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„Nur kein neuer Elfmeter-Krimi“

07.07.2016

Edewecht Wenn Ute Morin die Wahl hätte, LeichtathletikWettkämpfe am Fernseher zu verfolgen oder sich ein Fußballspiel anzusehen, würde sich die Edewechterin für die Wurf-, Lauf- und Sprungdisziplinen entscheiden. „Beim Fußball bin ich eher eine Gelegenheitsguckerin, aber Spiele bei Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften sehe ich mir deshalb gern an, weil es internationale Wettbewerbe sind. Und die Partie Deutschland gegen Frankreich werde ich natürlich am Fernseher verfolgen“, sagt die 79-jährige Deutsch-Französin.

Ein Fußballfan von Kindesbeinen an ist ihr Mann Jack. „Ich stamme aus Le Havre, der Stadt in Frankreich, die europaweit den ältesten Fußballverein hat. Bereits 1872 wurde der Le Havre Athlétic Club gegründet. Bei einer solchen Fußballtradition bleibt einem gar nichts anderes übrig, als sich intensiv für Fußball zu interessieren“, lächelt der 74-Jährige, der auch die Sportart Rugby besonders mag.

Ein einziges Mal sah sich das Lehrerpaar, das drei erwachsene Söhne hat, ein Fußballspiel gemeinsam in einem Stadion an. „Das war vor vielen Jahren in Braunschweig, in der Stadt, in der ich aufgewachsen bin und in der ich studierte“, berichtet Ute Morin. „Ich fand das Spiel und die Atmosphäre nicht so toll, es war laut und die Fans beider Mannschaften haben ziemlich viel Theater gemacht. Das ist mir alles zu übertrieben“, berichtet sie und ergänzt, dass sie theatralische Fußballer, „Schwalbenkönige“ und Ungerechtigkeiten, z.B. parteiisch erscheinende Schiedsrichter, überhaupt nicht mag.

„Das Spiel damals in Braunschweig zwischen der Eintracht und dem Pariser Team Stade Français endete 2:1 für die Franzosen“, ergänzt Jack Morin und ein Lächeln umspielt seine Lippen. Früher seien die Sympathien für deutsch-französische Fußballbegegnungen bei ihm klar verteilt gewesen. „Als ich als 13-Jähriger 1954 über das Radio erfahren hatte, dass Deutschland im Finale von Bern gegen Ungarn gewonnen hatte, war ich richtig sauer.“ Das sei heute anders, so der Edewechter, der seit 45 Jahren in Deutschland lebt. „Das bessere Team soll gewinnen, die Mannschaft, die den besseren Fußball spielt und während der regulären Spielzeit die Entscheidung herbeiführt“, so der Edewechter und seine Frau nickt. „Nur kein neuer Elfmeter-Krimi wie gegen Italien!“, sagt sie.

Welche Mannschaft wird das Halbfinale bei der Fußball-Europameisterschaft diesen Donnerstag in Marseille gewinnen? „Nach der glanzvollen Vorstellung der Equipe Trico­lore gegen Island hat Frankreich wohl die besseren Karten“, sagt Jack Morin. „Ich würde mich freuen, wenn Deutschland gewinnen würde“, sagt Ute Morin. „Aber ich glaube auch, dass Frankreich im eigenen Land wohl als Sieger vom Platz gehen wird.“

Doris Grove-Mittwede Redakteurin / Redaktion Westerstede
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