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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Dorfentwicklung In Edewecht: Viele Vereine und zu wenig Platz

15.04.2019

Klein Scharrel 1200 Menschen wohnen in Klein Scharrel. Bis zur Jahrtausendwende waren es noch 800, seit der Fertigstellung des Neubaugebiets „Am Scharrelsberg“ sind noch einmal rund 400 hinzugekommen. Grundsätzlich sind die Klein Scharreler ganz zufrieden mit ihrem Dorf, auch wenn es weder Kneipe noch Supermarkt oder Kita gibt.

Im Rahmen des Dorfentwicklungsplanung für die Dorfregion „Edewecht-Ost“ haben sich 20 Bürgerinnen und Bürger im Sportlergebäude mit Rolf Torkel von der Gemeindeverwaltung und dem Planungsbüro NWP eine Bestandsaufnahme Klein Scharrels vorgenommen und das Potenzial für die Zukunft diskutiert.

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„Am wichtigsten ist den Menschen hier das Ländliche, also das Leben auf dem Land“, sagt Paula Wachtmeester, Vorsitzende des Ortsvereins. Damit verbunden ist die Ruhe ein wichtiges Argument für das Leben in Klein Scharrel. Und dennoch gibt es immer einen Grund zum Feiern, weiß Wachtmeester aus eigener Erfahrung: „Hier wird alles eingeweiht“, erzählt sie, „das neue Auto des Nachbarn, der neue Carport – als die Nachbarn irgendwann kamen, um den Wohnzimmerschrank einzuweihen, dachte ich: So, jetzt reicht es allmählich“. Sie lacht.

Hinzu kommen weitere Gründe, warum das Leben in Klein Scharrel so lebenswert ist, zum, Beispiel die gute Verkehrsanbindung nach Oldenburg, „aber auch die Querverbindungen nach Edewecht und Bad Zwischenahn sowie die Autobahn-Verbindung nach Wardenburg sind gut“, meint Ortsvereins-Mitglied Dieter Wachtmeester.

Doch das ist nicht alles: Es gibt viele tolle Veranstaltungen, sind sich die Klein Scharreler bewusst, außerdem seien die Grundstücks- und Hauspreise noch relativ moderat.

Was macht Klein Scharrel so besonders?

Die meisten Bürgerinnen und Bürger schätzen das aktive Vereinsleben im Dorf, und das schließt auch die gute Jugendarbeit bei den Schützen und beim Fußball ein. „Wir haben hier zum Beispiel neun Jugend-Teams, die sich einen Platz teilen“, sagt Christian Frerichs, Vorsitzender des TSV Klein Scharrel. Und auch wenn es keine architektonischen oder ökologischen Juwele in Klein Scharrel gibt, sind sich die Bewohner sicher, dass sie mit ihrem Ort etwas ganz Besonderes haben.

Die weitläufige Natur mit all den Weiden zum Beispiel, die Moorwege, das Regenrückhaltebecken als Naherholungsgebiet oder das gut ausgebaute Radwegenetz. „Bei schönem Wetter sind doch ganz schön viele Leute aus Oldenburg hier mit dem Rad unterwegs“, weiß Dieter Wachtmeester zu berichten.

Was sollte sich in Klein Scharrel ändern?

Ein Kernproblem betrifft das Dorfleben und die Sportvereine, denn das Sportlerheim mitsamt der halben Turnhalle bildet den Mittelpunkt des Dorflebens. „Bei großen Feiern müssen wir in die Sporthalle ausweichen“, sagt Vorsitzende Paula Wachtmeester, „und dazu müssen wir den Hallenboden auslegen und die ganzen Möbel rüberschleppen“. Und bei 80 Personen sei dann bereits die Grenze erreicht – mehr geht nicht.

Ebenso problematisch ist die Situation bei den Dusch- und Umkleideräumen. Sie sind alt, hässlich und viel zu klein. Und wenn zwei Mannschaften ein Fußballspiel austragen, während in der Halle Sport getrieben wird, gibt es zu wenig Umkleiden.

Ergo steht in Klein Scharrel der Wunsch nach einem neuen „Haus der Vereine“ im Raum, mit einer „vernünftigen Küche“, wie Siegrid Schlörmann, zweite stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins, erklärt. Auch eine Kita im Gebäude wäre denkbar, „schließlich sind wir nach Friedrichsfehn der zweitgrößte Ort Edewechts“, sagt Monika Nitschke, Vorsitzende des Festausschusses.

Außerdem müssten sich alle Vereine stets absprechen, wann die Nutzung des Sportlerheims möglich ist. „Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt Christian Frerichs, „aber man muss wirklich viele Absprachen treffen“. Zweimal im Jahr treffen sich deshalb die Vorstände. „Dann kommt alles auf den Tisch, auch das, was gut oder schlecht läuft“, sagt Paula Wachtmeester.

Direkt neben dem Sportlerheim befindet sich der Dorfplatz, eine teils begrünte Freifläche ohne Aufenthaltsqualität. „Wir hätten gerne einen schönen Dorfplatz“, sagt die Ortsvereins-Vorsitzende. Besonders schlimm finden die Bewohner einen bestimmten Teil des Areals: „Die Radunterstände sehen seit Jahrzehnten aus, wie sie aussehen, und die Container daneben sehen auch nicht gerade einladend aus“, kritisiert Thomas Reil, Kassenwart des Ortsvereins. „Einen schönen Blickfang hätten wir hier gerne.“

Vieles können sie sich vorstellen, was auf dem Platz, der ausreichend Fläche bietet, geschehen könnte. Vorschläge reichen von einem Spielplatz über eine Skateranlage bis hin zu einem Basketballkorb oder einer Tischtennisplatte.

Ein Anfang allerdings ist schon gemacht. Der Ortsverein hat einen hübschen Brunnen samt einer Holzhütte errichtet. „Es wäre schön, wenn man für Radfahrer etwas Aufenthaltsqualität schaffen könnte“, meint Dieter Wachtmeester.

Außerdem haben die Dörfler zwei Gefahrenpunkte ausgemacht, die entschärft werden sollten. Entlang des Schafdamms zum Beispiel: „Da ist es höllengefährlich, es gibt keinen Radweg, die Straße ist schmal und wird viel genutzt“, warnt Dieter Wachtmeester. Die zweite Stelle: Am Rudenbrook – Sie ist besonders für Kinder gefährlich, die mit dem Rad zur weiterführenden Schule nach Jeddeloh I oder Friedrichsfehn müssen.

Wie sehen sie Klein scharrel in der Zukunft?

„Es ist äußerst schwierig, die Neubürger ins Dorfleben zu integrieren“, sagt Paula Wachtmeester, „und das sollte sich ändern, damit die Gemeinschaft wachsen kann“. Nun – diese Neubürger wohnen schon seit mehr als 15 Jahren im Dorf, seit das Neubaugebiet um die Jahrtausendwende freigegeben wurde.

Darüber hinaus sähen die Klein Scharreler gerne einen Findling oder Ähnliches auf ihrem Hügel „Up’n Scharrel“. Eine Art Kennzeichen, ein Wahrzeichen vielleicht sogar, mit Ruhebereich, schönen Anlagen, Schaukästen, Bänken. „Immerhin ist es ein Naturschutzgebiet“, sagt die Ortsvereins-Vorsitzende.

Und eine weitere Hürde möchten die Bewohner gerne beiseite schaffen: „Es gibt so viele große Grundstücke von bis zu 1500 Quadratmetern – ich finde, man sollte da eine Hinterbebauung ermöglichen“, findet Dieter Wachtmeester.

Denn Klein Scharrel soll noch ein bisschen wachsen, finden die Dörfler. Aber nicht so wie damals, als das Dorf um 400 Leute anwuchs. „Langsames Wachstum ist, was wir wollen“, so Wachtmeester weiter, „denn die Dörfer sind zu schnell gewachsen“.

Ingo Schmidt Redakteur / Redaktion Westerstede
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