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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Segelfliegen: Piloten messen sich mit der Elite

01.08.2015

Rostrup Oliver Springer schaut besorgt in den Himmel. Wolken verdecken die Sonne, das Windbündel auf dem Flugplatz in Rostrup flattert kaum im schwachen Wind. Dennoch herrscht bei den Segelfliegern des Luftsportvereins Oldenburg (LVO) auf dem Flugplatz hektisches Treiben. „Am Vortag hätten wir nicht starten können, zu starker Regen“, sagt Springer und füllt zum Beschweren seines Segelflugzeugs Wasser in die Tragflächen.

Start in der Eliteklasse

Für Springer und seine Teamkollegen ist das Segelfliegen mehr als nur ein besonderes Hobby. In dieser Saison starten die LVO-Piloten erstmals in der Segelflug-Bundesliga – und darauf sind sie mächtig stolz. „Dass wir uns mit den besten 29 Teams aus der gesamten Bundesrepublik messen können, ist für uns als kleiner Verein eine tolle Sache“, freut sich Springer.

Segelfliegen

In der Segelflug-Bundesliga müssen die Teams drei Flüge mit einer Mindestwertungsstrecke von 100 Kilometern erreichen. Werden pro Flugrunde weniger regelkonforme Flüge eingereicht, werden keine Punkte verteilt.

Gemessen werden dabei die Flugweite und die Durchschnittsgeschwindigkeit, die in dem 2,5 stündigen Wetterfenster erreicht werden.

Die Flüge werden dabei in 19 Runden eingeteilt. Ligabetrieb herrscht dann von April bis zum 23. August. Die Sieger der einzelnen Wettkampfrundenwerden mit Extrapunkten belohnt.

Am Ende der Saison steigen die sieben letztplatzierten der insgesamt 30 Vereine ab. Genauso qualifizieren sich sieben Vereine aus der 2. Bundesliga für die Eliteklasse.

Erst seit drei Jahren nehmen die LVO-Piloten am Ligabetrieb teil. In der Qualifikationsliga erreichten sie Platz drei und sicherten sich somit einen Startplatz in der 2. Bundesliga. Als Aufsteiger landeten die Segelflieger auf dem siebten Rang und schafften somit den direkten Durchmarsch in die Eliteklasse. Momentan belegen die LVO-Piloten den 20. Rang und sind mit ihrer bisherigen Premierensaison als Erstligist zufrieden. „Dafür, dass wir Aufsteiger sind und mit sehr wenigen Piloten starten, war unser bisheriger Saisonverlauf richtig gut“, freuen sich die Sportler.

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15 Piloten sind im LVO-Team gemeldet, davon sind Springer, Thomas Bonsack, Arnold Sauder, Steffen Mentzlow und Udo Neumann regelmäßig an den Wochenenden auf dem Flugplatz in Rostrup anzutreffen.

So auch am vergangenen Sonntag. Gekonnt werden die bis zu 600 Kilogramm schweren Maschinen zusammengesteckt und die bis zum 25 Meter Spannweite bietenden Flügel festgemacht. Um das beste sich bietende Zeitfenster für den perfekten Flug zu nutzen, haben die Piloten unter der Woche die Wetterkarten studiert. „Dass das Wetter immer anders ist, ist ein besonderer Anreiz beim Segelfliegen. Man muss ständig überlegen, wie man die Energie optimal in jeder Lage nutzt“, erklärt Oliver Springer, der seit 1981 Gefallen am Segelflugsport gefunden hat und auch gleichzeitig erster Vorsitzender des LVO ist.

Thermik richtig nutzen

Doch die Piloten haben nicht nur mit dem Wetter, sondern auch mit dem Standortnachteil im Ligabetrieb zu kämpfen. Der Einfluss der Nordsee auf die Thermik im Luftraum um Bad Zwischenahn verhindert bessere Bedingungen. Deshalb starten die LVO-Sportler meist in Richtung Lüneburger Heide, um die dort besseren Bedingungen zu nutzen.

Die Lüneburger Heide ist dieses Mal auch Oliver Springers Ziel. Mit einem Schlepper wird seine Maschine in die Lüfte befördert. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h bei Aufwinden gleitet die Maschine durch den Himmel, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt rund bei der Hälfte.

Einige Stunden sind die Piloten in der Luft. Springer hat es bis nach Lüchow geschafft, Bonsack flog 230 Kilometer bis nach Salzwedel, ehe sie wieder auf dem Flugplatz in Rostrup landeten. Dort werden die LVO-Piloten auch in den kommenden Wochen zu finden sein und auf das perfekte Wetterfenster warten.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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