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Mardy-Fish-Trophäe abgestaubt

24.05.2008

WIEFELSTEDE „Man muss schon ein bißchen verrückt sein, um so etwas zu machen“, sagt Silke Heisen. Die Wiefelstederin und ihr Mann Lutz – beide begeisterte Tennisspieler im SVE Wiefelstede – hatten zu Pfingsten wirklich gut zu tun. Tochter Vivian und ihre Freundin Christin Helms hatten es im dritten Anlauf geschafft, als Ballkinder bei den ATP Masters am Rothenbaum in Hamburg vom 10. bis 13. Mai angenommen zu werden. Drei der vier Tage pendelten die Mädchen täglich zwischen Wiefelstede und Hamburg – und meistens mussten Silke und Lutz Heisen sie fahren.

Die Mädchen spielen ebenfalls begeistert Tennis – und Vivian (14) belegt in der Jugendrangliste U 16 in Deutschland immerhin Platz 51, spielt ihre Punktspiele in der Nordliga für den TV Visbek und längst auch auf internationalen Turnieren. In Hamburg aber Tennisgrößen wie Roger Federer, Rafael Nadal und Nicolas Kiefer hautnah zu erleben – das war auch für die tennisbegeisterten Mädchen etwas ganz Besonderes. Die 17-jährige Christin fand an der Arbeit denn auch toll, „immer mittendrin zu sein“.

Ballkinder – sie dürfen zwischen 13 und 16 Jahren alt sein – sind diejenigen Mädchen und Jungen, die bei den Spielen unter anderem die in die Netze gedroschenen Bälle einsammeln, den Spielern ihre Handtücher reichen und ansonsten reglos in den vier Ecken des Courts stehen und an den beiden Seiten des Netzes hocken – unter anderem stets bemüht, auch nicht einen einzigen Buchstaben der Werbebanden zu verdecken, wie die Mädchen betonen. Sie arbeiten stets in 6er-Teams, von denen in Hamburg acht angeworben wurden. Dass dabei auch Unvorhergesehenes passieren kann, das haben beide Mädchen erfahren. Christin wurde von einem Ball am Arm getroffen – „auch noch einen ersten Aufschlag, der immer besonders hart ist“, erinnert sich die Wiefelstederin daran, „dass das höllisch weh tat“. Mehr Glück hatte da Vivian. Als sich der US-Profi Mardy Fish in einem Match über was-auch-immer ärgerte, schlug er wütend seinen Schläger auf die Erde, so dass er sich hoffnungslos verbog. Anschließend „pfefferte“

er das Ding vom Spielfeld – und Vivian griff sich schnell die „Trophäe“, die nun ihr ganzer Stolz ist.

Besonders beeindruckend war für beide Mädchen, Roger Federer beim Training zusehen zu dürfen. „Der war teilweise nur zwei Meter von uns weg“, schwärmen die Mädchen noch heute. Angesichts der vielen tollen Eindrücke, die die Mädchen mit nach Hause nahmen und der Sportkleidung, die sie ebenfalls mit nach Hause nehmen durften, waren die große Hitze auf dem Platz und die nicht ganz so geglückte Versorgung mit Essen und Trinken für die Ballkinder schnell vergessen. Christin, die mit 17 nun zu alt für die Arbeit als Ballkind ist, würde sich demnächst gern als Linienrichterin bewerben, was mit 17 möglich ist. Und Vivian sagt: „Ich würde mich jederzeit wieder als Ballkind bewerben.“

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