• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Von der Leyen wird neue Kommissionspräsidentin
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 39 Minuten.

Abstimmung Im Eu-Parlament
Von der Leyen wird neue Kommissionspräsidentin

NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Dem Schweinchen ganz nah

17.10.2018

Edewecht Präzision, Konzentration und ein gutes Auge – das sind die Voraussetzungen, die man mitbringen sollte, um Boules zu spielen. „Und natürlich ganz viel Freude und Spaß, Lust mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und sich an der frischen Luft zu befinden“, fügt Heide Pyper lachend an. Die lebenslustige Rentnerin aus den Niederlanden ist zusammen mit ihrem Mann Eddie extra aus dem Nachbarland gekommen, um gemeinsam mit anderen Interessierten vor dem Rathaus in Edewecht auf der Boule-Bahn die Metallkugeln zu werfen.

Nach welchen Regeln wird Boule gespielt?

Beim Rathaus in Edewecht wird jeden Freitag geboult. Die Spieler treffen sich im Sommer um 14.30 Uhr, im Winter um 15 Uhr. Das Spiel dauert etwa zwei Stunden. Klassische Winter- oder Sommerpausen gibt es nicht. Nur bei bei starkem Regen, Sturm, großer Hitze oder Frost finden die Treffen nicht statt. Anfänger und Fortgeschrittene sind willkommen. Ein Einstieg ist für jeden Interessenten jederzeit möglich.

Boules-Regeln entsprechen denen des Pétanques. Zwei Teams treten gegeneinander an, bis die maximale Punktzahl 13 erreicht ist. Ziel ist es, mit der eigenen Kugel möglichst nahe ans Schweinchen („cochonnet“), einer kleinen roten Kugel, heran zuspielen. Zu Beginn werfen die Teams jeweils eine der farblich gekennzeichneten Kugeln. Die Mannschaft, deren Kugel weiter entfernt vom Schweinchen liegt, wirft so lange, bis eine Kugel näher am Ziel liegt oder alle Mannschaftsmitglieder ihre Kugeln geworfen haben. Dann ist die gegnerische Mannschaft an der Reihe. Für jede Kugel des eigenen Teams, die näher am Schweinchen liegt als die beste Kugel der anderen Mannschaft, gibt es einen Punkt. Pro Runde sind mindestens ein Punkt und maximal so viele Punkte zu erreichen wie die Anzahl der Kugeln eines Teams. Berührt eine Kugel die Bande, wird sie aus dem Spiel genommen. Das Berühren oder Wegschieben anderer Kugeln mit der eigenen ist erlaubt.

„Wir sind vor vier Jahren eher durch Zufall auf dieses Angebot gestoßen“, erinnert sich das Ehepaar. „Wir waren mit dem Wohnmobil unterwegs und andere Camper haben uns von dem Spiel erzählt. Da haben wir es auch versucht und fanden das Spiel und die Menschen hier in Edewecht so nett, dass wir immer wieder gern kommen“, berichten Heide Pyper lächelnd.

Mancher habe im Laufe der Jahre die Gruppe verlassen, neue Spieler seien hinzugekommen, so so Eddie Pyper. „Oft waren Urlauber dabei. Und manchmal hatten wir hier vier verschiedene Nationalitäten auf dem Platz.“.

Auch der Ablauf des Boule-Nachmittags sei immer wieder etwas anders. Zu Beginn hätte man zum Beispiel immer Kleinigkeiten zum Essen und Trinken mitgenommen. „Das haben wir seit etwa einem Jahr nicht mehr“, sagt Heidi Pyper. „Wir spielen jetzt konzentriert durch“, lacht sie. Das Boule-Spiele machen einfach sehr viel Spaß und die Stimmung sei hervorragend. „Es ist einfach toll hier“, so die Gäste aus den Niederlanden..

Ganz begeistert ist vom Boulen ist auch Wolfgang Müller. Der Edewechter entdeckte die Anlage bei einem Spaziergang und war so fasziniert von dem Sport, dass er erst einmal Fotos machte. „Ich komme gebürtig aus dem Sauerland und hatte vom Boules vorher noch nie etwas gehört.“ Nach anfänglicher Scheu versuchte er dann doch als Spieler sein Glück. „Boule ist ein klassischer Seniorensport“, sagt Müller. „Man benötigt Konzentration und Präzision. Gleichzeitig ist es eine angenehme Beschäftigung an der frischen Luft. Ich bin seit einem Jahr dabei und werde auf jeden Fall auch weiterhin kommen“, ist er sich sicher.

Diese Überzeugung teilt auch Jack Morin. Der gebürtige Franzose, der schon seit Jahrzehnten in Edewecht lebt, gehörte zu den Initiatoren des Boule-Projekts beim Rathaus. Er schwärmt ohnehin von dem französischen Nationalsport. „Wir spielen hier mit sehr viel Freude, aber auch möglichst genau nach den Regeln“, erklärt er. Und fügt lächelnd hinzu: „Die eigentliche sportliche Bezeichnung für das Spiel lautet Pétanque. Boules ist aber auch in Ordnung.“

Nur Boccia wolle er nicht als Bezeichnung hören. Die dort verwendeten Kugeln aus Kunststoff seien auf dem Platz nicht gerne gesehen. „Wir sind hier schwergewichtiger“, zwinkert er, konzentriert sich und platziert seine Metallkugel in unmittelbarer Nähe zum Ziel.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.