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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Ehrenamt: Wo das Boßeln mehr ist als Heimatsport

15.09.2017

Portsloge An diesem Wochenende findet zum 60. Mal das Dorffest in Portsloge statt. Noch größer als in diesem Jahr soll in zwei Jahren in Portsloge gefeiert werden: 2019 wird der Boßelerverein „Frei weg“ Portsloge, der das Dorffest federführend organisiert, 100 Jahre alt.

Seit mehr als 60 Jahren gehört Günter Reuter zum Boßelerverein dabei. „Schon als Kind, seit ich laufen konnte, hat mich mein Vater immer zum Boßeln mitgenommen“, erzählt der gebürtige Portsloger.

Als Mitglied wurde der 64-Jährige mit sechs Jahren aufgenommen. „Damals gab es noch keine Jugendabteilung. Wir haben zusammen mit den Erwachsenen gespielt.“ Um es den Kindern nicht ganz so schwierig zu machen, wurden sie in den gemischten Mannschaften an Stellen eingesetzt, die gut zu bespielen waren.

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Für den selbstständigen Garten- und Landschaftsbauer hat Boßeln eine ausgesprochen soziale Funktion. „Die Dorfgemeinschaft wird dadurch gestärkt. Heute gehören dem Verein 680 Mitglieder an. Und mit unseren Festen und Aktionen sorgen wir dafür, dass im Dorf auch am Abend etwas los ist“, so der Vorsitzende der Boßeler, der von seinem Stellvertreter Lothar Smit unterstützt wird. Neben dem Ortsverein Portsloge leisten nur Boßeler Vereinsarbeit im Dorf.

Das Dorfgemeinschaftshaus neben der alten Portsloger Schule hat sich dabei längst zu einem Treffpunkt entwickelt. „Damals hat uns die Gemeinde die Materialien zur Verfügung gestellt. Wir im Ort haben dann das Haus, so wie es heute ist, gebaut“, erinnert sich Reuter. Dabei wurde deutlich, wie stark der dörfliche Zusammenhalt ist. Neu Hinzugezogene würden schnell integriert, wobei auch das Boßeln eine große Rolle spiele. So fand im Juni zum ersten Mal ein Boßeltag zum Kennenlernen statt. „Viele Kinder und Erwachsene nutzten das Angebot, um sich unseren Volkssport anzuschauen. Einige sind gleich eingetreten.“

Seit 2003 ist Günter Reuter Vorsitzender des Boßelervereins, vorher war er sechs Jahre als Stellvertreter tätig. Davor hatte er die A-Jugend betreut. „Die meisten der jungen Boßeler bleiben auch als Erwachsene dabei, das ist nicht selbstverständlich.“

Es gab in früheren Zeiten auch den Gedanken, in Portsloge einen Fußballverein zu gründen. Da aber bereits in Edewecht, Querenstede und Ekern Fußball gespielt werde, ließ man diese Idee fallen. „In unserer Region ist der Boßelerverband der drittgrößte Sportverband nach Fußball und Schießen“, sagt Reuter stolz.

Für das Dorffest mit dem Kindernachmittag, der am Samstag zum 30. Mal stattfindet, hat der zweifache Portsloger Boßelmeister mit seinen vielen Helfern nur noch wenig zu erledigen. Um die großen organisatorischen Aufgaben kümmerten sich Festausschuss und viele Helfer.

„Eigentlich kann das Fest losgehen“, sagt Günter Reuters Frau Gerda, seit 1973 Mitglied im Portsloger Boßelerverein und seit gut 14 Jahren Frauenwartin Sie kümmert sich seit einigen Jahren um die Tombola, die zum Dorffest angeboten wird und hat in den vergangenen Tagen noch einige preise besorgt.

Für die Tombola an diesem Samstag und Sonntag sammeln auch noch andere Helfer weitere Preise ein. Wie die ganzen Veranstaltungen im Rahmen des Dorffestes selbst soll auch die Tombola Spaß bringen.

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