• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Königliches Spiel ist mehr als Sport

18.01.2014

Rostrup Eine Frage, die im Zusammenhang mit Schach immer wieder auftaucht, ist für Tom Peters eigentlich gar keine: „Klar ist Schach Sport“, betont der 15-jährige Rostruper. „Wenn man vier bis fünf Stunden hochkonzentriert spielt, ist das sogar mehr als Sport.“

Wem dieses Argument nicht reichen sollte, der sei auf Konditionsblitz hingewiesen, das auf Jugendmeisterschaften gespielt wird. Bei dieser Variante steht die Schachuhr fünf Meter vom Brett entfernt, die Spieler müssen nach jedem Zug hin und her sprinten. Und wer dann immer noch Zweifel hat, dass Tom ein Sportler ist, dem sei gesagt, dass der 15-Jährige neben dem königlichen Brettspiel noch Tischtennis beim TuS Rostrup und Fußball beim FC Querenstede spielt.

Oben an steht beim Gymnasiasten allerdings Schach. Weil Schule und die anderen Freizeitbeschäftigungen allerdings auch ihren Preis fordern, sieht er die ganz große Schachkarriere für sich selber nicht unbedingt. Dabei spielt er schon in der höchstmöglichen Liga: Im vergangenen Jahr ist er vom Schachclub Schwarzer Springer Bad Zwischenahn (wo er weiter passives Mitglied ist) nach Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) gewechselt. Der dortige SK spielt in der Jugendbundesliga – und wurde im Vorjahr (noch ohne den nicht spielberechtigten Neuzugang) Deutscher Meister. Diesen Titel Ende des Jahres zu verteidigen, ist Toms großes Ziel. „Mit einem Durchschnittsalter von 15 haben wir eine junge Mannschaft“, sieht er sogar gute Möglichkeiten für weitere Titel.

Mit Schach angefangen hat Tom im Alter von fünf Jahren. Ein Cousin habe die Regeln seiner Schwester beigebracht, erinnert er sich. Und die wiederum hat sie an ihren Bruder weitergegeben. Mit einem kleinen Schachcomputer hat der dann erste Partien gespielt. Als seine Mutter zwei Jahre später vom Jugend-Schachturnier in der Wandelhalle gelesen hat, machte Tom da mit. Und der Siebenjährige gewann auf Anhieb – mit sieben Punkten aus sieben Partien. Das blieb Trainer vom SC Schwarzer Springer nicht verborgen. „Da bin ich in den Verein eingetreten.“ Es habe einfach Spaß gemacht. Weitere Erfolge sollten folgen – auch ohne viel zu üben, wie er zugibt.

Schachtraining mit seinem Wildeshauser Trainer Jens Kahlenberg steht einmal die Woche an – via Skype. Hinzu kommen die sonntäglichen Spiele – 14-tägig in der Jugendbundesliga, dazwischen spielt er in der Herrenmannschaft in der Verbandsliga.

Beim Spiel liebt Tom es „südländisch“: Italienisch und Spanisch sind seine Lieblingseröffnungen, wenn er mit den schwarzen Figuren spielt gern Sizilianisch – „aber das kommt natürlich ganz auf den Gegner an“. Dabei greift er lieber an (wie im Tischtennis). Das defensive Spiel liege ihm nicht so (nur auf dem Fußballplatz spielt er Verteidiger). Er weiß aber auch: „Man darf nicht übertreiben. Das geht nach hinten los.

Beim Nord-West-Cup wird er das ganz sicher nicht tun. Dort hofft er auf Duelle mit dem ein oder anderen Titelträger. „Das ist schon ein tolles Gefühl.“ Sein Ziel ist eher bescheiden: „Mehr als 50 Prozent holen.“ Im Vorjahr hatte er 3,5 von 7 möglichen Punkten – und wurde 92. von 165 im offenen A-Turnier.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.