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NWZonline.de Region Ammerland Lokalsport

Westersteder Holt Zwei Titel: Traum vom WM-Gold wird endlich wahr

02.04.2019

Westerstede /Friedrichsfehn Die Reise zu den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathletik-Senioren im polnischen Torun hat sich für Heiner Lüers und Jens Beintken richtig gelohnt. Vor allem der Westersteder Lüers räumte richtig ab und erfüllte sich seinen Traum vom WM-Gold - und das gleich doppelt.

„Selbst meine kühnsten Träume wurden bei weitem übertroffen, denn ich konnte mit zwei Gold- und einer Silbermedaille die Heimreise ins Ammerland antreten“, sagte Lüers, der sich auch zuhause immer noch zwicken musste, um zu realisieren, dass sein Traum vom WM-Gold endlich wahr wurde.

Schon zum Auftakt in die Wettkampfwoche konnte sich der Westersteder in der Altersklasse 60 die Goldmedaille umhängen. Bereits im ersten Versuch im Weitsprung kam der Routinier auf 5,32 Meter, was letztendlich auch gleichzeitig die Siegerweite war. Damit lag Lüers am Ende acht Zentimeter vor dem Polen Wusial auf Rang zwei. „Bei der Nationalhymne musste ich ein paarmal kräftig schlucken, konnte den Text aber dann doch unfallfrei zu Ende bringen“, sagte der Westersteder nach der Siegerehrung.

Silber im Fünfkampf

Nach zwei wettkampffreien Tagen ging Lüers beim Fünfkampf an den Start. Mit Ausnahme des Hochsprungs (1,42 Meter) war der Starter der TSG Westerstede mit seinen Ergebnissen in den weiteren vier Disziplinen zufrieden. 9,83 Sekunden über die 60-Meter-Hürden-Distanz, erneut 5,32 Meter im Weitsprung, 11,12 Meter beim Kugelstoßen und 3:31,10 Minuten beim 1000-Meter-Lauf summierten sich zu Platz zwei. Zudem konnte Lüers zum ersten Mal die 4000-Punkte-Marke durchbrechen.

Am Schlusstag des Wettkampfs funkelte es für Lüers noch einmal golden. Gemeinsam mit Detlef Döpping, Gunter Langenbach und Gerhard Zorn gewann der Westersteder in der 4x200-Meter-Staffel seinen zweiten Weltmeistertitel in 1:46,53 Minuten.

Auch Jens Beintken vom SV Friedrichsfehn freute sich in Torun über einige neue Bestleistungen. Schon zum Auftakt im Weitsprung der Altersklasse M35 legte der Ammerländer 6,27 Meter vor und landete damit am Ende auf dem fünften Platz. Diese Weite war gleichzeitig eine neu Bestleistung für den SVF-Starter. Auch beim 60-Meter-Sprint lag Beintken nahe an seiner Bestleistung. Im Vorlauf hatte es der Friedrichsfehner Leichtathletik-Abteilungsleiter mit drei sehr schnellen Amerikanern zu tun. Er kam in 7,6 Sekunden ins Ziel und lief damit so schnell, wie schon seit zwei Jahren nicht mehr.

Beintken steht im Finale

Nach einigen Tagen Ruhe ging Beintken beim 60-Meter-Hürdenlauf an den Start. „Trotz im Verhältnis zu den anderen Startern vergleichsweiser schwacher Meldezeit hatte ich ein gutes Gefühl“, erinnerte sich der Ammerländer an die Momente vor dem Start. Er kam perfekt ins Rennen und beendete den Lauf in 8,77 Sekunden als Vierter. Dies bedeutete eine Steigerung der persönlichen Bestleistung um 0,32 Sekunden. Dennoch musste der Ammerländer auf das Ergebnis des zweiten Laufs warten. Am Ende stand dennoch fest, das Beintken als Achter das Finale erreicht hatte.

Der Plan, abends mit ein paar Athleten entspannt essen zu gehen, war damit zugunsten eines nicht alltäglichen WM-Finales dahin. „Entsprechend groß war auch die Anspannung“, sagte Beintken mit einem Augenzwinkern. Auch wenn der Start nicht so perfekt wie im Vorlauf gelang, kämpfte der Friedrichsfehner bis zum letzten Schritt und wurde am Ende in 8,88 Sekunden Sechster.

Lars Puchler Redakteur / Lokalsport Ammerland
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