notwendigen Kredite zurückzahlen.

Das klang auch in der Antwort von Jan Seeger, Vorstandsmitglied der AOK Niedersachsen, durch. Von diesem hatte Reckermann wissen wollen, ob denn Kassenpatienten auch sicher sein könnten, im Fall der Fälle die tolle neue Einrichtung auch wirklich in Anspruch nehmen zu können. Das versicherte Seeger und ergänzte, angesichts deutlich steigender Überlebensraten bei Krebserkrankungen sei eine Erweiterung der Plätze für die onkologische Rehabilitation besonders wichtig.

Die Weichenstellungen des früheren Kurdirektors Karl Benke seien es gewesen, so Wolfgang Mickelat, die den Wandel vom Moorheilbad zum modernen Reha-Zentrum eingeleitet hätten. Sein Leitsatz, die Kurbetriebsgesellschaft müsse der Zeit immer mindestens ein halbes Jahr voraus sein, gelte bis heute. „Bis über beide Ohren“ grinste Landrat Jörg Bensberg angesichts der positiven Entwicklung des Gesundheitsstandortes Ammerland – und auch Bürgermeister Arno Schilling konnte an der Entwicklung nichts Schlechtes sehen, obwohl ihn der Moderator darauf hinwies, dass er im Tausch „Neue Onkologie“ gegen „altes Wellenhallenbad“ ja wohl den Kürzeren gezogen habe. Bad Zwischenahn brauche eine gut aufgestellte Kurbetriebsgesellschaft und dafür sei es richtig gewesen, dass die Gemeinde Kurpark, Wandelhalle, Strandcafé und Bad übernommen habe.

Einen kurzen Einblick in die wichtigste Aufgabe des Reha-Zentrums gab Dr. Günter Dietz, ärztlicher Direktor des Reha-Zentrums am Meer. Natürlich würden hier kranke Patienten nicht immer wieder völlig gesund – vielmehr gehe es darum, mit viel „Handarbeit“ von allen Abteilungen bis in die Küche und zu den Reinigungskräften für eine Verbesserung des Befindens zu sorgen – und darum, durch Prävention Erkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen.


  Ein Video unter   www.nwzonline.de/videos 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
Rufen Sie mich an:
04403 9988 2630
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.