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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Großfamilie mit Benzin im Blut

14.08.2017

Rastede Wer an internationalen Grasbahnrennen teilnimmt, kommt rum in der Welt. Aus London kamen Mitch Gedden und Paul Smith, die Viertplatzierten im internationalen Seitenwagen-Rennen, zum diesjährigen Internationalen 53. Grasbahnrennen in Rastede. Mitch ist der Driver (Fahrer) und Paul der Beifahrer. Sie fuhren in diesem Jahr beide für den Rasteder Automobil Club in ihrer gelb-blauen „Kluft“ und fühlen sich in Rastede „at home“ (Zuhause).

13 Mal auf Treppchen

Letztes Jahr gab es Probleme mit der Bahn. „This year everything is ok“ (in diesem Jahr ist alles ok), sagt Paul. Bei 15 internationalen Läufen haben sie bei 13 auf dem Treppchen gestanden, erzählen sie stolz. Der Vater von Mitch hat ebenfalls in Rastede einige Preise nach Hause geholt. Die Internationalen Seitenwagen sind mit zehn Teams im Schlosspark vertreten, unter ihnen die aktuellen Europameister William Matthijssen/Sandra Mollema aus den Niederlanden, Vize-Europameister Markus Brandhofer/Tim Scheunemann aus Haunstetten und eben Mitch Gedden und Paul Smith aus London.

Ebenfalls von weit her, aber „noch“ aus Deutschland, kommt Uwe Wick (56). Der Vater von zwei erwachsenen Kindern ist mit seiner Frau Tina aus Tettnang am Bodensee angereist. Sein Sohn Marc startet am nächsten Sonntag bei einem Rennen in Nandelstadt (Oberbayern). „Wir sind ein Familienunternehmen“, so Wick. Tina Wick ist die Managerin und organisiert die Reisen. Seit 1979 fährt Wick Grasbahnrennen. Er liebt nach wie vor den Geruch des Gemischs aus Methanol und Rizinusöl. Nach der Bundeswehrzeit ging es für ihn Anfang der 80er Jahr so richtig los. Häufig stand er seit dem auf dem Siegertreppchen in Rastede, Kiel, Damme und in anderen norddeutschen Städten. So auch 1984 als er Deutscher Vizemeister in der 500 ccm-Klasse in Harsewinkel (Münsterland) wurde.

Gegenseitige Besuche

Im selben Jahr hat er auch Clubmitglied Werner Janßen kennengelernt. Seitdem gefällt es ihm in Rastede besonders gut. „Mit Werner kann man gut feiern, aber er ist immer sehr diszipliniert, wenn es um den Aufbau der Bahn geht“, so Wick. Und das macht Werner Janßen nun seit 40 Jahren. „Die Schwaben und die Ammerländer passen wunderbar zusammen“, schwärmt der Schwabe. Gegenseitige Besuche finden häufig statt. Janßen erinnert sich aber auch an einen schweren Unfall 1979, als noch Formel-V-Wagen auf der Strecke fuhren. „Es ist zwar keiner verletzt worden, aber als ein Wagen voll in die Menschenmenge raste, haben wir das Schlimmste befürchtet“, so Janßen. Noch heute sitzt ihm der Schreck im Nacken.

Ab 1985 Pause

Ab 1985 hat Wick eine Pause eingelegt: Drei seiner Freunde waren tödlich verun-glückt. „Als junger Mensch will man schnell etwas erreichen und nur Sieger sein. Dann werden Fehler gemacht“, hat der Motorradfahrer festgestellt. 31 Jahre saß er nicht mehr auf seinem heißen Ofen, bis er 2016 beim European Veteran Longtrack Series (EVLS) wieder mitgemacht hat. Nun ist er wieder dabei und freut sich auf das neue Rennen – und Tina unterstützt ihn mental vor jedem Start.

In Rastede trinkt er nach dem Rennen mit Werner Janßen gern den „Bodensee-Diesel“, einen Apfelbrand von den Streuobstwiesen in Tettnang.

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