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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Entweder Flaute oder Sturm

17.10.2019

Bad Zwischenahn Pünktlich zum Ende der Wassersportsaison am 15. Oktober ist auf dem Zwischenahner Meer die Winterruhe eingekehrt. Auf Sommertaktung ist derzeit nur noch die Weisse Flotte unterwegs – allerdings auch nur noch bis zum Ende des Monats. Die Bootsvermieter Gerd Renken und Sohn Christian sowie die Segler des Zwischenahner Segelklubs (ZSK) haben ihre Boote zum größten Teil bereits aus dem Wasser geholt.

Nahezu alle ihre 71 Boote (31 Tret-, 29 Elektro-, sechs Segel- und fünf Ruderboote) haben Gerd und Christian Renken in der Bootshalle in Dreibergen eingelagert. Vater Renken spricht von einer Saison, die trotz schlechten Wetters im Mai und Oktober über dem Durchschnitt lag. Damit ist das Familienunternehmen durchaus zufrieden.

Eine ruhige Saison

70 Prozent des Umsatzes werden von Christian Renken am Kurpark erwirtschaftet und 30 Prozent vom Vater in Dreibergen, wo hauptsächlich die Hotelgäste und Segler-Stammgäste für den Umsatz sorgen. Sohn Christian spricht von einer ruhigen Saison ohne größere Zwischenfälle.

Erfreulich wirke sich die Neugestaltung des Kurparks aus, die für mehr Publikum sorge. Gleichzeitig habe der Einsatz der zwei neuen Mitarbeiter des Ordnungsamtes für deutlich weniger Vandalismus an den Booten gesorgt.

Ebenfalls erfreulich für Renken: Der Wasserstand des Meeres war in diesem Jahr nahezu durchgängig hoch genug, dass die Häfen per Boot jederzeit erreicht werden konnten. Auch das Bergen der Boote sei in diesem Jahr unproblematisch verlaufen – anders als 2018.

Investitionen in weitere Boote seien für 2020 nicht geplant, da sie erhöhte Personalkosten nach sich ziehen würden. Außerdem müsse bei Extremsituationen, wie einem Gewittersturm, die kurzfristige Bergung aller Boote gesichert sein.

Am 1. Mai 2020 feiert der Familienbetrieb 70-jähriges Firmen-Bestehen. Gerd Renken senior eröffnete 1950 in Dreibergen den ersten Bootsverleih am Meer und brachte 1971 die ersten Elektroboote zu Wasser. Der Beginn der ausstehenden Neugestaltung des Kurparks am Anleger, der Renkens massiv betreffen würde, wird sich wohl bis Herbst 2020 hinauszögern.

Auch im Hafen des ZSK herrschte in dieser Woche reges Treiben. Schiffseigner Werner Lüers bugsierte mit Hilfe seiner Vereinskollegen Hilmar Brunken und Oberkranführer Wolfgang Arweiler seinen Jollenkreuzer „Ingwer“ auf den Trailer. Der Name steht für Inge und Werner. Die drei Männer loben die Kameradschaft und gegenseitige Hilfsbereitschaft im Club, der etwa 190 Liegeplätze im Hafen hat.

Allerdings habe auch in diesem Jahr der niedrige Wasserstand bei den Seglern zu Problemen geführt. In Kombination mit der Versandung des Hafens seien Schiffe mit einem Festkiel über 1,10 Meter Länge oft in der Hafeneinfahrt hängen geblieben. Gleichzeitig könnten zum Saisonende Trailer manchmal nicht mehr tief genug unter das Boot geschoben werden, so dass das Herausholen erschwert würde.

Die Saison selbst bezeichnen die Männer als durchwachsen. Oft habe die Sonne geschienen, dann fehlte der Wind. Oder es sei bedeckt gewesen – mit intensivem Sturm. Hobbysegler würden da schnell an ihre Grenzen stoßen.

Anders hingegen ist die Situation bei der „Weissen Flotte“ der Reederei Herbert Ekkenga AG, da die drei Schiffe noch bis zum 31. Oktober in ihrem Sommerfahrplan verkehren.

Im November hingegen ruht der Verkehr dann ganz. Ab Dezember werden am Wochenende dann winterliche Fahrten angeboten. Weiterhin gibt es viele Sonderfahrten zu unterschiedlichen thematischen Anlässen (Advent, Weihnachten, Kohlfahrten). Frau Lid von der Reederei bewertete die Saison als durchwachsen bis gut ohne besondere Vorkommnisse. Im Vorjahr hätte die Rhodo in Westerstede noch für vermehrten Zulauf gesorgt.

80 000 Fahrgäste

Insgesamt habe man etwa 80 000 Gäste auf den Schiffen begrüßen können. Durch die Ausbaggerung der Anleger im letzten Jahr habe es in dieser Saison keine Probleme mit dem wechselnden Wasserstand gegeben. Sehr gut angenommen worden sei das Thema „Sommerkirche am Meer“ der Evangelischen Kirche, deren Lesungen gut besucht waren. Im neuen Jahr solle es deshalb bei dem bewährten Programm bleiben.

Die Winterpause endet in fünfeinhalb Monaten, am 1. April 2020, für alle Wassersportler auf dem Zwischenahner Meer.

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