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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Nichts rührt sich im Stadion

27.10.2017

Bad Zwischenahn „Das Stadion bleibt wo es ist“, mit diesem Satz fasste der Vorsitzende des Kultur- und Sportausschusses der Gemeinde, Wolfgang Mickelat, am Mittwochabend das Ergebnis der neuesten Beratung zur Zukunft des Bad Zwischenahner Stadions zusammen. Zu mehr als diesem Minimalkonsens konnten sich die Ausschussmitglieder aber auch nicht aufraffen. Dabei wird seit 2008 über die Zukunft des Stadions diskutiert.

Die Fakten

Die Gemeinde hat das 5,95 Hektar große Gelände auf Basis eines Erbbaurechts gepachtet, dieses läuft noch bis 2064. Neben dem Stadion und der Schützenwiese gehört zu der Fläche auch das Areal des Tennisvereins. Die Kosten für die Gemeinde liegen nach Angabe der Verwaltung bei circa 40 000 Euro im Jahr. Das Stadion wird täglich genutzt, die Auslastung könnte aber besser sein. Neben dem Tennisverein hat die Gemeinde auch einen Vertrag mit dem Motorsportclub (MSC) Bad Zwischenahn, der dort jährlich zwei Sandbahnrennen veranstalten kann. Das letzte Rennen fand allerdings vor zwei Jahren statt. Problematisch ist derzeit der Zugang zum Stadion und die Parkplatzsituation.

Die Vorschläge

Die Gemeindeverwaltung hatte dem Ausschuss vorgeschlagen, auf Basis eines Entwicklungskonzeptes aus dem Jahr 2009 eine Flutlichtanlage zu installieren. 2013 wurden dafür 60 000 Euro im Haushalt bereitgestellt, die immer noch zur Verfügung stehen. Das Fehlen einer Flutlichtanlage gilt als einer der Gründe, aus denen Fußballvereine das Stadion meiden. Das Stadion könnte zudem besser über die Straße am Delf erreichbar gemacht werden.

Die Fraktion die Zwischenahner hat den Antrag gestellt, den Standort in Rostrup zum Sportzentrum auszubauen und dort unter anderem auch eine Leichtathletikanlage zu errichten. Das Stadion in Bad Zwischenahn könne dafür aufgegeben werden.

Einen ähnlichen Vorschlag machte am Mittwoch auch Ludger Schlüter (Grüne). Er regte an, mit dem Eigentürmer der Stadionfläche über einen Kauf durch die Gemeinde zu verhandeln und die Fläche dann anders zu nutzen. Dem MSC solle gekündigt werden, der Tennisverein seine Flächen behalten.

Die Argumente

Gegen eine Flutlichtanlage sprach sich die CDU aus. Er habe große Bedenken gegen eines solche Investition, sagte Peter Kellermann-Schmidt. Es sei nicht sicher, dass das Stadion dadurch besser ausgelastet würde. Ein Umzug der Leichtathletik-Anlage nach Rostrup sei teuer und werde dort zu einer Verschärfung der Proteste der Nachbarschaft führen, mahnte Bürgermeister Schilling. Dort lägen die Sportstätten an einem reinen Wohngebiet, die neue Bebauung die bald ans Stadion angrenzen werde, befinde sich in einem Mischgebiet, in dem Lärm eher hingenommen werden müsse.

Für die Investition in Flutlicht konnte sich auch die SPD nicht begeistern, eine Aufgabe des Stadions komme aber für sie nicht in Frage, sagte Beate Logemann. Andererseits werde die Gemeinde das Stadion noch viele Jahre haben und müsse es in irgendeiner Form attraktiver machen. Einzig Edgar Autenrieb (Linke) plädierte dafür, das Stadion für relativ wenig Geld attraktiver zu machen und stimmte für das Flutlicht.

Das Ergebnis

Es wird (vorerst) keine Flutlichtanlage gebaut, auch weitere Änderungen wird es in nächster Zeit nicht geben. Die Gemeinde soll allerdings mit dem MSC darüber sprechen, ob dieser die Sandbahn künftig noch nutzen kann und will.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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