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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Pläne für neue Sporthalle längst fertig

09.02.2019

Rastede Mit dem Turnen fing alles an. Barren und Reck hatten die acht jungen Männer selbst gebaut, ihrem Sport gingen sie auf einem Privatgrundstück im Freien nach. 1859 war das, als die acht Herren den Rasteder Turnverein gründeten und so den Grundstein für den heutigen VfL Rastede legten. Ab 1882 turnten die Männer – Frauen durften erst ab 1908 am Sportbetrieb teilnehmen – im Saal des Vereinslokals „Hof von Oldenburg“. Einen Aufschwung erfuhr das Turnen mit der Einweihung der vereinseigenen Turnhalle an der Wilhelmstraße im Jahr 1911. Da zählte der Verein 125 Mitglieder, ist der Chronik des VfL Rastede zu entnehmen.

160 Jahre nach der Gründung stellen sich die Zahlen heute anders dar. „Wir haben 120 Übungsleiter und ehrenamtliche Helfer“, erzählt Vorstandssprecher Dirk Hillmer. Und Mitglieder gehören dem VfL Rastede heute 2517 an – 1516 Frauen und 1001 Männer. 248 Stunden Sport bietet der Verein seinen Mitgliedern pro Woche an. Das Angebot in den 165 Gruppen, davon 45 Kindergruppen, umfasst längst nicht mehr bloß das Turnen. Es reicht von Aqua-Fitness über Gesundheitssport bis hin zum Volleyball.

So könnte die neue Sporthalle aussehen: Die Architekten vom Rasteder Büro „omp“ haben für den VfL Rastede einen Entwurf erarbeitet. Die Baukosten werden auf rund 2,4 Millionen Euro geschätzt.

Als der VfL Rastede vor zehn Jahren das Sportforum an der Schloßstraße einweihte, konnte der Verein, der damals rund 2000 Mitglieder hatte, sein Angebot erweitern. 900 000 Euro kostete der Bau, gestaltet in Form eines Schuhs, damals, erinnert sich Hillmer. An der Einweihung nahm auch Niedersachsens damaliger Innenminister Uwe Schünemann teil.

Im Sportforum werden überwiegend Gesundheitssport und Tanz angeboten. Aus dem VfL Rastede und somit aus dem Sportangebot der Gemeinde ist das Sportforum nicht mehr wegzudenken. Mit dem Sitz der Geschäftsstelle, dem Seminarraum und der Gymnastikhalle ist es Kommunikationszentrum, Bildungseinrichtung und Sportstätte zugleich.

Zehn Jahre nach der Einweihung des Sportforums plagen den VfL aber erneut Platzprobleme. Für viele Gruppen und Angebote gibt es Aufnahmestopps, besonders eng ist es im Kinder- und Gesundheitsbereich. „Bis 16 Uhr sind die Hallen von den Schulen belegt“, sagt Hillmer. Wenn das Ganztagsangebot weiter ausgebaut wird, könnten die Schulen sogar Hallenzeiten bis 17 Uhr benötigen. „Wo sollen wir dann noch Sport anbieten?“, fragt der Vorstandssprecher.

Vielfältiges Programm zum Tag der offenen Tür

Das zehnjährige Bestehen des Sportforums feiert der VfL Rastede mit einem Tag der offenen Tür. Am Samstag, 16. Februar, lädt der Verein dazu von 14 bis 16.30 Uhr alle Mitglieder, Sponsoren und interessierten Bürger ein. Besucher sollen einen Einblick in die Vereinsarbeit bekommen. Präsentationen und Bilder stellen die Entwicklung der vergangenen Jahre dar. Auch Vorführungen sind Tag geplant. Um 14.30 Uhr gibt es eine Hip-Hop- und Streetdance-Show, um 15 Uhr und um 16 Uhr tritt die Stepptanz-Gruppe auf und um 15.30 Uhr zeigen die Cheerleader ihren Sport. Den Nachmittag über stehen in der Cafeteria Kaffee und Kuchen bereit. Auch ein persönliches Gespräch mit den VfL-Mitarbeitern wird möglich sein. Sie geben Antworten auf Fragen zum Beispiel zum Sportangebot, zum Wiedereinstieg nach längerer Pause oder zur Mitgliedschaft.

Schon seit einiger Zeit will der Verein deshalb eine weitere Halle bauen. „Der Plan existiert seit vier Jahren“, sagt Hillmer. Allein ein geeignetes Gelände gibt es noch immer nicht. „Im Umkreis des Sportforums“, sagt der 72-Jährige, soll die neue Halle entstehen. Auf 2,4 Millionen Euro werden die Baukosten geschätzt, mit 600 000 Euro will der VfL sich beteiligen. Das weitere Geld soll aus Zuschüssen der öffentlichen Hand kommen. „Da sind wir auf der Suche“, sagt Hillmer.

Der Plan, den die Architekten des Rasteder Büros „omp“ entworfen haben, sieht ein 24 mal 35 Meter großes Gebäude vor. Analog zum kleineren Sportforum soll es ebenfalls wie ein Schuh gestaltet werden. Vorgesehen sind eine 15 mal 27 Meter große Einfeldhalle sowie ein Sportraum, in dem ein Turm für Cross-Fitness aufgebaut werden soll, erläutert Hillmer.

Der VfL braucht aber nicht nur mehr Platz, er möchte sein Angebot auch erweitern. „Wir haben heute ein verändertes Sportbedürfnis“, sagt VfL-Geschäftsführerin Silke Brötje. So richtet sich etwa Gesundheitssport längst nicht mehr allein an Ältere. „Es ist hinlänglich bekannt, dass heute viele Menschen unter orthopädischen Problemen leiden“, erläutert sie. Der VfL plane deshalb einen Schwerpunkt „Sport und Prävention“ und wolle dabei auch Betriebe ansprechen.

Ein weiteres Themenfeld sei die Stress- und Alltagsbewältigung. „Dazu bieten wir jetzt schon Kurse an“, sagt Silke Brötje. Hinzu kommt in Deutschland ein genereller Bewegungsmangel der Menschen im Vergleich zu anderen Ländern, wie Hillmer feststellt. „Kinder bewegen sich nicht genug, und die Älteren bewegen sich auch nicht genug“, sagt er und fügt hinzu: „Es gibt also genug Projekte, die wir machen wollen.“

Neben den schon jetzt fehlenden Hallenkapazitäten und den geplanten Projekten des Vereins kommt schließlich auch noch hinzu, dass Rastede wächst und in den kommenden Jahren weiter wachsen wird. Allein das neue Baugebiet im Göhlen werde dem VfL wohl „mindestens 100 neue Mitglieder“ bringen, schätzt Hillmer und sagt: „Die Vergabe neuer Bauplätze durch die Gemeinde hat natürlich Auswirkung auf die Mitgliederentwicklung im Sportverein.“

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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