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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Flugzeug-Exoten über dem Ammerland

19.07.2019

Felde Nur 297 Flugzeuge des Typs Cessna T303 Crusader wurden zwischen 1981 und 1986 gebaut. Eines von 21 in Deutschland fliegenden Exemplaren gehört Rolf Vahlenkamp, dem Betreiber des Flugplatzes in Felde. Vom 6. bis 8. September findet dort ein großes T303-Treffen statt. 15 Teilnehmer aus Europa haben sich bereits angemeldet.

Das US-amerikanische Fabrikat wurde einst als klassisches Geschäftsflugzeug konzipiert. Es verfügt über sechs Sitze, eine geräumige Kabine, eine Treppe und zwei 250 PS starke Motoren. „Das ist natürlich deutlich sicherer als die kleineren Einmotorigen“, sagt Vahlenkamp, der seine Liebe fürs Fliegen 1978 in einer Bundeswehrsportgruppe entdeckt hat. Denn: „Selbst wenn ein Motor ausfällt, ist die Maschine gar nicht so viel langsamer und kann immer noch bis zu 1000 Fuß (rund 300 Meter) pro Minute steigen.“

Von Westerstede bis nach San Francisco

Seine eigene T303 Crusader wurde 1981 gebaut und ist trotz ihrer 38 Jahre noch kein Oldtimer. „So bezeichnen wir nur Maschinen, die vorm zweiten Krieg bis in die 40er Jahre hinein gebaut wurden“, sagt Vahlenkamp. 100 Liter Benzin verbraucht die Maschine während einer Flugstunde, in der sie bis zu 363 Kilometer zurücklegen kann.

Es klingt zwar unmöglich, aber mit einer Reichweite von 2000 Kilometern ist das Flugzeug sogar in der Lage, den Atlantik zu überqueren – mit Zwischenstopps natürlich. „Meine weiteste Tour war mal bis nach San Francisco“, erinnert sich Rolf Vahlenkamp. Mit Landungen in Schottland, Island, auf Grönland und in Kanada, davon zwei Übernachtungspausen. Rund 160 000 Euro muss man hinblättern, um eine gute T303 zu erstehen. „Die neueren Modelle sind zu teuer“, sagt Vahlenkamp. „Eine neue Cessna Cirrus kostet um die 900 000 Euro.“

Die T303: „Ein bildschönes Flugzeug“

Insbesondere die Kurzstarteigenschaften zeichnen die zweimotorige Cessna T303 Crusader aus, was ideal ist für die 600 Meter lange Startbahn am Schloss Köhlmoor in Felde. Insgesamt 40 kleinere Flugzeuge sind dort in den Hallen vor Ort untergebracht – darunter eine weitere T303. „Eine 250-Meter-Bahn würde für das Flugzeug wohl schon ausreichen“, erklärt der 78-Jährige die Vorzüge seiner Propellermaschine und ergänzt: „Es ist ein bildschönes Flugzeug, das zudem sehr geräumig ist.“ Der Unternehmer Vahlenkamp nutzt seine Maschine fast ausschließlich privat. „Für mich ist das Ausspannen“, sagt er, „und das mache ich oft – dann bin ich weg von allem“.

Und wie kam es zu der Idee, ein T303-Treffen in Felde zu organisieren? „Cessna-Treffen gibt es eigentlich jedes Jahr“, sagt Vahlenlamp, „aber im letzten Jahr gab es eines, an dem nur T303-Besitzer teilgenommen haben“. Zehn Maschinen seien dort gewesen und die Leute eben ein besonderer Kreis von Liebhabern. Im September werden Gäste aus Holland, Frankreich, Deutschland und Österreich erwartet.

Kleine Cessna-Messe in Felde

Dabei sind die Gegensätze durchaus groß. „Einer aus Wien ist dabei, der fliegt eine Crusader, die noch im Urzustand ist, wie er sie damals aus den USA abgeholt hat“, weiß der Unternehmer. An den meisten anderen T303 wurden im Laufe der Jahre schon Modifizierungen vorgenommen, etwa der Wechsel des Autopiloten oder des GPS-Systems.

Ein anderes Flugzeug, das zu sehen sein wird, ist eine T303, die komplett überarbeitet wurde, von der Lackierung bis hin zum Interieur. „Man muss sich das Treffen wie eine kleine Cessna-Messe vorstellen“, beschreibt der Felder. „Es sind zum Beispiel Avioniker da, die Neuheiten vorstellen, oder auch von der Porta-Werft, bei der die meisten der Flugzeuge gewartet werden.“ Ansonsten werde viel gefachsimpelt. „Man geht von einem Flugzeug zum anderen und jeder weiß was anderes.“

Die Anreise ist am Freitag, 6. September. Für den Samstag ist ein gemeinsamer Ausflug geplant, bevor sich am Sonntag, 8. September, nach dem Frühstück, die Wege der Teilnehmer wieder trennen. Natürlich sind auch andere Cessna-Flieger sowie Interessierte eingeladen, dem Treffen beizuwohnen, doch der buchstäbliche Ausflug am Samstag ist nur den T303-Piloten vorbehalten. „Wo es hingeht, verrate ich nicht, das ist geheim“, sagt Vahlenkamp. Piloten, die dabei sein möchten, können sich unter info@flugplatz-westerstede-felde.de anmelden.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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