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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Auf Du und Du mit den Weltstars

10.10.2017

Friedrichsfehn Stolz blickt Günter Hettmann immer wieder gerne auf seine Badminton-Ecke, die er sich im Treppenhaus in Richtung Keller eingerichtet hat. Fein säuberlich hat er dort seine Schätze verwahrt: Bilder und Urkunden von Teilnahmen an Welt-, Europa- oder Deutschen Meisterschaften hängen dort. Der Ammerländer Badmintonschiedsrichter ist viel herumgekommen und seines Amtes noch lange nicht müde.

„Ich kann es jederzeit nur jedem anderen raten. Es macht einfach Spaß. Man kommt viel herum und lernt viele tolle Menschen kennen“, sagt der 67-Jährige, der in Friedrichsfehn wohnt.

Seit seiner Schiedsrichterprüfung im Jahr 1985 hat Hettmann mehr als 300 Einsätze als Schiedsrichter und 100 als Linienrichter bei internationalen Turnieren gesammelt. Dabei war er unter anderem in Tallin, Rom, Madrid, Kopenhagen, Oslo, Odense oder Uppsala ganz nah dran an den Großen des Badmintonsports.

Viele Spitzenspieler aus der Bundesliga hat er kennen und schätzen gelernt. Auch den Umgang mit den internationalen Weltstars scheut er nicht. „Auch der Weltmeister Viktor Axelsen oder die Spitzenspieler Carolina Marin, Lin Dan oder Lee Chong Wei sind ganz normale Typen, die freundlich grüßen“, weiß Hettmann zu berichten.

Zum Badmintonsport kam Hettmann eher über Umwege. Als ihn eine Fußverletzung zwang, mit dem Fußball aufzuhören, kam er eher zufällig zum Badminton. Die Abteilung beim TuS Bloherfelde war neu und Hettmann startete dort in der zweiten Mannschaft. Nach seinem Umzug nach Friedrichsfehn half er auch dort im Verein mit, eine Badmintonsparte aufzubauen.

„Damit wir als Verein keine Strafen zahlen mussten, weil wir keine Schiedsrichter stellen konnten, habe ich eben den Schiedsrichterschein gemacht“, erinnert sich Hettmann. Das war im Jahr 1985. Zehn Jahre später saß er bei seinem ersten Einsatz bei einer Deutschen Meisterschaft in Hannover im Schiedsrichterstuhl. „Dort habe ich gemerkt, dass ,schiedsen’ auf dem hohen Niveau viel mehr Spaß macht“, sagt Hettmann mit einem Lachen. Mittlerweile kommt er auf 24 Teilnahmen als Offizieller bei einer DM.

Heute, zwölf Jahre später, ist der Friedrichsfehner ein etablierter Schiedsrichter in der Deutschland. Bei rund zehn Einsätzen in der ersten und zweiten Bundesliga sowie auf zehn internationalen Turnieren pro Jahr leitet Hettmann Spiele. Für seinen Einsatz erhielt der 67-Jährige zuletzt auch vom Niedersächsischen Badmintonverband die goldene Ehrennadel verliehen.

Ein Zeichen, in Zukunft kürzer zu treten, ist dies für den Ammerländer nicht. „Ich bleibe dabei, solange meine Gesundheit mitspielt und ich Spaß daran habe“, sagt Hettmann mit einem Lachen. Und sein Einsatzplan ist vollgepackt. In der übernächsten Woche steht er in Odense bei den Danish Open an der Linie.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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