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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Horst Hollmann macht Schluss

18.01.2019

Bad Zwischenahn Als Horst Hollmann in den 1960er-Jahren ins Ammerland kam, war der erste Eindruck: „vb uViel weites Land. Hier ist die Erde eine Scheibe. Hier wirst du nicht alt.“ Was sollte ein bis dahin in Thüringen und im Sauerland Berge gewohnter Mensch auch anderes denken?

Doch er ist geblieben. Die Höhen hat sich der heute 76-Jährige einfach selbst aufgebaut. 51 Jahre hat er – seit Gründung der Abteilung – als Volleyball-Fachwart im VfL Bad Zwischenahn gewirkt. 18 Jahre lang war er – seit Gründung der Spielgemeinschaft der Männer aus VfL und TSG Westerstede – als Vorsitzender bei der VSG Ammerland tätig. In diesem Jahr hat er Schluss gemacht. Im Rückblick sagt der langjährige NWZ-Sportchef Hollmann: „Zum Glück ahnt am Anfang niemand, wieviel er dann in die Sache investiert.“

In den Jahrzehnten seit 1967 haben die Volleyballer alle Spielklassen zwischen Kreisklasse und Zweiter Bundesliga abgeklappert. Zuletzt spielten die VSG-Männer bis 2013 in der zweithöchsten deutschen Klasse. Die VfL-Frauen schafften Vergleichbares Ende der 70er-Jahre bis in die 80er hinein in der Regionalliga Nord. Das war unter der Bundesliga die zweithöchste Klasse mit Teams aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Berlin und Niedersachsen. Silke Meyer spielte noch als A-Nationalspielerin beim VfL, ehe der Deutsche Meister Bayern Lohhof sie kaperte.

Geteilte Nachfolge

Gleich zwei Nachfolger gibt es in der Volleyball-Leitung. Im VfL führt Diana Wolf als Fachwartin die Geschäfte.

Der bisherige Mannschaftsarzt Dr. Joachim Meyer-Holz ist jetzt stellvertretender Fachwart im VfL und gleichzeitig Vorsitzender in der VSG.

Mit den frühen sportlichen Erfolgen weitete sich der Aktionsradius. 1971 gab es eine Rundtour durch den Osten der USA mit Spielen in Chicago, Cincinnati, Milwaukee und anderen Städten. Dabei lernten die Ammerländer den US-Nationalspieler Bill Alles kennen, der danach zehn Jahre in Bad Zwischenahn spielte. 1980 flogen sie 40 000 Kilometer zu zwölf Spielen in Houston, Los Angeles, Mexiko-Stadt, Santo Domingo und wieder Chicago. Die Reiseplanungen entwickelten eine Eigendynamik. Es ging nach Frankreich, Skandinavien, Griechenland, in die Türkei, nach Tunesien, Marokko, Sri Lanka oder Malaysia.

Einmal stand die Abteilung jedoch vor einem Bruch. Der über irgendetwas nachhaltig verärgerte Fachwart erklärte dem damaligen Vorsitzenden Hans Albers seinen Rücktritt. „Den akzeptiere ich nicht!“ bekam er lapidar zur Antwort. Nach heftigem Streit erklärte Hollmann: „Wenn ihr mich nicht gehen lasst, bezahle ich keinen Beitrag mehr – dann müsst ihr mich rausschmeißen!” Da hatte er aber nicht mit der Cleverness des Vorsitzenden gerechnet. Der teilte ein paar Tage später mit: „Wir haben dich zum Ehrenmitglied ernannt – nun bist zu beitragsfrei.“ Ja, was blieb Hollmann dann noch übrig?

Doch nun soll wirklich Schluss sein. Lehnt sich der 76-Jährige nun entspannt im Sessel zurück oder verbessert sich im Cellospiel? Das wäre ein Stilbruch. Seit 16 Jahren spielt er Fußball mit dem VfL in der Ü-60-Liga. “Leider wird man beim Fußball etwas hüftsteif”, moniert er. Doch ob das wohl nur an der Sportart liegt?

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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