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Luftfahrt: Sie gehen gerne in die Luft

13.09.2018

Westerstede /Felde Ein Trecker fährt über den saftiggrünen Rasen und mäht, es weht ein leichter Wind, der Himmel ist klar und blau. Dann brummen plötzlich die Motoren, und ein Flugzeug düst über den Asphalt, hebt ab und fliegt der Sonne entgegen.

40 solcher Flugzeuge stehen mittlerweile auf dem Flugplatz in Westerstede/Felde. Der Verein dazu, der Fliegerclub Westerstede, wurde vor nunmehr zehn Jahren gegründet – ein guter Anlass, um einmal auf die Anfänge zurückzublicken, und mit Dr. Ulf Burmeister, Erster Vorsitzender, und weiteren Vereinsmitgliedern über die Entwicklung sowie die Zukunftspläne des Clubs zu sprechen.

Die Anfänge

Alles begann mit einer Trennung. Weil sich der zuvor in Felde ansässige, 1977 gegründete Verein Luftsportfreunde Westerstede nach Conneforde verabschiedet hatte, habe sich eine kleine Gruppe zusammengeschlossen, um einen neuen Verein zu gründen, berichtet Klaus Leske: den Fliegerclub Westerstede. Viele Mitglieder seien aus dem vorherigen Club ausgetreten, um in Westerstede zu bleiben, fügt Rolf Vahlenkamp, Inhaber des sechs Hektar großen Flugplatzes, hinzu.

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Aktive Mitglieder

Der Verein hat sich weiterentwickelt. Aktuell sind 70 Mitglieder in Felde aktiv, parken dort insgesamt knapp 40 Flugzeuge verschiedenster Typen. „Angefangen bei Trikes“, sogenannten Gleitschirmen, erklärt Vahlenkamp, „bis hin zu Motorseglern, Ultraleichtflugzeugen, Hoch- und Tiefdeckern“, zählt Burmeister weiter auf. Außerdem besitzt der Verein gemeinschaftlich ein Schulungsflugzeug: die Cessna 150.

Das will der Vorsitzende einmal vorführen und schiebt zwei schwere Tore zur Seite. Da steht es, das gelbe Prachtstück. Per Hand zieht er das Flugzeug, das etwa zehn Meter Spannweite hat, aus der Garage. Er öffnet die Tür und setzt sich auf den Pilotensitz, betätigt ein paar Hebel und Schalter. Mit dem Steuer führt er die Höhen-, Seiten- und Querruder vor, die zum Abheben und Wenden bewegt werden. „Die Maschine hat 100 PS und kann etwa 180 Kilometer pro Stunde fliegen“, erklärt er.

In der zweisitzigen Cessna 150 können sich Nachwuchspiloten den Traum vom Fliegen erfüllen. 45 Flugstunden müssten während der Ausbildung absolviert werden, weiß Burmeister. Fertige Piloten können mit der Maschine außerdem Charterflüge machen und sie für einen Rundflug ausleihen. Auch Schulungen und Weiterbildungen sind im Programm, wie die Aktion „Co-Pilot für einen Tag“. Oder „Pinch-Hitter“-Lehrgänge, die beispielsweise für den Partner geeignet sind, der keine Flugkenntnisse hat, aber regelmäßig begleitend mitfliegt. Darüber hinaus betreibt der Fliegerclub Jugendförderung und nimmt an der Ferienpassaktion teil. „Es ist erstaunlich, wie begeistert die Kinder von der Technik sind“, freut sich Burmeister über das große Interesse der jungen Menschen. Ziel des Vereins sei es, das allgemeine Interesse an der Luftfahrt zu fördern.

Weg vom Alltagsstress

Burmeister selbst hat seinen Flugschein im Jahr 2010 absolviert. „Als Hals-Nasen-Ohren-Arzt habe ich Flugtauglichkeitsuntersuchungen gemacht und bin so mit dem Fliegen in Berührung gekommen“, erzählt er. Jetzt fliegt er eine Beechcraft Musketeer aus dem Jahr 1966. Für ihn ist es ein tolles Hobby, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen.

Gerhard Geppert und seine Frau Claudia lieben am Fliegen, „einfach mal abheben zu können“. Bereits mit 15 Jahren ist Gerhard Geppert zur Fliegerei gekommen. Seine Frau ließ sich von seiner Begeisterung anstecken, fliegt immer gerne mit und engagiert sich im Verein. „Unsere gute Seele bei Veranstaltungen“, lobt Klaus Leske.

Durch ganz Europa

Und wohin geht es mit dem Flieger? Tatsächlich nutzt ein Großteil der Vereinsmitglieder die Flugzeuge zu beruflichen Zwecken, berichtet Burmeister. Businesstrip oder Urlaub – die Maschinen fliegen durch ganz Europa. Karl-Günter Windels aus Leer fliegt mit seiner Cirrus SR22 – einem der moderneren Modelle – gerne einfach mal zur Insel Sylt. „Es macht Spaß, man hat keinen Stau und ist in einer dreiviertel Stunde da“, sagt er.

Dem Verein geht es gut, finanziell und kameradschaftlich, da sind sich alle einig. Weil für sie alle die Luftfahrt ein Privileg ist und sie es zu schätzen wissen, wollen sie für die Zukunft das Vereinsleben stärken. Nächstes Ziel des Clubs ist, ein neues Schulungs- und Charterflugzeug mit vier Sitzen anzuschaffen.

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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