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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Sie engagieren sich für andere

22.11.2018

Gristede Bürgermeister Jörg Pieper hielt es in Gristede mit Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Das beweisen die vielen ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde Wiefelstede stets aufs Neue. Dreien von ihnen sagte die Gemeinde am Dienstagabend im „Gristeder Hof“ wie in jedem Jahr Danke für ihr besonderes Engagement: Helmut Bollmann, Egon Kaiser und Bianca Cordes. Für Musik sorgte das Duo „Intermezzo“ aus Edewecht.

Seit 2002 ehrt die Gemeinde jährlich besonders verdiente Ehrenamtliche in einer extra anberaumten Feierstunde – stets im Beisein von Vertretern des Verwaltungsausschusses und der Gemeindeverwaltung sowie dem Bürgermeister und seinen Stellvertretern. Vorgeschlagen werden die zu Ehrenden von Vereinen und Institutionen. Der Verwaltungsausschuss entscheidet dann darüber, wer geehrt werden soll. So stellen die, die die Vorschläge machen, denn auch die Laudatoren.

Bianca Cordes

„Ohne Mitarbeitende wie Dich wäre unser kirchliches Leben viel ärmer“, wandte sich Kreisjugenddiakonin Evelyn Nell für die Kirchengemeinde Wiefelstede und für die Evangelische Jugend Oldenburg (EJO) an die 17-jährige Schülerin Bianca Cordes. Die Wiefelstederin engagiert sich bereits seit zehn Jahren in der Kirchengemeinde Wiefelstede, wuchs über Kinderkirche, Kinder- und Jugendchor, Krippenspiele und die Konfirmandenzeit in die Jugendarbeit hinein.  Mit ihr wird erstmals eine Jugendliche von der Gemeinde im Rahmen dieser Veranstaltung für ihr besonderes Engagement im Ehrenamt geehrt.

„Dir geht es nicht darum, im Mittelpunkt zu stehen, dir sind die Gemeinschaft und eine gute Atmosphäre in der Gruppe wichtiger“, machte Nell deutlich, dass die 17-Jährige mittlerweile auch die Jugendleiterschulung absolviert hat und ausgebildet ist, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Aktuell ist sie beteiligt, die nächste Mitarbeitergeneration auszubilden. „Du stehst zu unserem ,Verein’, der evangelischen Kirche, auch wenn unser Ruf wohl nicht immer so super ist“, lobte Nell die Wiefelstederin auch als „tolle Ehrenamtliche, die „sich begeistern lässt und auch andere mit ihrer Begeisterung ansteckt.“

Helmut Bollmann

Sein Opa Hermann hatte den Pfeifenklub „Einigkeit“ Ofenerfeld 1902 mit gegründet, auch sein Vater – er hieß ebenfalls Hermann – war 40 Jahre lang Mitglied. Helmut Bollmann ist nun schon seit 61 Jahren dabei. „Die Bollmanns sind quasi die 116-jährige Seele des Klubs“, stellte Laudator Lutz Helm als „Einigkeit“-Vorsitzender in seiner Laudatio fest. Von Beginn sei der heute 81-Jährige intensiv und als helfende Hand an den Aktivitäten des Vereins beteiligt gewesen – ohne übrigens je geraucht zu haben. Bis heute nimmt er regelmäßig an den Versammlungen teil – und lockert sie mit kurzen Anekdoten und Geschichten aus früheren Zeiten meist auf Plattdeutsch auf.

Noch heute ist er federführend beim Erntekronebinden dabei und engagiert sich auch außerhalb des Klubs. So war er vor Jahren gemeinsam mit Kurt Gorzel als Nikolaus und Knecht Ruprecht beim jährlichen Metjendorfer Nikolausmarkt unterwegs. Auch am Aufbau des Vereins „Begegnungsstätte Heinrich Kunst“ und der Gestaltung des Heini-Kunst-Hauses war er beteiligt und ist nach wie vor im Verein engagiert, ebenso in der Altersabteilung der Metjendorfer Wehr und in ihrem Förderverein – und ist „zu jeder Zeit für jeden Spaß und jeden Scherz zu haben“.

Egon Kaiser

Der Name Egon Kaiser ist vor allem eng verbunden mit dem SSV Gristede. Er ist Gründungsmitglied und war von 1978 bis ’84 sowie von ’88 bis 2001 auch Vorsitzender, stellte Laudator Dirk Brunßen, Geschäftsführer des SSV, fest. In die zweite Amtsperiode fiel der Bau der Gristeder Sporthalle, die – so Brunßen – „aufgrund seines großen Engagements eigentlich ,Egon-Kaiser-Halle’ heißen müsste.“ Der Gristeder setzte sich aufgrund der jahrelangen Probleme im Fußballsport „nachdrücklich und vorbildlich“ für die Gründung der Fußballspielgemeinschaft mit dem benachbarten TV Elmendorf ein und wurde 2001 auch deren Abteilungsleiter – und blieb es bis 2013. 2009 wurde Kaiser zum 2. Vorsitzenden des Sportkeglerverbandes Ammerland gewählt, wurde 2011 auch 1. Vorsitzender und gab das Amt 2016 wieder ab: Der Vorstand wollte seine angedachte Förderung des Jugendkegelns zur Nachwuchsgewinnung nicht mittragen. Im selben Jahr organisierte er für den SSV Ferienpassaktionen auf Kegelbahnen in vier Ammerland-Gemeinden – und 15 Jugendliche wollten danach weiter mitmachen. Sie traten – manchmal mit ihren Eltern – in den SSV ein, lobte Brunßen einen „Ideengeber, der sich selbst für keine Arbeit zu schade ist.“

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