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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Ein Tank voll Bares für Kinder

21.08.2019

Edewecht Gestartet sind sie am Bodensee – das war am 27. Juli. Seitdem bilden sieben Durchfahrer den harten Kern der „Momoto“ um Steven Kaun (30) aus Plön. Die 24. Etappe der Tour, die in Flensburg enden wird, führte die Mofa-Enthusiasten nun nach Edewecht.

„Das Ziel ist, von Mofaclub zu Mofaclub zu fahren, sich zu vernetzen und dabei Geld für die Arche Deutschland zu sammeln“, erklärt Kaun, der Student ist und Semesterferien hat. Die Tour findet seit 2015 alle zwei Jahre statt. Wichtig dabei: „Wir unterstützen eine bundesweit tätige Organisation, die Tour geht schließlich durch ganz Deutschland.“

Etappe 25 von Edewecht nach Bremen

Keine Frage, dass sich auch die beiden Edewechter Mofaclubs „MF Tweetakt“ und „MF Knatterdüvels“ wieder an der Aktion beteiligen. Schon 2017 waren sie dabei. Nicht nur, dass sie dem Tross Unterschlupf gewährten und ihn am nächsten Tag auf seiner 25. Etappe nach Bremen begleiteten – die Edewechter hatten auch ordentlich die Werbetrommel gerührt, Spendendosen bei örtlichen Gewerbetreibenden aufgestellt und darüber hinaus bei Privatpersonen um Spenden gebeten.

Zu den Händlern, die für den Zweck gesammelt und gespendet hatten, gehört auch „Zweiräder & Nähmaschinen Holger Behrens“ an der Hauptstraße. Mit Blick auf die 20 Maschinchen vor seiner Tür schwelgt der Inhaber in Erinnerungen: „Wir haben die Dinger hier ja früher selbst verkauft – Puch, Hercules, Zündapp, Simson, Vespa – wer cool sein wollte, musste ’ne alte ’Puch N’ fahren. Außerdem konnte man die am besten tunen.“ Ute Behrens (52) über die Aktion: „Ich finde solche Sachen toll, das muss unterstützt werden.“

3000 Kilometer durch ganz Deutschland

2015 waren bei der Momoto 2000 Euro und 2017 schon 16 000 Euro zusammengekommen. Jetzt haben die Sammler, 600 Kilometer vor dem Ziel, schon 22 000 Euro im Tank. Das Geld ist übrigens zweckgebunden: „Kinder sollen davon Essen bekommen“, erklärt Jerk Nicolai von „MF Tweetakt“. Genauso wichtig: „Das Geld soll in voller Höhe da ankommen, wo es benötigt wird“, führt der 45-Jährige aus. Stichwort: Nachvollziehbarkeit.

Gemeinsam mit Tim Hedemann (39) von „MF Knatterdüvels“ hat sich Nicolai in Edewecht um alles gekümmert, damit der goldene Tank, der vor lauter Club-Aufklebern gar nicht mehr golden ist, auch in Edewecht weiter gefüllt wird. Am Ende der Tour, in Flensburg, werden insgesamt 1000 Mofa-Fahrer mitgereist sein – die meisten eine Etappe lang. Die längste: 164 Kilometer am Stück – in zwölf Stunden. „Von der kaputten Zündkerze bis hin zur kompletten Demontage eines Motors war alles dabei“, blickt Steven Kaun zurück. 2400 Kilometer liegen bereits hinter ihm.

Sicherheit steht ganz oben

Nach einem geselligen Abend in Osterscheps ging es über Nebenstraßen nach Bremen. „Die Sicherheit steht ganz oben“, sagt Jerk Nicolai. An zweiter Stelle: das Reisen selbst: „Es ist toll, die schönsten Ecken Deutschlands bei 25 km/h zu entdecken“, sagt Kaun. Bisher liegen der Schwarzwald und die Eifel vorn. Mal sehen, wie das Ammerland abschneidet.

In Edewecht selbst haben die Moped-Sammler stattliche 880 Euro zusammenbekommen.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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