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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Segeln: Diese beiden sind auf einer Wellenlänge

31.07.2018

Bad Zwischenahn Strahlender Sonnenschein, keine Wolken am Himmel: Eigentlich lädt gerade dieses Wetter dazu ein, sich dem Sport an der frischen Luft zu widmen. Das hätten sicherlich auch die Segler am Montagvormittag auf dem Zwischenahner Meer gerne getan. Doch es wehte nur ein laues Lüftchen, dazu noch ungleichmäßig über das Binnengewässer verteilt. „Auch das gehört zu unserem Sport dazu“, sagt Rainer Berg und zuckt mit den Schultern. Der Start der Vorregatta zur internationalen Deutschen Meisterschaften der H-Jollen-Klasse beim Zwischenahner Segelklub musste also bis in den Mittag verschoben werden.

25 Zweierteams dabei

Gemeinsam mit Berg und seinem Vorschoter Axel Oetken warteten 24 weitere Zweierteams auf bessere Bedingungen, um den Dreieckskurs auf dem Zwischenahner Meer im Vorfeld der Titelkämpfe näher kennenzulernen. Neun Wettfahrten soll es von Dienstag bis Freitag geben, ehe der neue Titelträger feststeht. Berg und Oetken freuen sich auf die Regatta. „Wir mögen den sportlichen Anspruch. Hier gehen starke Teams an den Start, in der Top-Zwölf ist mit jedem zu rechnen“, sagt Berg. Er selbst peilt eine Platzierung unter den besten sechs Mannschaften an.

Der 55-jährige Berg ist der Steuermann der H-Jolle mit der Unterscheidungsnummer 2085 des ZSK Bad Zwischenahn. „Meine Aufgabe ist es, das Boot schnell zu halten“, erklärt der erfahrene Segler, der mit 22 Jahren seine erste Regatta absolvierte. Angefangen hatte der Zwischenahner noch als Vorschoter. Jetzt sorgt er dafür, dass das Rundboot Fahrt aufnimmt. 30 Kilometer pro Stunde könne die H-Jolle, die als die schnellste Jolle gilt, aufnehmen. „Das kann schonmal mächtig abgehen. Der sportliche Anspruch bei dieser Bootsklasse ist enorm hoch“, weiß der Steuermann.

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Axel Oetken

Alter: 41 Jahre

Erster Kontakt mit dem Segelsport: mit 11 Jahren in der Optiklasse, danach 505er, FUN und H-Jolle

Segelt H-Jolle: vierte Saison gemeinsam mit Rainer Berg, regelmäßige DM-Teilnahmen

Position: Vorschoter

Warum Segelsport?: „Weil es leise und schnell ist. Auf dem Wasser kann ich am besten entspannen, auch wenn der Job als Vorschoter schon sehr anstrengend ist.“

Ziel für die DM: unter die besten zehn Teams kommen.

Dafür, dass die Jolle die Topgeschwindigkeiten erreicht, ist auch Vorschoter Oetken verantwortlich. „Ich kümmere mich darum, dass die Jolle gerade bleibt. Nur ein aufrechtes Boot kann schnell sein“, betont der 41-Jährige. Damit das gelingt, hat er stets das Vorsegel und den Spinnaker, das bauchige, große Vorsegel, im Blick. „Dafür braucht man schon ordentlich Kraft und Ausdauer. Es gleicht von der Anstrengung her einem Marathon, auch wenn man das von außerhalb sicherlich nicht so einschätzen würde“, sagt Oetken und lacht.

Rainer Berg

Alter: 55 Jahre

Erster Kontakt mit dem Segelsport: mit 14 Jahren Segelschein gemacht

Segelt H-Jolle: erste Regatta auf der H-Jolle mit 22 Jahren, damals noch als Vorschoter

Position: Steuermann

Warum Segelsport?: „An der Luft mit dem Wind auf dem Wasser zu sein, ist großartig. Ich liebe den Wettkampf, den hohen sportliche Anspruch in dieser Bootsklasse. Zudem bin ich in Bad Zwischenahn groß geworden.“

Ziel für die DM: unter die besten sechs Teams kommen.

Wie eine Ehe

Richtig schnell kann das Boot aber nur werden, wenn Steuermann und Vorschoter richtig miteinander harmonieren. „Es ist wie eine gute Ehe“, scherzt Oetken. „Nur wenn man die Reaktionen des Partners genau kennt, kann man die H-Jolle schnell segeln. Dazu muss man auf einer Wellenlänge sein“, schiebt Steuermann Berg hinterher.

Die Kombination Berg/Oetken scheint bereits gut zu funktionieren. Die beiden Zwischenahner Segler gehen mittlerweile in ihre vierte Regatta-Saison und sind schon mehrmals bei Deutschen Meisterschaften gestartet. Dass der Heimvorteil ihnen in diesem Jahr die entscheidenden Pluspunkte bringen wird, glauben die beiden nicht. „Viele aus dem Teilnehmerfeld sind hier schon häufig gestartet. In dieser Klasse sind alle Segler so erfahren, die finden sich hier schnell wieder zurecht“, sagt Oetken.

Vorsitzender als Favorit

Berg hat zudem einen Geheimfavoriten. „Unser erster Vorsitzender Wilfried Schomäker und Christoph Glaubke sind sehr ambitioniert. Sie werden eine gute Rolle beim Kampf um den Titel spielen“, ist sich der ZSK-Steuermann sicher und traut dem mehrfachen Deutschen Meister den Sprung ganz oben auf das Siegerpodest zu. Zudem treten für den ZSK Liska und Ole Hinrichs sowie Ulf Burmeister gemeinsam mit Stefan Vormbaum (Arendsee Regattaverein) und Heiner Lahring mit Thomas-Maik John (Magdeburger Yacht-Club) an.

Auch das Duo Berg/Oetken träumt vom ganz großen Sprung. „Es ist natürlich alles abhängig von der Tagesform und dem Wind. Das wir Deutscher Meister werden, ist aber eher unwahrscheinlich“, witzelt Steuermann Berg.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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