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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

100 Jahre Boßeln in Portsloge

07.09.2019

Portsloge Gut 18 Monate haben sie geplant, vorbereitet und umgesetzt. „Wenn der Sonntag vorbei ist, werde ich einmal richtig durchpusten“, sagt Günter Reuter mit einem Augenzwinkern. Der Vereinsvorsitzende, der seit mehr als 60 Jahren Mitglied im Boßelerverein „Frei weg“ ist, steckt mit seinen Vereinskollegen noch in den letzten Vorbereitungen für das Dorffest Portsloge.

Chronik stimmt ein

Eigentlich nichts Außergewöhnliches, schließlich blickt das Familienfest am jeweils dritten Wochenende im September auf eine jahrzehntealte Tradition zurück. Und dennoch ist die Situation 2019 eine ganz Besondere: Denn der Boßelerverein „Frei weg“ Portsloge, der das Dorffest ausrichtet, feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Und das soll gemeinsam auf dem Dorffest vom Freitag, 13. September, bis Sonntag, 15. September, mit vielen Veranstaltungen für Jung und Alt gefeiert werden.

Der „Frei-Weg“-Vorstand (v.l.): Bärbel Hilmann, Thomas Frahmann, Lothar Smit und Günter Reuter. BILD: Drobinski

Wetten dass ... ? Portsloge wettet gegen Nordwest Zeitung

Ein Dorf im Wettstreit: Spielerisch wollen der Boßelerverein Portsloge und die Nordwest-Zeitung das Wir-Gefühl im Ort stärken. Dafür treten der Ort und die NWZ in einen Wettstreit.

Die Wette: Die NWZ wettet, dass es der Verein bis zum Sommer 2020 nicht schafft, seine Mitgliederzahl auf 200 zu erhöhen. Von den Neumitgliedern müssen zudem fünf unter 45 Jahre alt sein und zwei Neumitglieder sollten auch Kinder haben.

Der Einsatz: Außerdem muss der Verein für eine Sommerparty 25 Salate machen und 25 Kuchen backen. Besonders kniffelig wird die Aufgabe, im kommenden Jahr eine Disco für Jugendliche anzubieten.

Der Gewinn: Schafft es der Ort, die Wette zu gewinnen, sponsert die NWZ ein Sommerfest mit Würstchen, Getränken und Musik.

Dieses besondere Jubiläum erfordert auch ein entsprechZum Jubiläum ein größeres Festzeltendes Festprogramm. So ist bereits im April eine Festchronik erschienen, die Wilfried und Heiner Kahlen sowie Enno Frerichs gestaltet haben. Dieses Buch umfasst 245 Seiten und wartet mit Bildern und Geschichten auf, die auch Nicht-Portsloger interessieren. Die Vereinschronik kann für 25 Euro gekauft werden.

Zum Jubiläum ein größeres Festzelt

Das Buch war die passende Einstimmung auf das Jubiläumsjahr des Boßelervereins. Für die Planungsgruppe, in der sich gut 30 Frauen und Männer engagieren, wurde es ab Frühsommer allerdings richtig ernst. Der Ablauf des Festwochenendes musste organisiert, Gruppen und Personen angesprochen und zum Festakt eingeladen werden. Und zu einem so großen Jubiläum wird auch ein größeres Festzelt benötigt – schließlich erwarten die Verantwortlichen zur Jubiläumsveranstaltung mehr Besucher als in den Vorjahren. Wann besteht schon die Möglichkeit, in der Bauernschaft einen 100-jährigen Geburtstag zu feiern?

Auch wenn Freitag, der 13. im Volksmund Unglück bringt, lassen sich die Portsloger von ihrem Vorhaben nicht abbringen: Am 13. September findet der offizielle Festakt statt. Erwartet werden auch Landrat Jörg Bensberg, die Edewechter Bürgermeisterin Petra Lausch sowie Funktionäre vom Kreisverband und Landesverband bis hin zum Kreissportbund. Dazu wird auch der Niedersächsische Turnerbund vertreten sein. Was ein Boßelverein mit Turnen zu tun hat? Reuter weiß Bescheid: „Unserem Boßelerverein gehören auch Gymnastik- und Tanzgruppen an.“

Frauen seit 1973 dabei

Die Gründe dafür reichen bis in die 1970er Jahre: 1973 entschied der Vorstand, auch Frauen als aktive Boßeler in den Verein aufzunehmen. Und mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses Portsloge 1979 fand der Verein den nötigen Platz, um andere Sportarten zu trainieren. Da es in Portsloge keinen weiteren Sportverein gibt, nutzen die Dorfbewohner das Angebot seither sehr intensiv.

Mit den Vereinsgeschichten lassen sich aber nicht nur Chroniken füllen: „Es gibt viel mehr zu erzählen“, so Reuter. Einiges davon werden die Zuhörer am Freitag in der Feierstunde erfahren. Stolz ist der Vereinsvorsitzende auf zwei Gäste: So wird mit Dorfschuster Walter Behrens der erste Vereinsmeister aus dem Jahr 1957 anwesend sein. Carola Frerichs, geborene Fröschke, wurde 1974 die erste Vereinsmeisterin. „Das sind zwei Mitglieder die kräftig an der Erfolgsgeschichte des Vereins mitgeschrieben haben“, resümiert Reuter

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