• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Tennis-Talente spielen mit den Großen

06.06.2017

Westerstede /Ludwigshafen Der gelbe Filzball zischt durch die sommerlich warme Luft über das feinmaschige Netz, trifft auf den roten Sand auf – und wird kurz darauf wieder kräftig in die Richtung gedroschen, aus der er gekommen war. Leonie Müller gleitet tänzelnd die weiße Linie entlang und returniert die Bälle, die ihr Trainer Jens Kuhle ihr zuspielt. Es ist das letzte Training, bevor Müller zu den Deutschen Meisterschaften nach Ludwigshafen fährt.

Die Zwölf-Jährige vom SVE Wiefelstede ist die Nummer zwei der niedersächsischen Bestenliste in ihrer Altersklasse. Tennis spielt sie, seit sie vier Jahre alt war. Zu dem Sport kam sie über ihre Eltern. „Mein Vater war mal Trainer, und meine Mutter hat auch gespielt“, erzählt Müller. Manchmal spielt sie noch gegen ihren Vater – mit dem sie inzwischen schon gut mithält. „Mal gewinnt er, mal ich“, sagt Müller.

Nur eine steht in Niedersachsen vor ihr: Ihre Vereinskollegin Xenia Jeromin. Sie ist ebenfalls zwölf Jahre alt. Sie kam aber schon an ihrem dritten Geburtstag zum Tennis: „Ich habe immer viel mit Bällen gespielt. Auf Tennis sind wir im Internet gestoßen“, erzählt die Tochter des ehemaligen Profi-Fußballers Vladimir Jeromin, die in Aurich wohnt.

Und bei Tennis ist sie geblieben. Da es in Aurich jedoch keine höherklassigen Vereine gibt, spielt sie inzwischen beim SVE Wiefelstede und trainiert mit Müller. Beide spielen sogar schon bei den SVE-Frauen in der Nordliga mit. Gegen Erwachsene zu spielen, sei etwas ganz andere, erzählt Jeromin: „Das war am Anfang etwas komisch, aber man gewöhnt sich dran.“

Viermal in der Woche trainieren die beiden Mädels. Gemeinsam haben sie im Doppel sogar schon ein internationales Turnier gewonnen. Ob sie ein Vorbild haben? „Früher mal Ana Ivanovic. Heute höchstens Roger Federer“, sagt Müller. Jeromin favorisiert Novak Djokovic – und ebenfalls Federer.

Bei der letzten Einheit ist Jeromin nicht dabei, sie ist schon auf dem Weg nach Norderstedt, um bei den Norddeutschen Meisterschaften anzutreten. Hier gewinnt sie am Samstag ihr erstes Einzel in drei Sätzen. Ihr zweites Spiel jedoch verliert sie in drei Sätzen. Im Doppel erreichte sie ebenfalls die zweite Runde. Damit ist die Zwölfjährige zufrieden: „Beide Gegnerinnen waren ein Jahr älter und ziemlich stark“, sagt Jeromin.

Für die Deutschen Meisterschaften ist sie fit, beteuert sie. Im Vorjahr verlor Jeromin die erste Runde – das soll nicht wieder passieren: „Ich will möglichst weit kommen.“

Mathias Freese
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Weitere Nachrichten:

SVE Wiefelstede

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.