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Kroate und Franzose – Liebe zum Fußball verbindet

14.07.2018

Edewecht /Oldenburg Frankreich gegen Kroatien – da war doch was? Richtig, das Halbfinale bei der Fußballweltmeisterschaft 1998. Mit viel Glück gewann trotz Überlegenheit der Kroaten Frankreich das Spiel im Pariser Stade de France mit 2:1. Der Franzose Jack Morin aus Edewecht und der Kroate Miroslav ­­(Miro) Martinec aus Oldenburg fiebern der Revanche am Sonntag entgegen. Das Endspiel der WM wird um 17 Uhr in Moskau angepfiffen.

Martinec wird das Spiel in seiner Kneipe, den Lindenkroog an der Oldenburger Lindenstraße, verfolgen, Morin in seinem Zuhause in Edewecht. Geboren wurde der Franzose, der eine Zeit lang Ratsherr der Grünen im Edewechter Gemeinderat war und sich heute stark in der Flüchtlingsarbeit engagiert, in Le Havre an der Seine-Mündung in der Normandie. Die Vereinsfarben von Le Havre AC, dem ersten französischen Fußballverein, sind seit 1891 Hell- und Dunkelblau, womit an die Universitäten von Oxford und Cambridge im Fußball- und Rugby-Mutterland England erinnert wird, aus dem noch bis 1897 die meisten aktiven Spieler des Vereins stammten.

Martinec wurde in Oldenburg geboren, hat aber einen kroatischen Pass, auf den er sehr stolz ist. Der 38-Jährige ist aus sportlicher Sicht kein unbeschriebenes Blatt, hat beim VTB Altjührden Handball gespielt und ist mit seiner Mannschaft in die Zweite Bundesliga aufgestiegen. Doch auch fußballerisch war er nicht unbegabt. Und so zog es ihn nach Berlin, wo er in der Regionalliga und Oberliga kickte. „Da gab’s mehr Geld zu verdienen“, räumt er ein. Seit drei Jahren ist er Pächter des Lindenkroogs, einer Fußballerkneipe mit hoher Affinität zu Werder Bremen und St. Pauli. Im Innern sind Leinwand und Beamer aufgebaut, draußen hängt ein Fernseher auf der Terrasse.

Jack Morin kam 1971 nach Deutschland. „Der Liebe wegen“, wie er erzählt. Seine Frau hatte der ehemalige Französisch- und Erdkundelehrer am Oldenburger Herbartgymnasium während der Ausbildung kennengelernt. Bei der WM hat er sich die interessanten Spiele angeschaut und natürlich alle der französischen Nationalmannschaft.

Beide erhoffen sich am Sonntag ein schönes Spiel, auch wenn sie wissen, dass Endspiele oft durch taktische Zwänge geprägt sind, die den Spielfluss hemmen. „Zwei technisch gute Mannschaften treffen aufeinander“, weiß Martinec. „Am Ende wird der unbedingte Siegeswille den Ausschlag geben“, gibt er seiner Hoffnung Ausdruck, dass Kroatien gewinnt.

Jack Morin gibt grundsätzlich keinen Tipp ab, wie er betont. „Da ist ein wenig Aberglaube dabei“, fügt er schmunzelnd hinzu. „Es ist möglich zu gewinnen, es ist möglich zu verlieren“, meint er augenzwinkernd. Oder um es mit Jürgen Wegmann zu sagen: „Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“

Wie auch immer, am Sonntag ist Premiere. Frankreich gegen Kroatien im Endspiel – das gab es noch nie.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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