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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

SPORTSCHIESSEN: Königsgeld ein echter Volltreffer

04.07.2009

KAYHAUSERFELD Kein Zweifel, Schützenfeste gehören zu Niedersachsen wie der Strand zum Meer. Und auch im Ammerland pflegen zahlreiche Vereine die lange Schützentradition. Dazu gehört auch, dass einmal im Jahr ein neuer König ausgeschossen wird, der seinen Verein für die Dauer seiner Regentschaft bei Schützenfesten anderer Vereine und bei weiteren gesellschaftlichen Ereignissen vertritt.

Doch jedes Jahr einen neuen König zu finden, wird für mehr und mehr Clubs zu einer echten Herausforderung. „Viele wollen oder können gar nicht König werden, weil ihnen entweder die Zeit zur Ausübung des Amtes fehlt, oder das Geld. Denn auf einen Schützenkönig kommen natürlich Kosten zu“, sagt Hermann Budrat, 2. Vorsitzender des Schützenvereins Kayhauserfeld. Auch verschiedene Vereine im Ammerland konnten aus diesen Gründen in den vergangenen Jahren nicht immer einen König präsentieren.

In diesem Jahr 734 Euro

Dieses Malheur soll dem SV Kayhauserfeld nicht passieren: „Damit nicht nur gut betuchte Geschäftsleute König werden können, haben wir schon vor Jahren einen Topf für den König geschaffen, das Königsgeld. Außerdem haben wir noch die Königsversicherungskasse“, sagt Vorsitzender Jannfred Claußen.

Jeder, der beim Schützenverein Kayhauserfeld König wird, bekommt zunächst das Königsgeld in Höhe von 525 Euro. Weitere 50 Euro bekommt er jeweils von seinen zwei Adjutanten, die er selbst ernennt. Hinzu kommt das Geld aus der Königsversicherungskasse. Der diesjährige König Theodor Janßen durfte sich über zusätzliche 109 Euro freuen und verfügte somit über 734 Euro. Die Königsversicherungskasse beinhaltet freiwillige Einzahlungen derer, die auf die Königsscheibe schießen, fünf Euro pro Schütze. Wer einen seiner drei Schüsse ins Weiß der Scheibe setzt, zahlt zusätzlich einen weiteren Euro ein.

„Mit dem Geld kann ein König durchs ganze Jahr kommen, wenn er vernünftig wirtschaftet“, berichten Claußen und Budrat aus eigener Erfahrung. Claußen, seit 26 Jahren Präsident des Vereins, war 1978 und 2001 König, Budrat sicherte sich den Titel in den Jahren 1994 und 2000. Der Kayhauser Schützenkönig zahlt nicht nur einen Umtrunk für die Gastvereine, die Feuerwehr und den Spielmannszug beim eigenen Umzug, sondern gibt auch auf Schützenfesten anderer Vereine, wie in Aschhausen, Friedrichsfehn oder Jeddeloh die eine oder andere Runde für sein „Gefolge“ aus. Darüber hinaus zahlt er den Blumenstrauß für den gastgebenden Verein, und gibt beim Sonntagsumzug in Aschhausen traditionell eine Runde Berliner aus.

Schützenfest im August

König im SV Kayhauserfeld zu werden lohnt sich also. Traditionell werden König und Kaiser bereits am ersten Freitag im Mai ausgeschossen, um einen Repräsentanten zum ersten Schützenfest in Aschhausen entsenden zu können, das zu Pfingsten stattfindet. Sein eigenes Schützenfest feiert der SV Kayhauserfeld am Sonnabend, 1. und Sonntag, 2. August. Die Feierlichkeiten beginnen am Sonnabend um 15 Uhr im Schützenheim an der Woldlinie.

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