• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Schützenverein „tell“ Scheps Pflegt 100-Jährige Tradition: Sicheres Versteck in einer Standuhr

23.03.2020

Scheps Auf den Erhalt seiner ersten Königskette ist der Schützenverein (SV) „Tell“ Scheps besonders stolz. „Damit sie den Zweiten Weltkrieg und die Kriegswirren überlebt, hatte sie ein Schützenmitglied damals in einer Standuhr versteckt. So konnte sie 1949 beim ersten Schützenfest im Ammerland nach dem Krieg vom amtierenden Schützenkönig voller Stolz getragen werden.“

Thorsten Dierks, Vorstandsmitglied bei den Schützen aus Scheps, erzählt diese kleine Geschichte bei einem Treffen des erweiterten Vorstands des Vereins in der Schießsportanlage in Osterscheps. Und auch, dass die erste Vereinsfahne damals in Naturalien bezahlt wurde. „Sie wurde in Voslapp bei Wilhelmshaven angefertigt. Damals sind zwei unserer Vereinsmitglieder mit dem Fahrrad, beladen mit Lebensmitteln, dorthin gefahren, um die Fahne abzuholen.“

Landesbibliothek

Diese kleinen Anekdoten sind zwei von vielen, die in der Chronik des SV „Tell“ Scheps nachzulesen sind. Da in diesem Jahr der 100. Geburtstag ansteht, wurde bereits vor gut vier Jahren der Gedanke geäußert, etwas Besonderes für den Verein und die Öffentlichkeit zu schaffen. Eine Gruppe um Thorsten Dierks mit Bernd Harms, Petra und Friedrich Setje-Eilers, Gerold Bokelmann, Edith Wohltmann und Christina Zschech fand sich zusammen, um gemeinsam die Recherchen zu betreiben.

In der Landesbibliothek in Oldenburg wurden dabei Zeitungsartikel gefunden, die den Schützenverein im Oktober 1920 zum ersten Mal erwähnten. „Dass unser Verein 1920 gegründet wurde, steht fest. In welchem Monat das allerdings genau war, können wir nicht sagen. Wir können aber davon ausgehen, dass es im Frühjahr war“, so Harald Sieger, seit vielen Jahren Präsident der Schützen von „Tell“ Scheps.

70 Seiten lang

In der gut 70 Seiten umfassenden Chronik wird auch beschrieben, dass sich der Standort in dieser langen Zeit nicht geändert hat. Damals war es die Gaststätte Harms, die dann von der Familie Nemeyer übernommen wurde. „Seit unserer Gründung sind wir immer am selben Ort geblieben. Welcher andere Schützenverein kann das von sich behaupten?“, so die rhetorische Frage vom Vereinspräsidenten.

Mit der Zusammenstellung der Chronik zum 100-jährigen Bestehen des SV „Tell“ Scheps sind die Verantwortlichen sehr zufrieden. Anekdoten, viele Bilder der Schützenfeste, dessen Umfang sich in den letzten Jahren geändert hat, eine Galerie der bisherigen Präsidenten und einiges mehr kann hier nachgelesen werden. Gerade einmal sechs Präsidenten standen dem Verein in diesen 100 Jahren vor. Eine Kontinuität, die ihresgleichen sucht.

Präsentation am 17. Mai

Inhaltlich reicht die Chronik bis ins heutige Jahr hinein. Die Ergebnisse der diesjährigen Wettkämpfe sind darin bereits enthalten. Der Öffentlichkeit wird das Buch am Sonntag, 17. Mai, im Rahmen der Feierstunde zum 100-jährigen Jubiläum des SV „Tell“ Scheps präsentiert, die ab 14.30 Uhr im großen Festzelt bei der Gaststätte Nemeyer stattfinden wird.

Dieser offizielle Empfang bildet den Auftakt zu weiteren Veranstaltungen, die im Rahmen der 100-Jahr-Feier stattfinden werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.