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Kickern: In Husbäke kommt der Ball auf den Tisch

18.02.2016

Husbäke Auf dem Tisch ein halb leeres Bier, lautes Gegröle bei Toren und das alles unter dem Schein einer trüben Kneipenfunzel – so stellt man sich eine typische Tischkicker-Szene vor. Bei der TSG-Husbäke läuft es dagegen ganz anders ab. Hier ist das Tischkickern nicht nur ein Kneipenhobby, sondern ein richtiger Sport.

Angefangen hat das Ganze vor rund zehn Jahren in einem Keller mit einem einfachen Kickertisch. „Professionell“ ist der Verein seit etwa fünf Jahren. Im Moment stehen die Husbäker auf dem vierten Tabellenplatz der Bezirksliga – die Saison hat aber auch eben erst wieder begonnen. „Wir blicken aber nach oben“, sagt Mannschaftskapitän Manfred Reuhs. Zwölf Tischkicker gibt es bei der TSG, die jeden Dienstag zum Training zusammen kommen.

Der Unterschied zwischen Kneipe und Liga-Betrieb macht sich zuerst am Spielgerät bemerkbar. Die Spieltische wiegen 80 Kilo, damit sie nicht so schnell verschoben werden. Die Kugellager an den Stangen laufen merklich besser, die Spielfiguren haben einen ganz anderen Schwerpunkt und über den Tischen ist eine Lampe montiert. Für so ein Profi-Gerät kommen dann auch mehr als 1000 Euro zusammen.

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Aber solche Tische braucht es auch. Nicht nur, dass der Tischkicker vom Baumarkt gar nicht für den Liga-Betrieb zugelassen ist – mit den hochwertigen Tischen eröffnen sich auch ganz Möglichkeiten. „Auf Kneipentischen wird gebolzt, hier wird richtig gespielt“, erklärt Reuhs.

Um unter den Profis erfolgreich zu sein, bedarf es vor allem der richtigen Technik. Die Stangen mit den Figuren einfach in einer Tour drehen zu lassen ist natürlich verboten. Aber: „Einmal Rollen ist erlaubt“, sagt Jürgen Wempe.

Um kurz vorm gegnerischen Tor ordentlich Schwung auf den Ball zu kriegen gibt es daher zwei Methoden: Die „Jet-Methode“, bei der der Unterarm am Griff entlang gezogen wird, oder der „Pin-Shot", bei dem der Griff in der Hand gedreht wird. Aber erst einmal muss der Ball nach vorne zur Stürmerreihe gebracht werden. Ist das gegnerische Mittelfeld erst überwunden und gelingt es dann nicht, den Ball mit den eigenen Spielern einzufangen, ist das „schrecklich“, wie Wempe sagt.

Konzentration ist der Schlüssel zum Erfolg. „Mentale Stärke ist sehr wichtig. Man muss konzentriert bleiben, immer die gleichen Lücken beim Gegner nutzen – das ist die hohe Kunst“, sagt Reuhs. Eine konstant gute Leistung sei wichtig. In den höheren Ligen würden viele Spiele mit nur einem Tor Unterschied entschieden.

Der Reiz an der Sache: „Der Gegner steht einem direkt gegenüber. Das kann einen auch aus der Fassung bringen“, sagt Reuhs. „Das hat was von Pokern.“ Um bei all der Spannung mit schweißnassen Händen nicht den Grip zu verlieren, helfen die Spieler mit Handschuhen nach oder benutzen Wickel, wie man sie von Tennisschlägern kennt.

Große Titel konnten die Husbäker mit ihrem Tischsport noch nicht einfahren. „Wir sind nur Meister der Herzen geworden“, sagt Reuhs und lacht. Aber vielleicht spielt Husbäke ja doch eines Tages in der Bundesliga.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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