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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Wenn Bewegung Chancen bietet

09.01.2019

Ocholt Gemeinsam viel erreicht haben die Freundinnen Ann-Christin Hillmer und Janika Oeltjendiers im Turn- und Sportverein (TuS) Ocholt: Nicht nur, dass sie die beiden Tanzgruppen Dancegirls und Dancestars für Mädchen leiten – vor einigen Monaten haben die Trainerinnen auch eine Tanzgruppe für Kinder mit Behinderungen gegründet. War diese Gruppe anfangs nur ein Projekt, das über zehn Termine lief, soll das Angebot jetzt regelmäßig stattfinden.

Beruf und Hobby verknüpft

Mit der neuen Sportgruppe haben Hillmer und Oeltjendiers ihr Hobby Tanzen mit ihrem Berufsleben verknüpft. Beide arbeiten als Heilerziehungspflegerinnen in der Dorfschule Mansie und kennen sich mit Kindern aus, die auf die ein oder andere Art behindert sind. Ziel der Tanzgruppe ist neben der sportlichen Betätigung auch, die Kinder in den Verein zu holen.

Haben die Behindertensportgruppe des TuS Ocholt gegründet: die Freundinnen Janika Oeltjendiers und Ann-Christin Hillmer BILD: Wolfgang Alexander Meyer

Die Behindertensportgruppe

Das Tanztraining für Kinder mit Behinderung wird fortgesetzt ab Mittwoch, 13. Februar, und läuft dann wöchentlich in der Turnhalle des TuS Ocholt.

Die Trainingszeiten sind immer von 15.30 bis 16.30 Uhr. Mitmachen können Kinder von acht bis 15 Jahren.

Die Trainerinnen sind ausgebildete Heilerziehungspflegerinnen und haben gültige Trainier-Lizenzen für die Bereiche Gymnastik, Rhythmus und Tanz.

Wer Kinder anmelden möchte oder Fragen hat, kann sich telefonisch bei den Trainerinnen melden (Janika Oeltjendiers: Telefon  01 52/54 16 78 75 oder Ann-Christin Hillmers: Telefon  0 44 09/90 81 64 2).

„So kommen junge Menschen in Kontakt, die sonst keine Berührungspunkte haben“, erklärt Janika Oeltjendiers. „Deshalb haben wir die Übungszeit auch genau vor den Trainingstermin einer unserer anderen Tanzgruppen gelegt. Da sehen sich die Teilnehmer, sprechen miteinander und können Berührungsängste abbauen“, sagt Trainerin Ann-Christin Hillmer.

Geeignetes Konzept überlegen

Bevor die Gruppe im Oktober mit dem Tanzen beginnen konnte, mussten sich die beiden Trainerinnen ein geeignetes Konzept für die Stunden überlegen. „Unter dem Motto ,Bewegung bietet Chancen‘ haben wir zum Beispiel Kennenlernübungen und ein Aufwärmprogramm erarbeitet, mit dem wir unsere Treffen beginnen“, berichtet Oeltjendiers.

Danach würden die beiden Trainerinnen mit den Kindern verschiedene Bewegungsspiele spielen. „Da geht es dann zum Beispiel um Koordinations- oder Gleichgewichtsübungen, natürlich alles im Rahmen der Möglichkeiten der Kinder“, erklärt Hillmer weiter. Denn die individuellen Möglichkeiten seien sehr unterschiedlich. „Das Angebot war von Anfang an sehr offen konzipiert, so dass Kinder – egal ob sie körperliche oder geistige Behinderungen haben – teilnehmen können“, sagt Oeltjendiers.

Rhythmus ist wichtig

Neben dem sportlichen Aspekt sei das Verständnis von Rhythmus die andere wichtige Komponente des Konzeptes. „Um tanzen zu können, ist das richtige Gefühl wichtig. Das lernen die Kinder, indem sie körpereigene Rhythmen wie Herzschlag oder Atmung beobachten“, erklärt Janika Oeltjendiers. Außerdem würden Klatschübungen zu bekannten Liedern wie „We Will Rock You“ von Queen das richtige Gefühl für den Rhythmus noch verbessern.

Bei den Kindern jedenfalls sei das Programm super angekommen. „Die wussten immer noch ganz genau, was wir beim letzten Mal gemacht haben und kannten auch noch die Tanzschritte“, erinnert sich Ann-Christin Hillmer. Eines der Mädchen, das sich über Gebärdensprache verständige, habe nach dem ersten Treffen immer wieder die Gebärde für das Wort „Tanzen“ gemacht. Das zumindest habe die Mutter begeistert berichtet.

Viel Lob von den Eltern

Und auch von den anderen Eltern hätten die beiden Trainerinnen viel Lob erhalten. „Einige Eltern haben sich angesehen, was wir mit ihren Kindern machen. Beim letzten Treffen haben wir die Eltern gebeten, einen Feedbackbogen auszufüllen. Das Ergebnis war sehr positiv“, freut sich Janika Oeltjendiers.

Diese Rückmeldung und auch die Freude der Kinder, die zum Ende des Kurses sogar eine kleine Vorführung für Eltern, die anderen beiden Tanzgruppen der Trainerinnen und den Vereinsvorstand gegeben haben, waren letztendlich der Grund, weshalb Ann-Christin Hillmer und Janika Oeltjendiers die Gruppe zum Dauerangebot des TuS Ocholt machen möchten.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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