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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

SVF wird Speerwerfer vermissen

01.07.2019

Friedrichsfehn Schon mit 19 Jahren hat sich Tilman Decker zu einer wichtigen Stütze in der Leichtathletik-Sparte des SV Friedrichsfehn entwickelt. In Zukunft müssen die Ammerländer aber vorerst ohne den engagierten Speerwerfer auskommen. Den vom Leichtathletik-Kreis Ammerland-Friesland gekürten Leichtathleten des Jahres 2017 zieht es studienbedingt nach Köln.

Der 19-Jährige wird ein duales Studium bei der Deutschen Bahn beginnen. „Das wird natürlich eine schwierige Aufgabe. Ich hoffe allerdings, dass der Sport nicht komplett auf der Strecke bleibt“, sagt Decker, der neben der Leichtathletik auch Fußball spielt und beim Darts aktiv ist. „Wenn man weniger Zeit hat, ist eine Einzelsportart natürlich einfacher zu planen, als eine Teamsportart. Wenn es mit der Leichtathletik weiterhin klappt, wäre das natürlich super“, sagt Decker, der zuletzt bei den Landesmeisterschaften in der Männerklasse mit 45,30 Metern beim Speerwurf den sechsten Platz erreichte.

Doch nicht nur als Leichtathlet, sondern auch als Trainer, Organisator, Motivator und Wettkampfbegleiter wird Decker dem Verein fehlen. „Es haben einfach die Trainer im Verein gefehlt. Da bin ich spontan eingesprungen und es hat sofort Spaß gemacht“, erinnert sich der 19-Jährige an den Beginn seiner Tätigkeit: „Erst lief es schleppend an, aber langsam haben wir das Niveau konstant auf acht bis zehn Leute pro Training zusammen bekommen.“

Lob für sein Engagement erhielt Decker, der seit seinem sechsten Lebensjahr beim SV Friedrichsfehn aktiv ist und schnell Erfolge im Mehrkampf auf Kreis- und Regionsebene feiern konnte, auch vom SVF-Leichtathletik-Spartenleiter Jens Beintken: „Tilman war immer Teil der Gruppe und hat sich für ein gutes Miteinander, aber auch für sportliche Erfolge eingesetzt. Es war auch sein Verdienst, dass die Athleten nach dem Entwachsen aus den Kindergruppen der Leichtathletik bei uns treu geblieben sind.“

Ganz auf Decker müssen die Friedrichsfehner Leichtathleten aber nicht verzichten. „Durch das Studium bei der Bahn kann ich immer wieder schnell in die Heimat kommen. Wenn es zeitlich passt, würde ich natürlich bei den Landesmeisterschaften für die Mannschaften im September dabei sein“, sagt Tilman Decker.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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