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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Sicherheitsdienst löst Probleme nicht

17.08.2018
Betrifft: Sicherheitsdienst auf Schulhöfen, NWZ vom 28. Juli

Herzlichen Glückwunsch, Herr Bürgermeister! Das ist die perfekte Lösung für alle Rasteder Probleme. Keine Lärmbelästigung mehr ab 22 Uhr durch unnötige Veranstaltungen wie das Landesturnier, Mittelalterliches Spectaculum oder internationale Musiktage, selbst das Ellernfest wird wohl in diesem Jahr alle Buden früh genug schließen müssen, damit sich auch keiner mehr ab 22 Uhr auf dem gesperrten Areal aufhält. Kein wildes Campen mehr vor den Flohmärkten und vor allem – und das ist ja das wichtigste – keine Probleme mehr mit Müll produzierenden Jugendlichen. Einfach genial!

(...) Was für Angebote gibt es hier für Jugendliche? Es gibt Institutionen, die sich sehr für unsere Jugendlichen engagieren: Zum Beispiel die international erfolgreiche Showband, aber die darf ja seit neustem nicht mehr in Rastede proben, wegen der Lärmbelästigung. Man hätte an dieser Stelle erwarten können, dass sich unser Bürgermeister hinter diesen wichtigen und seit vielen Jahren aktiven Verein stellt. Aber es gibt noch mehr Angebote z.B. von den Sportvereinen oder der evangelischen Kirchengemeinde.

Und was macht die politische Gemeinde? Es gibt ein Jugendzentrum, die Villa Hartmann. Dort passiert viel Gutes bis 20 Uhr. Und danach…? (...) Die Jugendlichen treffen sich mit Freunden, hören Musik, trinken etwas und unterhalten sich. (...) Die Schulhöfe bieten sich da an oder die Tribünen am Rennplatz. (...)

Leider kommt es in letzter Zeit häufiger zu Sachbeschädigungen und Verschmutzungen auf der Tribüne. Das verurteile ich auch und man sollte dagegen etwas unternehmen, aber ein Verbotsschild ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg. Hier sind die gewählten Bürgervertreter in der Pflicht, nach konstruktiveren Lösungen zu suchen und uns Bürgern, egal wie alt, unsere öffentlichen Plätze zu lassen.

Sabine Effertz
Rastede

Ist das der richtige Weg, die Tribünen des Rennplatzes ab 22 Uhr für jedermann zu sperren und einen Sicherheitsdienst zu beauftragen, der Patrouille läuft von A nach B?

Die Gemeinde schafft seit Jahren immer mehr Wohngebiete, was wir Bürger sehr begrüßen. Vergisst dabei aber, für ausreichend Infrastruktur zu sorgen. Es werden in den neuen Gebieten weitere Kinder zuziehen, die in ein paar Jahren auch in das Alter kommen, sich irgendwo mit ihren Freunden treffen zu wollen. Statt dieses zu berücksichtigen und für die Jugendlichen freie Treffpunkte zu schaffen, setzt man einen Sicherheitsdienst ein, der die Jugendlichen vertreiben soll. Dies ist doch für die Jugendlichen kein Grund, jetzt abends zu Hause zu bleiben. Sie werden neue Plätze finden oder Wege finden. Dies ist doch keine Lösung! Im Gegenteil, ich bin der Meinung, die Verbote treiben noch viel mehr Unmut, Ärger und Zerstörung voran.

Wäre es nicht sinnvoller, Streetworker einzusetzen, die mit den Jugendlichen arbeiten und ein Bewusstsein bei ihnen schaffen, um Drogen- und Alkoholkonsum zu reduzieren und ihnen den richtigen Umgang mit öffentlichem Eigentum ins Bewusstsein zu rufen? Warum kann man nicht über einen eigenen Treffpunkt sprechen? Die Jugendlichen würden sich mehr damit identifizieren und es würde vermutlich weniger Vandalismus geben. Dieses ist ja in der Regel ein Zeichen für Nichtidentifikation mit der Sache oder in diesem Fall mit der Gemeinde.

Wer Baugebiete ausweist, muss auch mit den Nebenerscheinungen wie Kindern und Jugendlichen rechnen und diese in die städtebauliche Entwicklung mit einbeziehen.

Cordula Helms
Rastede

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