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Strategische Spiele sind ihr Ding

28.06.2018

Edewecht Bambus, Kreise und Schriftzeichen. Vier Winde, drei Drachen, Joker und Blumenziegel: Wer zum ersten Mal das wöchentliche Treffen der Deutschen Mah-Jongg-Liga in Edewecht besucht, ist zuerst überrascht – und gleich danach fasziniert. Denn wenn die Spielsteine, die Ziegel genannt werden, erst einmal für das Spiel auf den Tischen verteilt werden, wird das Auge von einem bemalten Stein zum nächsten gezogen.

Und dann geht es los: Die 144 Ziegel werden gemischt und an die vier Spieler verteilt. Jeder erhält 13 Ziegel, der Spieler, der beginnt, darf 14 ziehen. Danach wird reihum gezogen und abgelegt.

„Ähnlich wie beim Rommé“, erklärt Elke Pünjer, 2. Vorsitzende der Liga, lächelnd. Auch die Idee, mit den eigenen Ziegeln bestimmte Kombinationen zu erreichen – also aufeinander folgende Zeichen oder gleiche Farben – sei ähnlich. „Nur ist das Gesamtsystem eben komplexer, die Kombinationen fast unendlich wandelbar und das Punktsystem anders“, so Kassenwartin Monika Jenjahn. „Aber man sollte davor keine Angst haben“, weiß sie aus Erfahrung. Wenn man sich erst einmal mit Mah-Jongg beschäftige, habe man sehr schnell kleine Erfolge beim Erkennen von Mustern und dem Auslegen der Kombinationen. „Mich fasziniert immer wieder, wie anders jedes Spiel ist und welch unterschiedliche Spielweise die Mitspieler haben“, schwärmt Jenjahn.

In Deutschland sei das „Strategiespiel mit kleiner Glückskomponente“ noch keine anerkannte Sportart, bedauert die begeisterte Spielerin. Anders sieht dies in China, dem Geburtsland des Mah-Jongg, aus. Dort wurde das Spiel 1998 offiziell als Sportart anerkannt. Der Versuch, die Spieler weltweit zusammenzubringen, wurde durch die im Oktober 2002 durchgeführte Weltmeisterschaft in Tokyo erfolgreich begonnen.

Die WM wurde nach der offiziellen chinesischen Regel gespielt, die sich damit als Wettkampfregel für derartige Turniere durchgesetzt hat. Daneben gibt es jedoch weiterhin zahlreiche Spielvariationen: die chinesischen, japanischen und amerikanischen Spielweisen, europäische Formen – und letztlich die vielen privaten „Familienregeln“, die sich aufgrund fehlender Standards etabliert haben.

Wettbewerbe finden auch hierzulande zahlreiche statt. „Ende Juli richten wir zum Beispiel die Deutsche Meisterschaft in der Internationalen Variante aus“, erzählt Elke Pünjer. Dort werden dann Spieler aus sieben verschiedenen europäischen Nationen ihr Können zeigen. „Und Ende Oktober findet hier in Edewecht im Gasthof „Am Markt“ das Doppelturnier statt“, ergänzt Jenjahn. Dann werde an zwei Tagen in zwei Varianten Mah-Jongg gespielt. Auch das Sommerfest für Jedermann finde noch statt. Anfang August möchte man gemeinsam in Ocholt feiern. „Wir sind also ganz aktiv“, lachen die beiden Spielerinnen.

Damit schlagen sie auch gleich den Bogen zu ihrem großen Anliegen: „Wir würden uns sehr über weitere Spieler freuen“, laden sie ein. „Man muss nicht spielen können, um dabei zu sein. Bei Interesse kann man einfach unverbindlich vorbeischauen und einfach nur gucken, uns fragen oder mitmachen“, sagt Pünjer. „Wir haben hier auch keinen Vereins- oder Wettbewerbszwang. Wer kommt, der kommt“, ergänzt sie.

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