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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Kleiner Verein ist verschworene Gemeinschaft

03.12.2018

Bad Zwischenahn Mit der Versehrten-Sport-Gemeinschaft (VSG) Bad Zwischenahn feierte einer der kleinsten Vereine des Ammerlandes mit nur 26 Mitglieder am Wochenende sein 50-jähriges Jubiläum. Die 1. Vorsitzende Wilma Wähler erinnerte in ihrer Rede an die Anfänge des Vereins, der sich 1968 zeitgleich mit der Eröffnung des Hallenbades in Bad Zwischenahn konstituierte und sich ins Vereinsregister eintragen ließ.

Pastor Wilhelm Böhm, Fritz Schwengels und besonders Erwin Roeske waren die Männer der ersten Stunde. Behinderte und Kriegsversehrte sollten durch gezielte Bewegungen und Gymnastik zur körperlichen Ertüchtigung geführt werden. Das Hallenbad wurde rege genutzt und später kam auch noch das Kegeln hinzu. Zeitweise hatte der Verein 60 Mitglieder. Heute sind es noch 26 Mitglieder, davon drei Männer, die versuchen, fit durch den Alltag zu kommen. Die Altersstruktur bewegt sich zwischen 57 und 80 Jahre. Die Frauen geben den Ton an, Männer werden dringend gesucht.

Ursel Schomaker, seit sieben Jahren im Verein, berichtet von einem guten, harmonischen Klima untereinander: „Zickenkrieg ist für uns ein Fremdwort. Durch die Termine im Verein bekommt meine Woche Struktur und soziale Kontakte können gepflegt werden.“ Rosemarie Karger, die vor vier Jahren den Weg aus Frankfurt ins Ammerland gefunden hat, ist durch eine Annonce auf die VSG aufmerksam geworden: „Ich gehe vierzehntägig zum Kegeln im „Hof zu Oldenburg“. Wir haben viel Spaß und sind eine verschworene Gemeinschaft. Trotz unseres Alters sind „alle Neune“ bei jedem Wurf das Ziel. Aber man kann halt nicht immer treffen“, ergänzte sie mit einem Schmunzeln.

Als Gratulanten kamen unter anderem Pastor Christian Wöbcken, Bürgermeister Arno Schilling, Monika Wiemken vom Kreissportbund Ammerland, Helmut Hülsmann und Claus Ribken von der Erwin-Roeske-Stiftung, Jan Gustav Ahlers vom Behinderten Sportverband Niedersachsen. Alle Festredner unterstrichen ihre Bereitschaft, ob als Gemeinde, Sportbund, Sportverband dem kleinen Verein zu helfen. Gastgeschenke brachten deshalb das Gesicht des Kassierers Hans Hermann Meentzen mehr und mehr zum Strahlen. Trotz seines Todes 2004 ist der Name Erwin Roeske immer noch allgegenwärtig, denn ohne die stete und tatkräftige Unterstützung der Roeske-Stiftung wären für die VSG mit kleinen Mitgliedsbeiträgen viele Anschaffungen nicht möglich gewesen.

Gunda Deeken vom Theater des Heimatvereins Westerscheps rundete die Feier mit Sketchen auf Hochdeutsch und Platt ab. Wer sich für eine Mitgliedschaft interessiert erreicht die Vorsitzende per E-Mail an wilma.waehler@ewetel.net.

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