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Sve Wiefelstede: Cross-Training macht diese Familie fit

25.11.2017

Bokel Single under, Pull ups, Burpees, Push ups, Russian Twists oder Kettlebell Snatch – wenn diese Wörter für Sie wie böhmische Dörfer klingen, dann haben Sie noch nie Cross-Training absolviert. Was vom Namen her vielleicht erstmal harmlos klingt, ist in Wirklichkeit schweißtreibend, beansprucht alle Muskelgruppe und fördert die Kondition.

Und genau aus diesen Gründen hat auch die Familie Meyer aus Bokel mit diesem Training begonnen. Der jüngste Sohn Tom absolvierte im heimischen Wohnzimmer vor dem Fernseher eine Art Zirkeltraining. Das war 2015. Was für einen damals 11-Jährigen im ersten Moment vielleicht seltsam klingt, ist bei den Meyers kein Grund, sich zu wundern. Stillsitzen ist bei der Familie nicht, denn die drei Kinder betreiben seit vielen Jahren erfolgreich Judo. Und auch Papa Andreas spielte früher leistungsmäßig Volleyball, trainiert seit zehn Jahren die Volleyball-Mannschaft in Wiefelstede.

Cross-Training

Trainiert wird dienstags von 20 bis 21.30 Uhr sowie donnerstags von 19 bis 20.30 Uhr. Wer Interesse an einem Probetraining hat, kann sich bei Andreas Meyer per E-Mail unter a.meyer@sve-wiefelstede oder unter Telefon   0 44 02/91 13 39 melden. Trainiert wird in der kleinen Turnhalle des SVE Wiefelstede, Am Breeden 9. Für Mitglieder ist der Kurs kostenlos.

Wettbewerb in Berlin

Im Sommer wurden Pia (18), Jan (16) und Andreas Meyer dann zur fittesten Familie Deutschlands. Denn die drei gewannen als Team das Finale der sogenannten 4XF Cross-Training-Games während der Deutschen Turnfest-Meisterschaften in Berlin. „Gesundheitlich bringt das Training viel. Irgendwann kommen ja so Wehwehchen, die sind dank des Trainings weg. Ich fühle mich jetzt fast als mit 40“, erläutert der 50-Jährige. Und auch seine Kinder profitieren vom Training: „Die drei müssen sich fit halten, da reicht das Judo-Training nicht mehr aus.“ Und so trat Andreas Meyer an den SVE Wiefelstede heran und gründete die Trainingsgruppe.

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Übungen holte sich Meyer anfangs aus dem Internet, vor einigen Tagen endete auch seine Fortbildung zum Trainer für dieses spezielle, funktionelle Training. „Das Training ist gut angekommen. Die Gruppe ist gemischt aus Anfängern, Fußballern und einigen anderen Sportlern“, erzählt Meyer.

„Judo und das Cross-Training profitieren voneinander. Beim Judo merke ich, dass ich mehr Kraft und Ausdauer habe. Bei beiden Sportarten ist die Belastung kurz, das hilft mir bei der Regeneration zwischen den Judo-Wettkämpfen“, erklärt Jan, der seit seinem sechsten Lebensjahr Judoka ist. Auch die im Judo so wichtigen Zug-Übungen können beim Cross-Training geübt werden, ergänzt Papa Andreas.

Kurz zusammengefasst ist das Training Gesundheitssport, nur eben ein bisschen extremer, sagen die vier Meyers. Dabei kann das Training in unterschiedlichen Arten und Weisen absolviert werden.

Beim AMRAP (as many reps as possible) gilt es, möglichst viele Runden mit festgelegten Übungen in einer bestimmten Zeit zu schaffen. Auch kann eine Art Zirkel aufgebaut werden. Dann wird 45 Sekunden lang die Übung absolviert, in 15 Sekunden wird die Station dann gewechselt. Und auch den Tabata-Modus gibt es: Hier wird eine Übung mit maximaler Power 20 Sekunden lang durchgezogen, dann kommen 10 Sekunden Pause – insgesamt acht Intervalle sind eingeplant.

Aufwärmen bereitet vor

Die Übungsstunde beginnt weitaus gemächlicher. Beim Aufwärmen wird die Vorbereitung für das Training getroffen. Es werden Ausfallschritte durch die Halle oder Hampelmänner gemacht – die Intensität ist dabei schon aufsteigend, erläutert Andreas Meyer. Im Hauptteil werden dann verschiedene Übungen wie Liegestütz, Klimmzüge, Kniebeugen oder Boxsprünge absolviert. Häufig kommen Gewichte in Form von sogenannten Kettlebells hinzu. Den Abschluss bildet ein kurzes Dehnen.

„Die Abwechselung macht das Training aus. Ich merke, dass meine allgemeine Fitness besser geworden ist“, erläutert Pia. Cross-Training ist dabei nicht nur für Sportler wie die Meyers geeignet. Da jeder die Übungen für sich individuell ausführen könne, sei das Training auch für Anfänger absolut geeignet, erläutert Trainer Andreas Meyer.

Qualifikation mit links

Auf die Anmeldung zu der Meisterschaft in Berlin im Juni ist die Familie durch Zufall gestoßen. Um sich zu qualifizieren, mussten sie ein bestimmtes Workout in einer bestimmten Zeit absolvieren und ihre Ergebnisse inklusive Beweis-Video einreichen. „Wir haben uns nicht besonders vorbereitet. Wenn die Gesamt-Fitness stimmt, dann schafft man die Übungen“, erinnert sich der 50-Jährige. Mit ihren guten Leistungen qualifizierten sich Pia, Jan und Andreas und reisten gemeinsam mit Tom, der fleißig Videos vom Wettbewerb drehte, nach Berlin. „Das Turnfest war schon etwas besonderes“, erinnert sich der 16-Jährige Jan.

Ob die fitteste Familie Deutschlands auch im kommenden Jahr wieder an einem Wettkampf teilnimmt, ist derzeit noch nicht klar. Dafür muss der Termin für die Wiefelsteder Familie einfach passen. Denn eigentlich sollte das Cross-Training für die Meyers ja nur eine Ergänzung zum Judo sein.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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