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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Tractor-Pulling In Edewecht: Diese PS-Giganten lassen die Erde beben

17.07.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-07-17T05:27:12Z 280 158

Tractor-Pulling In Edewecht:
Diese PS-Giganten lassen die Erde beben

Edewecht „Jetzt haben wir 1000 Kilometer für ein paar Minuten auf uns genommen.“ Ganz zufrieden war Andrea Hochstöger, die extra aus Österreich angereist war, am Samstagabend nicht. Beim Tractor-Pulling in Edewecht ging sie in der Klasse der Mini-Puller an den Start. Bei zwei Läufen gelang es ihr allerdings nicht, den Bremswagen über die Strecke von 100 Metern zu ziehen. Jeweils nach gut der Hälfte der Bahn kam sie zum Stehen.

Die zahlreichen Besucher, die das Tractor-Pulling am Göhlenweg in Edewecht wieder zu einem besonderen Fest machten, geizten dennoch auch bei ihr nicht mit Beifall. „Die Zuschauer hier sind wahnsinnig. Es ist eine Topveranstaltung und es macht riesigen Spaß, hier zu sein“, lobte die 35-Jährige aus Linz Veranstalter und Besucher. Seit elf Jahren führt sie diesen Motorsport aus, zum ersten Mal startete sie jetzt in Edewecht.

Auch wenn die kleinen Traktoren bis zu 950 Kilo wiegen, bringen sie doch auf der Bahn Leistungen von gut 2500 PS. „Hier ist es besonders wichtig, das Gefährt auf der Bahn zu halten. Durch den zu ziehenden Bremswagen muss schon der eine oder andere Haken geschlagen werden, um voranzukommen“, beschrieb sie die Schwierigkeiten beim Lenken dieser Traktoren. Und auch wenn die Fahrten etwas Spektakuläres an sich haben, hatte sie bei den vielen Starts, die sie durch ganz Europa kommen lassen, bisher noch keine Unfälle.

Am Sonntag genossen sie und ihr Team das Ammerland, um sich dann am Montagmorgen mit dem Lkw wieder auf die Heimfahrt zu machen. Mit ihren Läufen konnte sich Andrea Hochstöger nicht für den Endlauf qualifizieren. Ein Grund mehr, in den nächsten Jahren hier wieder zu starten. „Wenn es die Zeit zulässt, würde ich gern wiederkommen.“

Die über 50 Starter in den unterschiedlichen Klassen hatten am Samstag durchweg mit der Bahn zu kämpfen. „Diese Strecke hat Grip und Power und verlangt den Fahrern alles ab“, befand Andre Scharre, Vorstandsmitglied beim ausrichtenden Trecker-Treck-Verein Edewecht. „Eigentlich hatten wir gedacht, dass gerade die großen Maschinen den Bremswagen so über die Strecke ziehen würden. Damit überhaupt ein „Full-Pull“ erreicht werden kann, mussten wir zum Teil bis zu 30 Prozent Gewicht vom Bremswagen nehmen.“ Ein „Full-Pull“ ist dann erreicht, wenn die Traktoren den Bremswagen über die 100 Meter lange Strecke ziehen können.

Ganz andere Interessen hatte Hergen Frerichs aus Nordloh. „Ich schaue mir die vielen Maschinen an. So werden hier zum Teil Motorblöcke verwendet, die aus dem Serienbereich stammen“, erzählte der gelernte Landmaschinenmechaniker. Er nutzte die Zeit vor Ort, sich im Fahrerlager umzuschauen und auch den einen oder anderen Fahrer anzusprechen. Für den 26-Jährigen war es nicht der erste Besuch dieser Veranstaltung. „Allein schon wegen meines Berufs bin ich an dem Tractor-Pulling interessiert. Ich finde es gut, dass diese Veranstaltung durchgeführt wird, auch wenn ich bis jetzt noch nicht etwas richtig Interessantes gesehen habe. In jedem Fall werde ich aber bis zum Ende der Veranstaltung bleiben.“


Mehr Fotos unter   www.nwzonline.de/fotos-ammerland 

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