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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Baden gehen – aber mit Stil und Körperspannung

25.08.2018

Nethen „Platsch“ macht es, als ich mit Schwung kopfüber im Wasser lande. Mein erster Versuch im Wasserski endet nach gut zehn Metern im blauen Seewasser – eigentlich gar keine schlechte Quote, finde ich. Leider muss ich nun samt Skiern den Weg zum Ufer schwimmen. Und da wartet schon grinsend meine Kollegin Anna (die den Dreh übrigens schon raus hat).

Spaß im Mondlicht

Moonlight Boarden gibt es an diesem Samstag, 25. August, für alle Besitzer einer Jahreskarte. Start ist um 21 Uhr, gefahren werden kann bis 23 Uhr. Gäste ohne Jahreskarte können das Event vom Steg aus beobachten.

Der Lift im Beachclub ist sogar teilweise im Winter geöffnet. Wenn das Umlaufseil oder der See zugefroren ist, bleibt die Anlage geschlossen. Damit sich die Sportler aufwärmen können, steht in der kalten Jahreszeit auch mal eine Feuertonne oder ein heißer Zuber bereit.

Im Beachclub Nethen will ich wissen, wie es sich anfühlt, auf dem Wasser zu fahren. Respekt und etwas Angst habe ich definitiv. Auch vor dem Wasser. Drei Teile des Hollywoodstreifens „Der weiße Hai“ haben bei mir ihre Spuren hinterlassen. Während sich die Profis am Steg unterhalten, wie sie mit ihrem Wakeboard die Obstacles (Hindernisse) nehmen, habe ich schon das Gefühl, gleich baden zu gehen. Wakeboards sind für mich als Anfängerin auch erstmal tabu.

Kopf ausschalten

„Ganz in die Hocke gehen und die Arme lang lassen“, rät mir Karin vom Beachclub-Team. „Das hört sich einfach an – und das ist es auch.“ So hocke ich mich auf den großen Skiern an den Start und strecke die Arme aus. Auch Rainer, der die Anlage bedient, gibt mir Ratschläge. Einfach ziehen lassen und bloß nicht nachdenken. Und ganz wichtig: Körperspannung! Doch das Seil spannt abrupt an, dass ich mich erstmal erschrecke. Mit Schwung werde ich vom Steg gezogen. Der Fahrtwind rauscht in den Ohren, instinktiv stehe ich auf und ziehe die Arme an mich ran. Da schlägt Rainer vermutlich schon die Hände überm Kopf zusammen. Wie erwartet fällt mein erster Versuch schnell ins Wasser. Beim zweiten fasse ich all meinen Mut zusammen und beiße die Zähne zusammen. „Huiiiii!“ rufe ich, als ich samt Skiern mit Ach und Krach drei Kurven nehme – hoffentlich hört niemand meine Schreie.

Was ich nicht erwartet habe: Es geht auf einmal mächtig schnell – die Anlage fährt bis zu 30 Stundenkilometern, erklärt Rainer, als ich mal wieder triefend nass am Start ankomme.

Schnell aus der Bahn

Die Anlage funktioniert relativ simpel: Das Seil läuft in der Runde an fünf Masten entlang. Eine Runde hat 760 Meter. In jeder Kurve muss man zwischen zwei roten Bojen durchfahren – fährt man zu weit innen, geht man baden. Zehn Personen können gleichzeitig fahren. Das bedeutet aber auch, dass man ziemlich flott aus der Bahn schwimmen muss, wenn man gestürzt ist. Der Tipp vom Profi: In den Kurven in die Hocke gehen und möglichst früh weit nach außen lenken, das Gewicht nach rechts verlagern. Wenn der Mitnehmer oben am Rondell ankommt, das Trapez an die Hüfte heranziehen und abwarten.

Nach drei (versuchten) Runden, von denen ich sogar zwei fast ganz schaffe, brauche ich erstmal eine Pause. Und hätte gerne ein Sauerstoffzelt. „Morgen wirst du das Ganze merken“, sagt Karin und lacht. Der sechste Versuch führt glatt eine komplette Runde durch die Bahn. Was meinen Ehrgeiz weckt. „Nur noch einmal“, sage ich (immer den bevorstehenden Muskelkater im Kopf). Wer erfahren ist, kann natürlich auch gleich ohne Umwege in die nächste Runde starten. Bei gutem Betrieb ist meist nach drei bis vier Runden erstmal der nächste dran. Ich persönlich steige aber lieber freiwillig aus und lasse mich am „Ausgang“ zwischen zwei weißen Bojen fallen.

Meine Fahrkünste auf den Brettern sind natürlich ausbaufähig, für eine Anfängerin hab ich mich aber wacker geschlagen – da stimmt mir auch meine Kollegin Anna zu. Was man dann noch braucht, ist ein bisschen Mut, Übung – und eine Menge Körperspannung.

Tonia Hysky
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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Beachclub Nethen

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