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Geburtstag: Der Kegelclub mit der kleinen Kanone

01.12.2016

Rastede Der Rasteder Kegelclub „Die Morgenröte“ weiß, wie man es so richtig krachen lässt. Damit sind nicht nur die Kegelabende im TCH Sport gemeint, wo die Kegelbrüder Woche für Woche „alle Neune“ werfen und die Kegel geräuschvoll auf die Bahn krachen lassen.

Deutlich lauter geht es zu, wenn sie im September das Ellernfest eröffnen. Dann feuern sie am Ellernteich aus einer kleinen Kanone traditionell und nicht überhörbar drei Schüsse ab.

So Feiert „Die Morgenröte“ ihren 90.

Der Rasteder Kegelclub „Die Morgenröte“ feiert 90. Geburtstag. Dazu treffen sich die Mitglieder an diesem Donnerstag, 1. Dezember, um 20 Uhr zum Jubiläumskegeln im TCH Sport in Rastede, Im Göhlen 5. Nach dem Ende des Wettkampfes sollen die Jubiläumskönige proklamiert werden.

Zum Jubiläumsmahl kommen die Kegelbrüder mit ihren Ehefrauen am Samstag, 3. Dezember, ab 19 Uhr im „Zollhaus“, Kleibroker Straße 139, zusammen.

In diesem Jahr hat der Kegelclub noch einen weiteren Grund, es krachen zu lassen: Er feiert 90-jähriges Bestehen. Damit ist er wohl der älteste noch bestehende Kegelclub in Rastede, sagt Jochen Oels. Der 77-Jährige ist seit Februar 1998 Kegelvater des Clubs und gibt anlässlich des runden Geburtstages einen Einblick in die Geschichte der „Morgenröte“.

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In der Früh heim kommen

Zuallererst ist da wohl die Herkunft des Namens zu erklären. „Der Name ,Morgenröte‘ entspricht dem Vorschlag einer Frau eines unserer Gründungskegelbrüder“, sagt Oels. Weil die Männer damals offenbar erst am frühen Morgen von den Kegelabenden nach Hause kamen, hatte die Frau die Idee mit der Morgenröte. Ein Vorschlag, der von den „Kegelbrüdern einstimmig angenommen“ wurde, weiß Oels.

Wer die Gruppe schon mal beim Ellernfest oder anderen Anlässen erlebt hat, weiß, dass die Männer auf ein einheitliches Auftreten achten. Dazu gehört an erster Stelle die „Morgenröte-Schleife“ in den Oldenburger Farben Blau und Rot, erzählt der Kegelvater. Graue Hose, weißes Hemd und ein dunkles Jackett komplettieren die Kleidung bei offiziellen Anlässen. Nicht fehlen darf darüber hinaus der schwarze Zylinder. Fällt einem der beim Kegeln denn nicht vom Kopf? „Nein, beim Kegeln wird der Zylinder natürlich abgelegt“, erklärt Oels.

Dann ist da noch die Geschichte mit dem Alter des Clubs. „Die Urzelle ist der am 31. Oktober 1919 im Brinker Hof ins Leben gerufene ,Montagskegelklub‘“, sagt Oels. Diesem war wegen der bereits 1920 spürbaren Inflation aber nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Im Februar 1922 wurden die Treffen eingestellt.

„Mit einsetzender wirtschaftlicher Erholung wurde dann von fünf alten Mitgliedern des ,Montagskegelklubs‘ und sechs anderen Rasteder Bürgern beschlossen, einen Wiederanfang zu wagen“, blickt der Kegelvater zurück.

Dies geschah am 1. Dezember 1926 auf der neu eröffneten Kegelbahn im „Hof von Oldenburg“ – heute vor genau 90 Jahren. Zu den Gründern gehörten Doktor Banse, Förster Hamer, Hofapotheker Tepe, Kaufmann Töpken und Postmeister Gramberg.

Heute gehören dem traditionsreichen Club 18 Mitglieder an – im Alter von 51 bis 88 Jahren. Neben Oels sind dies Uwe Albertzard, Günter Bakenhus, Uwe Böning, Hinrich Brader, Gert Helmers, Volker Hinrichs, Dirk Hobbensiefken, Rolf Horstmann, Klaus Köne, Dieter Krah, Torsten Maus, Ralf Menke, Willy Ott, Walter Steinhausen, Gerd-Hermann von Essen, Claas Wiemer und Edgar Zelle.

Ein väterlicher Freund

Und wie kommt man nun zur „Morgenröte“? „Man kann nicht einfach eintreten, wenn man will“, erklärt Oels und fügt hinzu: „Man muss aufgefordert werden.“ So sei es auch bei ihm gewesen – 1992.

Der damalige Kegelvater Heinz Meinardus sei für ihn schon immer ein väterlicher Freund gewesen. „Beim VfL Rastede bin ich als Junge bei ihm Turnen gewesen“, erinnert sich Oels. Über Meinardus entwickelte sich seit Beginn der 1980er Jahre die Verbundenheit zur Morgenröte.

Zu der Zeit war Oels aber noch bei der Marine tätig. Dem Kegelclub ermöglichte er 1981 sogar einen Besuch auf dem von ihm geführten Zerstörer „Bayern“. Nachdem Oels 1991 nach Wilhelmshaven versetzt wurde und sich in Rastede ansiedelte, kam die Morgenröte wieder auf ihn zu. „Jetzt kannst du dich nicht mehr rausreden“, habe Meinardus damals gesagt.

Machte Oels auch nicht und trat dem Club 1992 bei. 1998 beerbte er Meinardus als Kegelvater und will dieses Amt bis 2018 noch gerne weiter bekleiden – natürlich mit „Morgenröte-Schleife“ und Zylinder.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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